SGL Carbon: Schlägt die Technik die Fundamentaldaten?

17.04.26 15:13 Uhr

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Die Aktie von SGL Carbon hat wieder den Vorwärtsgang eingelegt. Zwischen technischen Trades und Buchwert-Spekulationen bleiben die Gewinnkennziffern weiter rot.

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Manche mögen´s heiß: Der Titel des Film-Klassikers mit Marylin Monroe beschreibt ein Engagement beim Carbon-Spezialisten derzeit wohl am besten. Nach einem fulminanten Jahresstart mit einem Kursanstieg von 3,10 Euro auf knapp 4,80 Euro gab das Papier bis Ende März fast alle Gewinne wieder ab. Wer jedoch dachte, der Kurseinbruch sei ein Fluss ohne Wiederkehr, der verpasste gut 25 Prozent auf dem Weg zurück bis über 4 Euro.

Rhythmus im Blut

Begleitet wird das Auf und Ab meist von Empfehlungen im Börsen-Blätterwald. Getreu dem Motto, dass die Hoffnung zuletzt stirbt, finden sich immer Ansatzpunkte für Spekulationen. Die nüchternen Zahlen hingegen erinnern eher an Misfits – Nicht gesellschaftsfähig: Durch den Ausstieg aus defizitären Geschäftsaktivitäten sank der Umsatz im Geschäftsjahr 2025 spürbar auf gut 850 Mio. Euro (GJ 2024: 1.026 Mio. Euro). Zuvor war es nicht gelungen, den verlustträchtigen Bereich Carbon Fibers zu veräußern. Durch positive Effekte aus Kostensenkungen lag das Nettoergebnis mit minus 78,3 Mio. Euro zumindest in etwa auf dem Vorjahresniveau von minus 79,4 Mio. Euro.

Bus Stop

Auch 2026 ist keine Besserung in Sicht: Der Umsatz soll recht deutlich auf 720 bis 770 Mio. Euro sinken und das um Einmaleffekte und Sondereinflüsse bereinigte EBITDA wird mit 110 bis 130 Mio. Euro (GJ 2024: 135 Mio. Euro) prognostiziert – das ist nochmals weniger als 2025. Unterm Strich dürfte das Nettoergebnis wohl rot bleiben. Die neu identifizierten Wachstumsfelder, darunter auch die Verteidigungs- und Sicherheitsindustrie, werden 2026 noch keine nennenswerten Impulse liefern können.

Fazit

Die Aktie wird bei Kursen von gut 4 Euro in etwa auf Höhe des Eigenkapitals von 467 Mio. Euro (per 31.112.2025) bewertet. Das klingt auf den ersten Blick günstig. Doch solange das Unternehmen den Turnaround auf Nettobasis nicht geschafft hat, ist das ein Muster ohne Wert. Am 7. Mai präsentiert das Unternehmen die Q1-Zahlen. Bis dahin wird das Papier von der Charttechnik dominiert – und da sieht es nicht schlecht aus. Die Aktie hat nach dem Absturz von Februar bis Ende März schnell wieder das Niveau um 4 Euro zurückerobert. Gelingt hier eine Stabilisierung, könnte dies sogar den Boden für einen neuen Angriff auf das Jahreshoch bei knapp 4,80 Euro bedeuten. Da fundamental die Baustellen weiterhin überwiegen, bleiben die Risiken grundsätzlich hoch.

Genau umgekehrt verhält es sich bei der JDC-Group. Während die Zahlen für 2025 wie auch der Ausblick auf 2026 überzeugen, musste die Aktie in den letzten Wochen deutlich Federn lassen. Doch nun könnten sich häufende Insiderkäufe sowie ein Aktienrückkauf eine Trendumkehr einleiten: zum Artikel

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Erstellung am 17.04.26 um 14:28 Uhr.

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