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15.01.2020 12:10
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Solar-Ausschreibung fast dreifach überzeichnet

BERLIN (Dow Jones)--Für die letzte Ausschreibung für Solaranlagen im vergangenen Jahr hat es erneut deutlich mehr Interesse gegeben als erwartet. Es seien zum 1. Dezember 346 Gebote für 1.344 Megawatt Leistung abgegeben worden, teilte die Bundesnetzagentur am Mittwoch mit. Ausgeschrieben waren aber nur 500 Megawatt. Der Regulierer vergab schließlich Zuschläge an 121 Projektpartner für den Zubau von 501 Megawatt bei der Photovoltaik.

Die meisten Anlagen wurden in Bayern gewährt (148 Megawatt), gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern (80 Megawatt) und Schleswig-Holstein (49 Megawatt). Im Durchschnitt lag der Preis bei 5,68 Cent pro Kilowattstunde, 0,78 mehr als in der Vorrunde. Am 1. Oktober waren noch 150 Megawatt ausgeschrieben und 648 Megawatt eingereicht worden.

Die Bundesnetzagentur beklagte einen deutlichen Rückgang bei der Sorgfalt der Bieter. "Insbesondere Fehler in den ausgefüllten Formularen wie falsche Anschriften, fehlerhafte Ausdrucke und nicht ausgefüllte Felder sind vermeidbar", erklärte die Behörde. Am 1. Februar findet die nächste Ausschreibung für Solaranlagen statt.

Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) nannte es "bedauerlich", dass nur jeder dritte Bieter einen Zuschlag erhalten habe. "Das können wir uns angesichts des rasanten Klimawandels nicht mehr leisten", erklärte BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig. Deshalb müsse das Ausbautempo der Photovoltaik gegenüber 2019 verdreifacht werden. Dazu müsse der Förderdeckel für Solardächer "umgehend" fallen und die Zielkorridore sowie Auktionsvolumen im Erneuerbare-Energien-Gesetz "deutlich" heraufgesetzt werden, forderte Körnig.

Kontakt zur Autorin: petra.sorge@wsj.com

DJG/pso/sha

(END) Dow Jones Newswires

January 15, 2020 06:11 ET (11:11 GMT)

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