Nemetschek-Aktie dennoch im Minus: Wachstum beschleunigt sich - Marge legt deutlich zu

Nemetschek hat seine Marge im ersten Quartal dank einer soliden Nachfrage und Skaleneffekten deutlich gesteigert.
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Der im MDAX und TecDAX notierte Softwareanbieter für die Bau- und Medienbranche bestätigte seinen Ausblick für das Gesamtjahr. Wesentliche Auswirkungen durch den Nahost-Krieg auf die Ertragslage sieht der Konzern bisher nicht.
Der Umsatz stieg um 11 Prozent bzw. währungsbereinigt um 17 Prozent auf 313 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte mit 22 Prozent bzw. knapp 30 Prozent bereinigt um Wechselkursschwankungen auf 98 Millionen Euro deutlich stärker zu als der Umsatz.
Die EBITDA-Marge rückte auf 31,4 Prozent von 28,5 Prozent vor. Analysten hatten im Konsens von Vara Research mit einem EBITDA von 99 Millionen Euro gerechnet. Die EBITDA-Marge sahen sie bei 31,5 Prozent.
Unter dem Strich verdiente Nemetschek 60,4 Millionen Euro und damit gut ein Drittel mehr als im Vergleichszeitraum.
Nemetschek peilt für das laufende Jahr weiterhin ein organisches währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 14 bis 15 Prozent an. Die EBITDA-Marge soll 32 bis 33 Prozent nach 31,2 Prozent im Vorjahr erreichen. Beim Ausblick wird davon ausgegangen, dass sich der Nahost-Krieg sich weder wesentlich ausweitet noch über einen längeren Zeitraum anhält.
Konsolidierungseffekte durch die Übernahme von Construction Systems Specialists (HCSS) werden nach dem Abschluss bekanntgegeben, der für das zweite Halbjahr erwartet wird. Das Unternehmen hatte Mitte April die Übernahme von HCSS von der Private-Equity-Gesellschaft Thoma Bravo angekündigt. Der Finanzinvestor übernimmt im Gegenzug Anteile an dem "Build"-Segment von Nemetschek.
So reagieren Anleger und Analysten
Das Papier sank zuletzt um 1,19 Prozent auf 63,55 Euro. Der Kurs hat in diesem Jahr vor allem wegen der Sorge um Konkurrenz durch Künstliche Intelligenz damit rund ein Drittel an Wert eingebüßt. Das organische Wachstum sei im Quartal stark ausgefallen, schrieb JPMorgan-Analyst Joseph George. Allerdings dürften der Gegenwind von Währungsseite sowie die bestätigte Prognose das Aufwärtspotenzial der Aktie begrenzen.
DOW JONES / dpa-AFX
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Bildquellen: Nemetschek Group