04.11.2010 10:28

Adidas am DAX-Ende - Gewinnmitnahmen nach Zahlen

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Der Sportartikelhersteller Adidas hat auch im dritten Quartal glänzend verdient und seine Prognose für das laufende Jahr angehoben. Anleger machen erst einmal Kasse.
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Der Überschuss werde 2010 auf 560 bis 565 Millionen Euro steigen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Herzogenaurach mit. Zuvor hatte Adidas einen Anstieg auf 520 bis 550 Millionen Euro prognostiziert. Dies ist die dritte Anhebung in diesem Jahr. Gleichzeitig äußerte sich das Unternehmen genauer zum Umsatz. Dieser soll im Gesamtjahr währungsbereinigt um etwa acht Prozent zulegen.

    Börsianer hoben zwar den erhöhten Ausblick und die Quartalszahlen positiv hervor, allerdings liegen die Markterwartungen bei Adidas sehr hoch und die Aktie war in der Vergangenheit gut gelaufen. Zum Handelsbeginn rutschte das Papier dann auch um 1,38 Prozent auf 47,43 Euro ins Minus.

'STARKES COMEBACK'

    "Wir haben 2010 ein starkes Comeback hingelegt, und ich bin absolut zuversichtlich, dass wir das Jahr erfolgreich abschließen werden", sagte Vorstandschef Herbert Hainer. Im Vorjahr hatte auch die sonst so erfolgsverwöhnte Sportartikelbranche unter den Auswirkungen der Krise zu leiden gehabt. Währungsverwerfungen, höhere Beschaffungskosten und Lagerräumungsverkäufe ließen den Gewinn von Adidas 2009 auf 245 Millionen Euro sinken. Der Konzern profitiert nun davon, dass sich viele dieser Belastungsfaktoren inzwischen abgeschwächt und zudem Großereignisse wie die Fußballweltmeisterschaft in Südafrika in diesem Jahr das Geschäft wieder angekurbelt haben. Von der Rekordmarke des Jahres 2008 ist der Konzern allerdings noch ein gutes Stück entfernt.

     Im dritten Quartal legte der Konzernumsatz um 20,1 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro zu. Währungsbereinigt lag das Plus bei knapp zehn Prozent. Das Betriebsergebnis verbesserte sich um 22,3 Prozent auf 411 Millionen Euro. Unter dem Strich stieg der Überschuss im Vergleich zum Vorjahr um ein Viertel auf 266 Millionen Euro. Insgesamt schnitt Adidas damit besser ab als von Analysten erwartet.

CHINA ERHOLT SICH WIEDER

    Die Stammmarke Adidas sowie die Tochter Reebok verzeichneten im Quartal zweistellige Zuwächse. Dank der WM im Sommer florierte das Geschäft mit Fußballprodukten weiter. Im chinesische Markt, der im ersten Halbjahr noch geschwächelt hatte, legte Adidas ebenfalls wieder zu. Wachsen konnte auch der eigene Einzelhandel, den Adidas mit der Eröffnung eigener Läden stark vorantreibt. Im Gesamtjahr soll der Einzelhandel mehr Umsatz bringen als bislang geplant.

    Für das jetzt angelaufene vierte Quartal erwartet Adidas wegen Marketing- und Produktinitiativen - wenn überhaupt - nur einen kleinen Gewinnbeitrag. Saisonbedingt spielen für die Branche die letzten drei Monate im Vergleich zum Rest des Jahres eine eher untergeordnete Rolle. Für 2011 erwartet der Sportartikelhersteller erneut deutliche Verbesserungen bei Umsatz und Gewinn.

Am Vormittag verlieren die Papiere von Adidas 2,3 Prozent auf 46,99 Euro im sonst so festen Markt und liegen damit am Ende des DAX. (dpa-AFX)

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