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03.12.2019 13:31
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Stahlarbeiter von Thyssenkrupp demonstrieren in Duisburg

DUISBURG (dpa-AFX) - Beim angeschlagenen Industriekonzern thyssenkrupp bangen die Beschäftigten der Stahlsparte um ihre Arbeitsplätze. Mehrere Tausend Mitarbeiter sind am Dienstag in Duisburg vor die Hauptverwaltung von Thyssenkrupp Steel Europe gezogen, um für den Erhalt ihrer Jobs und für Investitionen in die Produktionsanlagen zu demonstrieren. Am Nachmittag will der Aufsichtsrat mit Beratungen über ein vom Stahlvorstand ausgearbeitetes Zukunftskonzept beginnen.

Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende von Thyssenkrupp Steel, Detlef Wetzel von der IG Metall, forderte die Verlängerung des Tarifvertrags über den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen. Zudem seien dringend mehr Investitionen erforderlich. Der Stahlbereich sei "regelrecht ausgehungert", sagte Wetzel. Das Unternehmen teilte mit, im Stahl seien derzeit Investitionen von 570 Millionen Euro jährlich geplant.

Thyssenkrupp steckt seit langem in der Krise und schreibt rote Zahlen. Auch die Stahlsparte mit ihren rund 27 000 Mitarbeitern steht unter Druck, weil die geplante Stahlfusion mit dem europäischen Zweig des indischen Stahlkonzerns Tata von der EU untersagt worden war. Nach dem Nein aus Brüssel tritt auch ein Tarifvertrag nicht in Kraft, in dem die IG Metall mit der Unternehmensleitung Beschäftigungsgarantien bis zum Jahr 2026 vereinbart hatte./hff/DP/nas

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