Infineon-Aktie steigt erstmals seit 2000 über 50 Euro: Texas Instruments und STMicro treiben an

Starke Geschäftsprognosen von Texas Instruments und STMicroelectronics dürften am Donnerstag für steigende Kurse in der Chip-Branche sorgen.
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Aktien von Texas Instruments schnellen an der NASDAQ nach oben. Für die Papiere von STMicro geht es ebenfalls nach oben.
Analyst Blayne Curtis von der US-Bank Jefferies attestierte Texas Instruments einen grundsoliden Quartalsbericht. Der Halbleiterkonzern profitiere von einer sich verstärkenden Erholung der gesamten Chip-Industrie und von einem Boom bei Datenzentren. Das Szenario des Unternehmens für das zweite Halbjahr sei vielversprechend, sowohl was die Preise betreffe als auch hinsichtlich der Profitabilität.
Blaynes Kollege Janardan Menon, der für Jefferies die europäischen Halbleiteraktien bewertet, äußerte sich am Morgen lobend zu den Aussagen von STMicro zum laufenden zweiten Quartal. Der Mittelwert des in Aussicht gestellten Zielkorridors für den Umsatz liege um acht Prozent über der Markterwartung. Die für den Einsatz in Datenzentren gefertigten optischen Komponenten dürften vor allem an die Cloud-Computing-Plattform AWS von Amazon gehen sowie an den Rechenzentren-Ausrüster Innolight Technology.
Infineon steigen erstmals seit 2000 über 50 Euro
Gute Nachrichten aus der Halbleiterbranche haben die Aktien von Infineon am Donnerstag beflügelt. Die Papiere des Chipherstellers stiegen letztlich um 8,02 Prozent auf 53,35 Euro und überwanden erstmals seit dem Jahr 2000 wieder die runde Marke von 50 Euro. Damit bauten sie ihre Gewinnsträhne seit dem Jahrestief bei 35,78 Euro vom 23. März auf rund 45 Prozent aus. Für das Jahr 2026 steht ein Kursanstieg von rund 38 Prozent zu Buche.
Auslöser der Rally waren starke Geschäftsaussichten von Texas Instruments und STMicroelectronics. Tags zuvor hatte Analyst Alexander Duval von der US-Investmentbank Goldman Sachs das Kursziel für Infineon von 49 auf 53 Euro angehoben und seine Kaufempfehlung für die Aktien bestätigt. Mit Blick auf die am 6. Mai anstehenden Zahlen der Münchener zum zweiten Geschäftsquartal erhöhte er seine Umsatzprognosen für die Geschäftsjahre 2027/28 und 2028/29. Interessant sei insbesondere, ob sich die Nachfrage aus der Autobranche und der Industrie tatsächlich gebessert habe, wie das Management es nach dem ersten Geschäftsquartal avisiert habe. Zudem stünden Signale zum Einfluss der jüngsten geopolitischen Ereignisse im Fokus.
Für BE Semiconductor ging es in Amsterdam schließlich um 4,09 Prozent auf 241,80 Euro nach oben. Anteilsscheine des Zulieferers AIXTRON gaben dagegen um 0,36 Prozent auf 46,45 Euro nach.
ASML-Aktien notierten in Amsterdam 2,08 Prozent tiefer bei 1.223,80 Euro. Hier gibt es Berichte, wonach Taiwan Semiconductor (TSMC) die Nutzung der nächsten Generation der Lithografiesysteme von ASML verschiebt.
FRANKFURT (dpa-AFX)
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