KION-Aktie zieht an: Mehr Aufträge, überraschend starker Cashflow - Prognose bestätigt

Der Gabelstaplerhersteller KION hat im ersten Quartal eine überraschend hohe Nachfrage verzeichnet.
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Einige Kunden zogen die Bestellungen angesichts angekündigter Preiserhöhungen vor. So stieg der Auftragseingang im ersten Quartal im Jahresvergleich um über 10 Prozent auf fast 3 Milliarden Euro, wie der Konzern am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Vom Unternehmen befragte Analysten hatten durchschnittlich weniger erwartet. Auch die freien Barmittelzuflüsse überraschten positiv: Sie verbesserten sich auf 47 Millionen, während die Experten Mittelabflüsse erwartet hatten. Die übrigen Kennzahlen lagen im Rahmen der Erwartungen.
Der Umsatz bewegte sich mit knapp 2,8 Milliarden Euro fast auf Vorjahresniveau. Davon blieben vor Zinsen und Steuern sowie bereinigt um Sondereffekte (ber Ebit) 205 Millionen Euro und damit 5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Unterm Strich entfiel auf die KION-Aktionäre 90 Millionen Euro Gewinn, nach einem Verlust von rund 48 Millionen Euro im Vorjahr. Die Jahresziele bestätigten die Frankfurter. Es seien Maßnahmen ergriffen worden, um Kostensteigerungen zu begrenzen, die sich infolge des Iran-Kriegs ergeben, hieß es.
Weiterhin gab das MDAX-Unternehmen eine strategische Investition von 35 Prozent in Zikoo Robots bekannt, einen chinesischen Anbieter von Robotik für Palettenlagerung.
KION mit Bodenbildungsversuch
Die Aktien von KION haben am Donnerstag nach den Quartalszahlen des Gabelstaplerherstellers zugelegt. Die KION-Aktie notiert im XETRA-Handel zeitweise 2,32 Prozent stärker bei 44,02 Euro. Die Bodenbildung nach der Talfahrt seit Mitte Februar gewinnt damit an Kontur. Ein nachhaltiger Sprung über die 21-Tage-Chartlinie als Indikator für den kurzfristigen Trend gelang den Papieren allerdings noch nicht. Im laufenden Jahr haben die Aktien des im MDAX der mittelgroßen Werte notierten Konzerns immer noch mehr als ein Drittel eingebüßt.
Der Auftragseingang von KION habe klar positiv überrascht, schrieb Stefan Augustin vom Analysehaus Warburg Research. Insgesamt falle der Quartalsbericht ordentlich aus. Laut UBS-Analyst Sven Weier hat KION neben der Auftrags-Überraschung außerdem mit Umsatz und bereinigtem operativen Ergebnis (Ebit) die Erwartungen erfüllt. JPMorgan-Experte Akash Gupta hob ansonsten den freien Barmittelzufluss als Höhepunkt aus dem Bericht hervor.
Aus Sicht von Philippe Lorrain vom US-Analysehaus Bernstein Research sorgt die Quartalsbilanz für Erleichterung nach der Verwirrung, die KION Anfang des Monats im Rahmen einer Vorab-Information für Analysten ausgelöst hatte. Die Aktien konnten sich im April zwar zwischenzeitlich etwas erholen, seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar brachen sie aber um fast ein Viertel ein. Kurz vor Kriegsbeginn enttäuschte der Gabelstaplerhersteller zudem mit seinem Ausblick auf 2026.
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FRANKFURT (dpa-AFX)
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