14.09.2021 11:34

Tesla, Toyota und Honda gegen E-Auto-Steuervorteile für General Motors, Ford und Chrysler - Aktien uneinheitlich

Streit: Tesla, Toyota und Honda gegen E-Auto-Steuervorteile für General Motors, Ford und Chrysler - Aktien uneinheitlich | Nachricht | finanzen.net
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In den USA entzweit ein Streit über zusätzliche Steuererleichterungen für Elektrofahrzeuge (EV) die großen Hersteller.
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Ein Vorschlag der Demokraten im US-Repräsentantenhaus sieht vor, E-Autos, die von gewerkschaftlich organisierten Arbeitern in den USA gefertigt werden, einen zusätzlichen Steueranreiz in Höhe von 4500 Dollar zu gewähren. "Amerikanische Steuergelder sollten für Produkte hier bezahlt werden", teilte die Gewerkschaft United Auto Workers (UAW) am Montag mit. Tesla-Chef Elon Musk erklärte auf Twitter, dass die EV-Anreize von UAW- und Ford-Lobbyisten geschrieben worden seien, Ford aber seine Elektroautos in Mexiko fertige. "Es ist nicht ersichtlich, wie dies den amerikanischen Steuerzahlern dient", schrieb Musk. Auf eine Nachfrage der Nachrichtenagentur Reuters sagte Ford-Sprecher Mark Truby, dass Ford seinen F-150 Lightning in Michigan und seinen vollelektrischen E-Transit-Van in Kansas City bauen werde, "und dass noch viel mehr kommen wird". Chrysler-Mutter Stellantis teilte mit, dass die Steuererleichterung "den Markt ankurbelt, indem elektrifizierte Fahrzeuge für mehr Amerikaner erschwinglich werden, was wiederum gut bezahlte Arbeitsplätze in der Mittelschicht fördert".

In einem Schreiben an den Kongress erklärte Toyota hingegen, das Vorhaben benachteilige fast die Hälfte der amerikanischen Arbeitnehmer in der Automobilbranche, da sie keiner Gewerkschaft angehörten. Auch der japanische Hersteller Honda, der Autowerke in Alabama, Indiana und Ohio unterhält, sagte, dass "der Anreiz die hart arbeitenden, amerikanischen Werksangehörigen lediglich aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Gewerkschaft diskriminiert." Tesla und ausländische Autohersteller, die in den Vereinigten Staaten tätig sind, haben keine Gewerkschaften, die die Montagearbeiter vertreten.

Der Gesetzesentwurf, der am Dienstag als Teil eines 3,5-Billionen-Dollar schweren Haushaltsentwurfs behandelt werden soll, würde den drei großen Detroiter Autoherstellern - General Motors, Ford und Chrysler - zugutekommen, die ihre in den USA hergestellten Fahrzeuge in von der UAW vertretenen Werken montieren.

Am Vormittag kann die Stellantis-Aktie an der EURONEXT in Paris um 1,80 Prozent auf 17,17 Euro zulegen. Die Ford-Aktie notiert im vorbörslichen NYSE-Handel zeitweise 0,23 Prozent tiefer bei 12,96 US-Dollar, während die General Motors-Aktie um 0,35 Prozent auf 50,64 US-Dollar nachgibt. Die Tesla-Aktie verliert an der NASDAQ vorbörslich 0,54 Prozent im Minus bei 739,02 US-Dollar.

Washington (Reuters)

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