07.10.2021 09:12

Studie - Corona beschleunigt digitalen Wandel bei kleinen Firmen

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Frankfurt (Reuters) - Die Corona-Pandemie hat einer Studie zufolge dem Einstieg von kleineren und mittleren Unternehmen in den Online-Handel weltweit einen enormen Schub versetzt.

Die Zahl der Firmen, die Waren im Internet verkauften, habe sich mehr als verdreifacht, heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Mastercard Economics Institute in 19 Märkten. In Deutschland starteten im vergangenen Jahr 38 Prozent mehr Einzelhändler einen Online-Verkaufskanal als 2019.

Kleine und mittlere Unternehmen litten der Studie zufolge allerdings stärker unter der Pandemie. Während des Höhepunkts der Krise blieb ihr Durchschnittsumsatz um bis zu 20 Prozent hinter dem der größeren Konkurrenten zurück. Außerdem war die Wahrscheinlichkeit einer langfristigen Schließung bei kleinen Firmen weltweit etwa dreimal höher als bei größeren Konzernen. In Deutschland blieb gut ein Drittel der kleinen Einzelhändler nach sechs Monaten noch geschlossen im Vergleich zu lediglich fünf Prozent der großen. Allerdings gibt es im laufenden Jahr deutliche Anzeichen für eine Erholung: Im August verbuchten die kleineren und mittleren Firmen weltweit einen durchschnittlichen Umsatzanstieg von 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Online-Verkäufe legten zugleich um 31,4 Prozent zu.

Auch der Standort spielt eine wichtige Rolle für das Geschick der Unternehmen: In den Vororten verzeichneten 2020 kleinere Läden im Schnitt ein Umsatzplus von acht Prozent. In zentralen Geschäftsvierteln hingegen brachen die Umsätze um ein Drittel ein. Grund dafür sei der pandemiebedingte Rückgang der Touristenzahlen und der Trend zum Home-Office: Viele Arbeitnehmer mussten sich nicht mehr so weit von ihrem Wohnort entfernen und bevorzugten deswegen ihre lokalen Geschäfte. "Die Unterstützung von Unternehmen in der Nachbarschaft spielte während der Pandemie eine große Rolle", erklärte Mastercard-Chefökonom Bricklin Dwyer. "Allerdings traten die Probleme bei diesen auch sehr deutlich zutage, was auf ihre Abhängigkeit von lokalen Märkten, lokalen Lieferketten und knapperen Kassenbeständen zurückzuführen ist."

2020 wurden der Studie zufolge insgesamt ein Drittel mehr kleine Firmen weltweit gegründet als im Vorjahr. In Deutschland wuchs die Anzahl der neu gegründeten KMU um 62 Prozent. Damit lag die Bundesrepublik international auf Platz vier. Kleine Beherbergungsbetriebe profitierten vor allem im Sommer 2020 vom Binnentourismus-Boom, da die internationalen Reise-Beschränkungen das Urlaubmachen im eigenen Land beflügelten und gleichzeitig die großen Hotels in den Städten beeinträchtigten. Bei Restaurants war es umgekehrt. Größere Gastronomiebetriebe verbuchten im Schnitt 17 Prozent mehr Umsatz als die kleinen Speiselokale.

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