19.10.2021 16:10

Studie: Mehr Auto-Rückrufe wegen Sicherheitsmängeln

Folgen
Werbung

BERGISCH GLADBACH (dpa-AFX) - Wegen Sicherheitsmängeln an Autos sind dem Branchenexperten Stefan Bratzel zufolge zwischen 2011 und 2020 allein in den USA 331 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten zurückgerufen worden - "das heißt, es wurden mehr als doppelt so viele Fahrzeuge zurückgerufen als im gleichen Zeitraum an Neuwagen verkauft wurden". Fast 49 Millionen Rückrufe 2020 und im ersten Halbjahr 2021 "zeigen keine Trendumkehr, sondern verstärken den Negativtrend", schrieb er in einer am Montagabend veröffentlichten Studie.

Das Risiko großer Rückrufaktionen sei durch marken- und modellübergreifende Plattformen und Gleichteile sowie globale Produktionsnetze erheblich gestiegen. "Dadurch kann ein spät entdeckter Fehler im einem Baukastenmodul zu millionenfachen Fahrzeugrückrufen führen", erklärte Bratzel.

Ursachen für wachsende Qualitätsprobleme seien auch die zunehmende technische Komplexität der Autos, kürzere Entwicklungszeiten wegen des scharfen Wettbewerbs und hoher Kostendruck. "Insgesamt ist bereits abzusehen, dass Probleme rund um das Batteriesystem sowie Softwareprobleme erheblich zunehmen werden", warnte Bratzel.

Das Center of Automotive Management (CAM) analysiert seit 2005 jährlich die Rückrufe der großen Autokonzerne am Beispiel USA. Der US-Markt sei wegen seiner Größe, der scharfen Sicherheitsrichtlinien und des hohen Klagerisikos ein aussagekräftiger Indikator für die Produktqualität der Autokonzerne, so die Studie.

Im ersten Halbjahr 2021 seien General Motors, Ford (Ford Motor) und Daimler mit zusammen 9 Millionen Rückrufen besonders betroffen gewesen. Hauptgrund waren Airbag-Probleme. Ende August rief GM zudem alle Chevrolet-Bolt-Elektroautos wegen des Risikos von Batteriebränden zurück und bezifferte die Kosten mit einer Milliarde US-Dollar.

Im Langzeitvergleich seit 2011 schnitt laut CAM-Studie Honda (Honda Motor) mit einer Rückruf-Quote von 332 Prozent schlecht ab, gefolgt von Mitsubishi, Fiat-Chrysler und Mazda. BMW (219%) lag ebenfalls über dem Durchschnitt. GM, Daimler (201%), Toyota (Toyota Motor), Ford und VW (Volkswagen (VW) vz) (173%) landeten im Mittelfeld. Die niedrigsten sicherheitsbedingten Rückrufquoten hatten Tesla, Jaguar-Land Rover, Volvo und Nissan (Nissan Motor).

Sicherheitstechnische Rückrufe seien aber nur die Spitze des Eisbergs. Die Produktherstellung mancher Autobauer gleiche einer Banane: "Das Produkt reift erst beim Kunden", kritisierte Bratzel.

/rol/DP/stw

Nachrichten zu Daimler AG

  • Relevant
    1
  • Alle
    4
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Daimler AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
19.11.2021Daimler OutperformBernstein Research
18.11.2021Daimler BuyJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
15.11.2021Daimler KaufenDZ BANK
12.11.2021Daimler OutperformRBC Capital Markets
12.11.2021Daimler Conviction Buy ListGoldman Sachs Group Inc.
19.11.2021Daimler OutperformBernstein Research
18.11.2021Daimler BuyJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
15.11.2021Daimler KaufenDZ BANK
12.11.2021Daimler OutperformRBC Capital Markets
12.11.2021Daimler Conviction Buy ListGoldman Sachs Group Inc.
12.11.2021Daimler HoldJefferies & Company Inc.
15.10.2021Daimler HaltenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
27.09.2021Daimler HoldJefferies & Company Inc.
15.09.2021Daimler NeutralUBS AG
09.08.2021Daimler HoldJefferies & Company Inc.
18.02.2021Daimler SellWarburg Research
02.02.2021Daimler VerkaufenDZ BANK
26.10.2020Daimler VerkaufenDZ BANK
07.10.2020Daimler SellGoldman Sachs Group Inc.
24.09.2020Daimler SellGoldman Sachs Group Inc.

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Daimler AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Heute im Fokus

Neue Virussorgen: DAX geht tiefrot ins Wochenende -- Ausverkauf in den USA -- Lufthansa fliegt vorerst weiter nach Südafrika -- Tesla verzichtet auf staatliche Förderung -- Software AG, K+S im Fokus

Apple macht iPhone in der Türkei über Nacht mehr als 25 Prozent teurer. Ocugen-Aktie: FDA stoppt Covaxin-Impfstoff. BioNTech prüft Wirksamkeit seines Impfstoffs gegen neue Corona-Variante. Nextcloud legt Beschwerde gegen Microsoft beim Bundeskartellamt ein. Kryptowährungen geben wegen neuer Virusvariante kräftig nach. Deutsche Bank: Entscheidend ob Impfstoffe gegen Variante wirken.

Umfrage

Sind Sie in Kryptowährungen wie Bitcoin, Ether & Co. investiert?

finanzen.net zero
finanzen.net zero

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln