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18.09.2018 17:26
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Stichtag 24. September: MDAX ändert Einlassbedingungen

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Der MDAX wird neu zusammengesetzt - ab dem 24. September 2018 wird die Anzahl auf 60 Indexmitglieder erhöht. Zudem werden erstmalig auch Tech-Aktien aufgenommen. Dies könnte die Börsenparty wilder machen!

Eine Kolumne von Michael Schnoor. Der Finanz­mathematiker ist Spezialist für die Strukturierung risiko­optimierter Aktien­indizes bei der VILICO Investment Service GmbH, die unter anderem den sysShares Mid Cap Germany MinVar TR Index initiiert hat. Dieser hat seit dem Start seiner Berechnung am 29.12.2006 einen Kurszuwachs von 344,08 % (13,73 % p.a.) verzeichnet (Stand: 31.07.2018).

Die lange Schlange vor der Pforte eines der exklusivsten deutschen Aktien-Clubs wird kürzer. Ab 24. September 2018 werden 10 weitere Unternehmen von den Türstehern der Deutsche Börse AG auf die "Tanzfläche" des MDAX gebeten. Dort dürfen sie sich fortan mit den 50 bestehenden MDAX-Mitgliedern im gleißenden Spotlight der internationalen Finanzwelt präsentieren.

Das Publikum wird zugleich hipper. Durften die MDAX-Mitglieder bisher nur aus klassischen Branchen abstammen, ist es ab September auch Technologieunternehmen erlaubt, an der Mittelstands-Börsenparty im MDAX teilzunehmen.

Die dann 60 Unternehmen genießen viele Vorteile der Clubmitgliedschaft: So können Kapitalmarktziele, wie Kapitalerhöhungen, Umplatzierungen von Aktienpaketen oder die Steigerung des Börsenwertes schneller erreicht werden und die Markensichtbarkeit kann durch eine signifikant gesteigerte Medienpräsenz erhöht werden.

Viele Unternehmen haben sich schick gemacht, um sich für den Einlass in den MDAX zu qualifizieren. Welche 10 kommen aber am Türsteher vorbei? Die Einlassregeln sind hart und haben nichts mit passendem Schuhwerk oder glitzernder Paillettenoptik zu tun. An der Börse zählt ein anderer Dresscode: Nämlich die Marktkapitalisierung des Streubesitzes (alle Aktienpakete < 5 %) und der Orderbuchumsatz, also das gehandelte Aktienvolumen. Die 60 Unternehmen, die hinsichtlich dieser beiden Kriterien den 30 Titeln des DAX folgen, werden in den MDAX reingelassen, und dort dann auch entsprechend dieser Faktoren gewichtet.

Die "dicksten" Jungs und feschesten Mädels bekommen die besten Tische

Es ist also wie im richtigen Leben. Die "dicksten" Jungs und die feschesten Mädels bekommen die besten Tische. Der größte Tisch im MDAX-Club ist derzeit von Airbus SE besetzt. Die Aktie ist mit rund 10,50 % gewichtet. Der kleinste Partygast Ceconomy AG darf gerade mal auf dem Barhocker sitzen. Er ist mit 0,68 % gewichtet, so dass selbst ein rasanter Kursanstieg von 25 Prozent nur 0,17 Prozent zur Gesamtperformance des MDAX beitragen würde. Bei Airbus hingegen wären es 2,63 Prozent. Wenn Airbus also gute Laune hat und (auf den Tisch) steigt, profitiert davon der ganze Club überproportional. Sollte Airbus, oder ein anderer hoch gewichteter Titel hingegen schwächeln, zieht es den ganzen MDAX mit runter.

Tech-Werte dürften auf MDAX-Party für (Stimmungs-) Schwankungen sorgen

Um letzteres vorzubeugen, nicht zuletzt im Hinblick auf die tendenziell schwankungsanfälligeren Tech-Werte, die im September hinzukommen, gibt es eine clevere Lösung. Diese besteht in Form einer risikooptimierten Version des MDAX mit dem Ziel, (Stimmungs-) Rücksetzer abzuschwächen und die Gesamtperformance zu verbessern. Diese risikooptimierte MDAX-Version ist das so genannte Minimum Varianz-Portfolio.

Hier zählt neben der historischen Performance der Indexwerte, die sich ja im Börsenwert des Streubesitzes manifestiert, ein zweites, mindestens ebenbürtiges Aufnahmekriterium, was bei der Eingangskontrolle des MDAX vollkommen vernachlässigt wird. Nämlich das Risiko, ausgedrückt in der historischen Schwankungsbreite (Volatilität) eines Aspiranten.

Minimum Varianz-Portfolio: Der VIP-Bereich des MDAX

Das Minimum Varianz-Portfolio ist sozusagen der VIP-Bereich des MDAX! In den VIP-Bereich haben nur diejenigen MDAX-Mitglieder Zutritt, die sich in der Vergangenheit als robuste, wenig schwankungsanfällige und in ihrer Gemeinschaft hoch effiziente Party-Truppe bewiesen haben.

Fazit: Durch die für September 2018 geplante Aufnahme von Tech-Werten in den MDAX, dürfte die (Schwankungs-) Dynamik im deutschen Mittelstandsindex zunehmen, und solange Tech-Werte ihre Aufwärtsdynamik fortsetzen mit durchaus attraktiven, zusätzlichen Wertsteigerungspotenzialen für Index-Investoren. Für langfristig orientierte Investoren, die zwischenzeitliche Marktrisiken abfedern wollen, bietet sich mit der Minimum-Varianz-Variante des MDAX die Chance auf risikoadjustierte und auch absolute Outperformance des MDAX.

Der Autor dieser Kolumne, Michael Schnoor, ist Chief Investment Officer der VILICO Investment Service GmbH, die unter anderem den sysShares Mid Cap Germany MinVar TR Index aufgelegt hat. Dieser Index bildet die Wert­entwicklung eines aus den 50 Titeln des MDAX® zusammen­gesetzten Minimum Varianz-Portfolios ab und ist über ein Open-End-Index­zertifikat der UniCredit (ISIN: DE000HY41P23) investierbar.

Über Michael Schnoor

Michael Schnoor - CIO von sysShares Michael Schnoor zählt seit 1998 zu den deutschen Pionieren im Bereich quantitativ-risiko­optimierter Minimum Varianz-Strategien. Er war zuvor u. a. Risiko­manager bei der Iduna Nova Versicherung und ver­antwortete Spezial­fondsmandate mit diesem wissen­schaftlich fundierten, robusten und quantita­tiven Investment­ansatz.

Die sysShares®-Strategie zielt darauf ab, das Risiko der Basis­indizes zu reduzieren und dabei die Kurs­chancen zu erhalten. Derzeit sind drei sysShares®-Strategien investier­bar, die aus den Titeln der Basis­indizes MDAX, Euro Stoxx 50 und Nikkei 225 zusammen­gesetzt werden.

Hinweise:
Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.
finanzen.net erhält von der Emittentin der Zertifikate auf die sysShares®-Indizes für die Bereit­stellung von Informations­material eine Zuwendung in Höhe von jeweils einem Drittel des Verwaltungs­entgelts für das jeweilige Produkt in % p.a.

Nur sehr wenigen Aktienfonds gelingt es, über einen Zyklus von Aufwärts- und Korrektur­phasen der Aktienmärkte, einen Mehrertrag gegenüber ihrem jeweiligen Vergleichs­index zu erzielen. Der Finanzmathematiker Michael Schnoor ist Spezialist für die Strukturierung risiko­optimierter Aktienindizes bei der Hamburger Investment­boutique VILICO Investment Service GmbH, die die sysShares® Minimum Varianz-Strategie entwickelt hat. Die sysShares®-Strategie zielt darauf ab, langfristig eine bessere Wertentwicklung als der Referenzindex zu erzielen. Das Konzept ist es dabei, jene Unternehmen auszuwählen, die ein Portfolio mit dem minimalem Rückschlags­potential bilden. Marktkorrekturen sollen so systematisch und möglichst stark abgebremst werden. Die sysShares®-Indizes und -Zertifikate finden Sie hier. br>
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