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11.05.2022 11:17

Thyssen fordert Klarheit über Hilfen für grünen Umbau

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- von Tom Käckenhoff und Christoph Steitz

Düsseldorf (Reuters) - Der größte deutsche Stahlkonzern Thyssenkrupp hat die Bundesregierung und die EU-Kommission aufgefordert, das Tempo bei den Hilfen für einen Umbau zu einer klimafreundlichen Produktion zu erhöhen.

"Wir haben keine Klarheit über die Förderung", kritisierte Finanzchef Klaus Keysberg am Mittwoch bei der Vorlage der Quartalszahlen. Der Konzern wolle 2024/25 eine Direktreduktionsanlage in Betrieb nehmen, mit der der Werkstoff klmafreundlicher produziert werden kann. Die Kosten beziffert das Unternehmen auf rund eine Milliarde Euro, wovon etwa die Hälfte durch Fördergelder getragen werden könnte.

Der Stahlsparte war es zu einem großen Teil zu verdanken, dass Thyssenkrupp seinen operativen Gewinn (bereinigtes Ebit) von Januar bis Ende März auf 802 Millionen Euro von zuvor 220 Millionen verbessern konnte. Thyssenkrupp Steel Europe fuhr dank der stark gestiegenen Werkstoffpreise ein operatives Ergebnis auf 479 Millionen Euro nach zuvor 47 Millionen Euro ein. Das Quartalsergebnis des Konzerns liege deutlich über den Markterwartungen, sagte ein Händler. Der Aktienkurs legte zeitweise um neun Prozent zu.

Thyssenkrupp hob für den Gesamtkonzern die Prognose an und erwartet nun im Geschäftsjahr ein bereinigtes Ebit von mindestens zwei Milliarden Euro statt bislang 1,5 bis 1,8 Milliarden Euro. Im vorherigen Geschäftsjahr hatte Thyssenkrupp ein Ergebnis von 796 Millionen Euro erzielt.

POSITIVER CASHFLOW VOR M&A BLEIBT VORRANGIGES ZIEL

Der vom Markt viel beachtete Free Cashflow vor M&A lag im zweiten Quartal bei minus 772 Millionen Euro nach zuvor minus 750 Millionen Euro. Die stark gestiegenen Rohstoff- und Materialpreise sowie verzögerte Kundenabrufe hätten zu einem temporären, stark preisgetriebenen Aufbau des Umlaufvermögens geführt. Thyssenkrupp hatte im März die Cashflow-Prognose ausgesetzt und rechnet nun nach einem Fehlbetrag von 1,3 Milliarden Euro mit einen negativen Wert im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Ursprünglich hatte der Konzern einen ausgeglichenen Wert erwartet.

Thyssenkrupp wollte sich angesichts der angespannten geopolitischen Lage nicht festlegen, wann der Konzern wieder eine Dividende zahlt. "Auch wenn die Herausforderungen im Umfeld zunehmen, die Rückkehr zu einem positiven Free Cashflow vor M & A und die Wiederherstellung der Dividendenfähigkeit von Thyssenkrupp bleiben vorrangige Ziele", erklärten Konzernchefin Martina Merz und Keysberg im Quartalsbericht. "Der russische Angriffskrieg in der Ukraine erschwert Aussagen, wann genau wir diese Ziele erreichen werden. Aber: Wir lassen nicht locker."

Den geplanten Teil-Börsengang der Wasserstofftochter Nucera treibt Thyssenkrupp weiter voran. Eine Entscheidung könne noch im ersten Halbjahr getroffen werden, sagte Keysberg. "Wir sind in den Vorbereitungen, die in diese Richtung gehen. Wir beobachten ganz genau das Marktumfeld und wir werden einen Zeitpunkt haben, wo wir sagen, ob wir das machen oder nicht."

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