Thyssenkrupp Steel will betriebsbedingte Kündigungen ausschließen

24.06.24 17:25 Uhr

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FRANKFURT (Dow Jones)--Im Streit um das Stahlgeschäft von Thyssenkrupp und den geplanten Einstieg des tschechischen Investors Daniel Kretinsky ist eine Grundsatzvereinbarung erzielt worden. Ein wesentliches Element der Verständigung zwischen der Thyssenkrupp AG, der Kretinsky-Holding EPCC, thyssenkrupp Steel und dessen Aufsichtsrat bestehe darin, "dass betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen werden sollen", teilte Thyssenkrupp Steel mit. Die Grundsatzvereinbarung gebe der strukturellen Neuaufstellung des Stahlgeschäfts einen "stabilen und verlässlichen Rahmen".

Es sei außerdem geplant, dass eine Kommission, an der die Arbeitnehmer und die IG Metall beteiligt werden, dauerhaft in den Prozess der strukturellen Neuaufstellung eingebunden sein wird. Derzeit werde ein Business Plan erarbeitet, der im Sommer der Mitbestimmung und den zuständigen Gremien vorgestellt werde, so das Unternehmen weiter. Die Umsetzung des Plans dürfte mehrere Jahre dauern.

Thyssenkrupp hatte Ende April mitgeteilt, Kretinsky beim Stahlgeschäft ins Boot zu holen. Thyssenkrupp Steel Europe soll künftig als Gemeinschaftsunternehmen geführt werden, bei dem die Partner jeweils 50 Prozent der Anteile halten. Auf die Ankündigung folgten Proteste der Arbeitnehmerseite, auch im Aufsichtsrat von Thyssenkrupp stimmten die Arbeitnehmervertreter gegen den Deal.

"Mit dem Grundsatzpapier haben sich Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite darauf verständigt, im beiderseitigen Einvernehmen Lösungen in den entscheidenden Fragestellungen zur Neuaufstellung des Stahlbereichs von Thyssenkrupp zu erzielen", sagte eine Sprecherin des Mutterkonzerns.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/mgo/thl

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