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26.03.2020 12:33

Tourismusbranche fordert Nachbesserung von Coronahilfe-Notpaket

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Von Andreas Kißler

BERLIN (Dow Jones)--Die deutsche Tourismuswirtschaft hat in einem Schreiben an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach eigenen Angaben "für die Branche notwendige Nachbesserungen am Nothilfefonds der Bundesregierung" verlangt. 29 Tourismus-Branchenverbände und Unternehmen hätten sich mit einem "energischen Appell" an die Bundeskanzlerin und die zuständigen Ressorts gewandt, teilte der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) in Berlin mit.

Die Tourismuswirtschaft begrüße zwar die bisher verabschiedeten Maßnahmen der Regierung. Um deren Ziel zu erreichen, dass wegen der Corona-Krise nach Möglichkeit keine Unternehmen und Arbeitsplätze verloren gehen sollten, müssten aber "weitere Maßnahmen schnellstmöglich getroffen werden". In dem Schreiben mahnt die Branche deshalb laut Mitteilung an, dass insbesondere der touristische Mittelstand mit zwischen 11 und 249 Mitarbeitern von keiner der Hilfsmaßnahmen ausgenommen werden dürfe. Diese "Regelungslücke" müsse dringend geschlossen werden.

Außerdem müssten Liquiditätshilfemaßnahmen, die mit Hilfe von KfW-Krediten erfolgen sollten, auf eine staatliche Haftungsfreistellung von nahezu 100 Prozent gehoben werden, denn häufig scheitere die Kreditvergabe an schlechten Branchenratings und damit an einer mangelnden Bereitschaft der Banken, anteilig Kreditrisiken zu übernehmen. Wegen Engpässen bei der Antragsbearbeitung für Kurzarbeitergeld und zur Abmilderung der Auswirkungen auf die angespannte Liquiditätslage sollten umgehend unbürokratische Abschlagzahlungen schon Ende März/Anfang April geleistet werden.

Der BTW betonte, letztlich halte es die Branche darüber hinaus für zwingend notwendig, den Barauszahlungsanspruch der Kundengelder bei gebuchten Reisen durch eine Gutscheinlösung oder eine Notfonds-Lösung zu ersetzen, um Liquidität in den durch die Krise angeschlagenen Unternehmen zu halten. Die Tourismusbranche befinde sich in der größten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg, da seit mehr als vier Wochen gebuchte Reisen rückabgewickelt würden. Dazu komme die Tatsache, "dass das Neugeschäft in allen Bereichen der Branche momentan komplett zum Erliegen gekommen ist".

Kontakt zum Autor: andreas.kissler@wsj.com

DJG/ank/uxd

(END) Dow Jones Newswires

March 26, 2020 07:34 ET (11:34 GMT)

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