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18.05.2016 07:27

Trump will Bankenregulierung zurückdrehen

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New York (Reuters) - Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump will die nach der Finanzkrise 2008 erlassenen Reformen zur Bankenregulierung fast vollständig aufzuheben.

Das kündigte Trump am Dienstag in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters an. Seinen Worten zufolge sollen dazu in etwa zwei Wochen Details vorgelegt werden. Trump äußerte sich äußerst kritisch über die sogenannten Dodd-Frank-Gesetze. Zwar könnten einige Regelungen daraus bleiben. Aber insgesamt gelte: "Dodd-Frank hat einen sehr negativen Einfluss und hat einen sehr schlechten Ruf." Die Aufsichtsbehörden erhielten dadurch so viel Macht, dass die Banken nicht richtig funktionieren könnten. "Das macht es schwer für Banker, Menschen Geld zu leihen, um Arbeitsplätze zu schaffen", erläuterte Trump.

Die Demokratin Hillary Clinton, gegen die er wahrscheinlich bei der Wahl am 8. November antreten wird, nannte Trumps Vorstoß "rücksichtslos".

In der Technologieindustrie sieht der Immobilienunternehmer die Gefahr einer Finanzblase bei jungen Unternehmen. "Ich spreche über Unternehmen, die noch nie Geld gemacht haben, die ein schlechtes Geschäftsmodell haben und mit Milliarden von Dollar bewertet werden", erläuterte er.

Trump äußerte zudem, er wolle langfristig einen Republikaner an der Spitze der US-Notenbank (Fed) sehen. Er sei "kein Feind" von Fed-Chefin Janet Yellen. "Ich bin niemand, der denkt, dass Janet Yellen schlechte Arbeit leistet."

Nach einem Wahlsieg will Trump das Pariser Klima-Abkommen neu aushandeln. Das Vertragswerk sei unfair den USA gegenüber, sagte der Milliardär. Er sei "kein großer Fan" von den Vereinbarungen, weil andere Länder sich nicht daran hielten. Das gelte insbesondere für China.

Eine Neuverhandlung des Pariser Klima-Abkommens wäre ein schwerer Rückschlag für das Projekt, das eine Begrenzung der Treibgasproduktion vorsieht. Die Regierung des scheidenden US-Präsidenten Barack Obama hatte im April zugesagt, das Abkommen noch zu ratifizieren.

Trump äußerte sich auch zu außenpolitischen Themen. Er würde sich mit Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un zu einem direkten Gespräch treffen, sagte er. Dies wäre ein Bruch mit dem bisherigen Vorgehen der USA. "Ich würde mit ihm reden, ich hätte kein Problem damit, mit ihm zu reden", führte der Geschäftsmann aus und fügte hinzu, auf China würde er massiv Druck ausüben, "denn wir haben eine riesige wirtschaftliche Macht über China".

Trump ist der einzig verbliebene Bewerber im Rennen der US-Republikaner. Die formelle Ernennung zum Präsidentschaftskandidaten soll auf einem Parteitag im Juli erfolgen.

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