finanzen.net
14.09.2018 19:13
Bewerten
(0)

Trumps Ex-Wahlkampfmanager Manafort kooperiert mit der Justiz

DRUCKEN
Donald Trumps früherer Vertrauter Paul Manafort kooperiert mit Russland-Ermittler Robert Mueller und könnte bei den Untersuchungen in der Russland-Affäre zu einer Art Kronzeugen werden. Manafort, bereits vor wenigen Wochen in einem zweiten Verfahren wegen Finanzvergehen schuldig gesprochen, bekannte sich am Freitag in Washington überraschend und entgegen früherer Ankündigungen auch bei von Vorwürfen der Konspiration gegen die USA und der Zeugenbeeinflussung für schuldig. Weitere Anklagepunkte, darunter Geldwäsche und Steuerbetrug, werden fallengelassen.

Gleichzeitig teilte die Anklage mit, Manafort wolle mit den Ermittlern kooperieren. Wie weit diese Zusammenarbeit gehen soll, war zunächst nicht bekannt. Es seien bereits Informationen geflossen, sagte Staatsanwalt Andrew Weissmann. US-Bundesgerichte sind im Allgemeinen bereit, die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit erheblichen Nachlässen beim Strafmaß zu goutieren. Jedoch muss der Erkenntnisfortschritt für die Justiz dann auch messbar sein.

Manafort gilt nach dem früheren Trump-Anwalt Michael Cohen als zweite potente Quelle aus dem unmittelbaren Trump-Umfeld für Sonderermittler Robert Mueller. Allerdings war nicht klar, in welchem Umfang sich die Bereitschaft zur Zusammenarbeit auf die Person des Präsidenten erstrecken könnte.

Das Weiße Haus veröffentlichte am Freitag umgehend eine Erklärung mit dem Hinweis, dass diese Entwicklungen nicht mit dem Wahlkampf von Donald Trump im Jahr 2016 und dessen Wahlsieg in Verbindung stünden. Sie seien - im Gegenteil - völlig separat zu sehen, teilte Trumps Sprecherin Sarah Sanders mit. Manafort war von März bis August 2016 Mitglied in Trumps Wahlkampfteam, davon drei Monate lang als dessen Leiter.

Eines der größten Fragezeichen in der gesamten Russlandaffäre steht hinter einem Treffen im Trump-Tower in New York im Juni 2016, bei dem eine russische Anwältin schmutzige Details über Trumps Wahlkampfgegnerin Hillary Clinton angeboten haben soll. Die Ermittler untersuchen inzwischen Medienberichten zufolge auffällige Geldtransaktionen zwischen Teilnehmern im zeitlichen Zusammenhang mit dem Treffen. Das Meeting war von Trump-Sohn Donald Jr. organisiert worden, auch Manafort hatte teilgenommen.

Manafort war bereits in einem weiteren Prozess im August in Arlington bei Washington schuldig gesprochen worden. Dort ging es unter anderem um Steuer- und Bankbetrug. Der 69-Jährige wartet noch auf sein Strafmaß. Manafort hatte bereits für mehrere republikanische US-Präsidenten, darunter Ronald Reagan gearbeitet. Berüchtigt wurde seine Zusammenarbeit mit umstrittenen Figuren im Ausland, vor allem in Afrika und der Ukraine.

Die vom Team des Russland-Ermittlers Robert Mueller verfasste Anklage wirft ihm unter anderem vor, ohne vorschriftsmäßige Anmeldung für den damaligen pro-russischen Präsidenten der Ukraine, Viktor Janukowitsch, gearbeitet zu haben. Die daraus resultierenden Einnahmen in Höhe von vielen Millionen Dollar habe er über mehrere Unternehmen in und außerhalb der Vereinigten Staaten gewaschen, heißt es in der Anklageschrift.

dpa-AFX

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Fünf deutsche Internet-Aktien, die Sie kennen sollten!

Das Gute liegt oft so nah. Heimische Internet-Unternehmen rollen den Markt auf. Im neuen Anlegermagazin erwartet Sie ein Special über deutsche Internet-Aktien, die Sie kennen sollten.
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX geht mit Gewinnen ins Wochenende -- RWE: Vorzeitiges Aus für Hambach würde Milliarden kosten -- Uber könnte Deliveroo schlucken -- Tesla, Adobe, Amazon, Netflix im Fokus

HeidelbergCement verkauft Werk in Ägypten an Emaar Industries. Drei Novartis-Medikamente in Europa zur Zulassung empfohlen. Britisches Pfund nach May-Ansprache unter Druck. Bayer-Aktie: Mehr als nur Glyphosat-Risiken. Micron steigert Gewinn und Umsatz kräftig. DAX-Änderung ab Montag: Commerzbank steigt ab, Wirecard auf.

Umfrage

Die Parteien in Deutschland streiten sich um einen möglichen Militäreinsatz in Syrien. Was halten Sie davon?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Saint-Gobain S.A. (Compagnie de Saint-Gobain)872087
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Scout24 AGA12DM8
TeslaA1CX3T
Apple Inc.865985
Amazon906866
Aurora Cannabis IncA12GS7
Allianz840400
Wirecard AG747206
E.ON SEENAG99
BayerBAY001
BMW AG519000
BYD Co. Ltd.A0M4W9
Volkswagen (VW) AG Vz.766403