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27.07.2018 20:22
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Twitter und Intel drücken Technologiesektor

An der Wall Street neigen die Technologiewerte am Freitag wie schon am Vortag zur Schwäche. Nachdem Facebook am Vortag für Verdruss gesorgt hat, folgen nun im Technologiesektor Twitter und Intel mit Enttäuschungen. Zu Beginn der Sitzung war das Sentiment im Technologiebereich noch von starken Amazon-Geschäftszahlen gestützt worden. Doch deren Strahlkraft lässt nach. Auch sonst finden die Anleger zum Wochenschluss keine überzeugenden Kaufargumente. Denn auf dem breiten Markt lasten tendenziell die schwachen Geschäftszahlen der Ölgiganten Chevron und Exxon. Zudem liefern die Konjunkturdaten des Tages Licht und Schatten.

Am Mittag US-Ostküstenzeit sinkt der Dow-Jones-Index um 0,2 Prozent auf 25.489 Punkte, der S&P-500 verliert 0,5 Prozent und der Nasdaq-Composite fällt um 1,0 Prozent. Auch der deutliche Anstieg des stark beachteten Bruttoinlandsprodukts kann die Anleger nicht zum Kauf von Aktien verleiten. Denn der BIP-Zuwachs im zweiten Quartal liegt leicht unter den Erwartungen, die allerdings sehr hoch waren. Ähnlich hin- und hergerissen zeigen sich Händler bei der Verbraucherstimmung. Die hat sich im Juli gemäß Zweitlesung der Universität Michigan weniger deutlich als erwartet abgeschwächt. Gleichwohl, so betonen Händler, habe sich die Stimmung eingetrübt.

"Die überzeugenden BIP-Daten - die mit einem Anstieg um 4,1 Prozent noch immer gut ausfallen, auch wenn sie etwas unter der Konsensschätzung liegen - werden der Fed signalisieren, dass sie mit ihrem Plan zur Zinserhöhung fortfahren kann. Das steht bei Investoren heute ganz oben auf der Liste", sagt Investmentstratege Chad Oviatt von Huntington Private Bank.

Amazon Top - Twitter Flop

Amazon überrascht derweil positiv. Der Onlinehändler meldete für das zweite Quartal ein Rekordergebnis, das er ausgerechnet seinem normalerweise eher schwachen Kerngeschäft, dem Einzelhandel, verdankte. Dass der Umsatz leicht unter den Erwartungen lag, stört die Anleger nicht. Amazon steigen um 2,0 Prozent auf 1.873 Dollar. Experten von JP Morgan erhöhen ihr Kursziel auf 2.200 von 1.900 Dollar.

Kritischer zeigen sich die Investoren bei Intel. Der Chiphersteller hat zwar mit Umsatz und Ergebnis die Erwartungen übertroffen und auch den Ausblick erhöht, Beobachter bemängeln aber den Umsatz mit Rechenzentren. Dieser wuchs "nur" um 27 Prozent, Analysten hatten auf mehr gehofft. Intel verlieren als Dow-Schlusslicht 6,4 Prozent.

Die Twitter-Aktie wandelt auf den Spuren von Facebook am Vortag - sie bricht um 18,7 Prozent ein. Das Vorgehen gegen falsche Accounts hat zu einem Rückgang der Nutzerzahlen im zweiten Quartal geführt, eine Entwicklung, die sich im dritten wohl fortsetzen wird. Der Pharmakonzern Merck & Co hat im zweiten Quartal den Umsatz gesteigert und bereinigt mehr verdient als im Vorjahr und auch als am Markt erwartet. Die Aktie verliert 1,0 Prozent. Marktbeobachter kritisieren die Abhängigkeit vom Krebsmedikament Keytruda.

Die Ölgiganten Exxon Mobil und Chevron haben die Erwartungen verfehlt. Die Aktien büßen 2,7 bzw 2,1 Prozent ein. Electronic Arts verbilligen sich um 5,8 Prozent. Der Anbieter von Videospielen hat zwar mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen des Markts übertroffen, doch enttäuscht der Ausblick.

Ähnlich verhält es sich bei Juniper Networks. Die Geschäftszahlen zur zweiten Periode fallen überraschend gut aus, der Ausblick auf das dritte Quartal liegt jedoch unter den Konsensschätzungen. Juniper Networks rauschen 9,9 Prozent gen Süden.

Die Restaurantkette Chipotle Mexican Grill überzeugt mit unerwartet guten Quartalszahlen. Überdies steckt sich Chipotle ehrgeizigere Jahresziele. Die Aktien rücken um 6,0 Prozent vor. Mit einem Rückgang von 0,4 Prozent reagieren die Aktien von Amgen auf den Zahlenausweis des Biotechnologie-Unternehmens. Chesapeake Energy springen um 3,6 Prozent nach oben, der Energiekonzern will seine verbliebenen Beteiligungen an Öl- und Gasfeldern in Ohio veräußern. Starbucks hat im Großen und Ganzen die Markterwartungen getroffen, die Titel der Kaffeehauskette ziehen um 2,0 Prozent an.

Euro schwächelt weiter

Am Devisenmarkt bewegt sich der Dollar zum Euro volatil seitwärts, damit verharrt der Euro auf seinem zuletzt ermäßigten Niveau. Die Gemeinschaftswährung geht bei 1,1650 Dollar um und damit knapp über den Ständen des Vorabends. Am Vortag hatte EZB-Präsident Mario Draghi nochmals betont, dass die Zinsen bis Sommer 2019 unverändert niedrig bleiben. Dagegen ist in den USA mit weiteren Zinsschritten nach oben zu rechnen.

Weitgehend festgezurrt sind die Ölpreise. Auf Wochenbasis haben sie aber kräftig zugelegt, gestützt von geopolitischen Sorgen. So hat Saudi-Arabien wegen Attacken der Huthi-Rebellen die Zufahrt ins Rote Meer gesperrt. Hinzu kommt die Verschärfung der Irankrise mit den im November beginnenden Sanktionen gegen das Land.

Allerdings haben die Saudis und andere Opec-Mitglieder im Gegenzug ihre Produktion ausgeweitet. Wäre dies nicht der Fall, würden die Preise noch deutlich höher notieren, vermutet Torbjørn Kjus, Ko-Gründer des Ölhändlers Vistin Trading. Der Preis für die US-Sorte WTI verliert 0,5 Prozent auf 69,26 Dollar, während Brent 0,1 Prozent zulegt auf 74,65 Dollar je Barrel.

Der Goldpreis legt leicht zu und notiert wieder über der Unterstützung von 1.220 Dollar. Mit den leicht enttäuschenden BIP-Zahlen hat die Feinunze ins Plus gedreht. Sie steigt um 0,3 Prozent auf 1.226 Dollar, bleibt damit aber nahe am Jahrestief. Noch im Aprilhoch kostete die Unze über 1.365 Dollar.

Anleihen stoßen mit dem etwas schwächer als erwartet ausgefallenen BIP auf Kaufinteresse. Auch die niedrige Inflation stützt den Rentenmarkt, denn sie zwingt die US-Notenbank nicht zu einem forscheren Vorgehen mit Straffung der Geldpolitik. Die Rendite der zehnjährigen Anleihen fällt um 2 Basispunkte auf 2,96 Prozent.

NEW YORK (Dow Jones)

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