04.08.2021 18:58

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

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Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

ADP: US-Privatsektor schafft weitaus weniger Stellen als erwartet

Die Zahl der Beschäftigten in der US-Privatwirtschaft hat im Juli weitaus weniger als erwartet zugenommen. Wie der Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing Inc (ADP) berichtete, entstanden nur 330.000 zusätzliche Stellen. Analysten hatten ein Plus von 653.000 vorausgesagt. Im Juni waren nach endgültigen Zahlen 680.000 Arbeitsplätze hinzugekommen, und damit 12.000 weniger als ursprünglich gemeldet.

ISM-Index Dienstleistungen im Juli deutlich höher als erwartet

Das Wachstum im Dienstleistungssektor der USA ist im Juli deutlich höher als erwartet gewesen, wobei auch die Beschäftigung deutlicher als zuvor zunahm. Der von Institute für Supply Management (ISM) erhobene Einkaufsmanagerindex stieg auf 64,1 (Juni: 60,1) Punkte, während Volkswirte einen Anstieg auf nur 60,5 Punkte prognostiziert hatten. Der Aktivitätsindex legte auf 67,0 (60,4) zu, der Index der Auftragseingänge auf 63,7 (62,1) und der Beschäftigungsindex auf 53,8 (49,3) Punkte. Der Preisindex kletterte auf 82,3 (79,5) Punkte.

Markit: US-Dienstleister wachsen im Juli schwächer

Die Geschäftsaktivität in der US-Dienstleistungsbranche ist im Juli schwächer als im Vormonat gewachsen. Der von IHS Markit für den Sektor ermittelte Einkaufsmanagerindex (PMI) sank auf 59,9 von 64,6 Punkten. Volkswirte hatten einen Stand von 59,8 vorhergesagt. Vorläufig war für Juli ein Wert von 59,8 ermittelt worden. Insgesamt hat sich auch das Wachstum der US-Wirtschaft im Juli verlangsamt. Der Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - fiel auf 59,9 von 63,7 Punkten im Vormonat. Oberhalb von 50 Punkten signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum, darunter eine Schrumpfung.

US-Rohöllagerbestände gestiegen

Die Rohöllagerbestände in den USA haben sich in der Woche zum 30. Juli ausgeweitet. Sie stiegen nach Angaben der staatlichen Energy Information Administration (EIA) um 3,637 Millionen Barrel gegenüber der Vorwoche. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten einen Rückgang um 2,7 Millionen Barrel vorhergesagt. In der Vorwoche hatten sich die Lagerbestände um 4,089 Millionen Barrel reduziert. Bei den bereits am Vortag veröffentlichten Daten des privaten American Petroleum Institute (API) war mit 0,879 Millionen Barrel eine Abnahme registriert worden.

Deutscher Neuwagenmarkt schwächelt im Juli - Studie

In Deutschland sind die Pkw-Neuzulassungen im Juli erstmals seit Februar wieder gesunken und das Vorkrisenniveau rückt damit in immer weitere Ferne. Hauptgrund für die Marktschwäche ist nach einer Studie von EY der Halbleitermangel, der nun auch das bislang boomende Elektrosegment erwischt hat: Im Juni hatten sich die Neuzulassungen von Elektroautos noch Vervierfacht, im Juli reichte es nur noch für ein Wachstum von 52 Prozent. Weiter kräftig abwärts ging es für traditionelle Verbrenner, insbesondere für den Diesel-Antrieb.

Fed/Clarida: Geldpolitische Normalisierung bis 2023 naheliegend

Eine geldpolitische Normalisierung in den USA erscheint in absehbarer Zeit aus Sicht des Vize-Chairman der Federal Reserve Richard Clarida naheliegend. Die bedeutenden fiskalischen Anreize in diesem Jahr beschleunigten die Erholung der Wirtschaft, so der Notenbanker. Die Federal Reserve sollte deswegen in der Lage sein, eine Anhebung der Zinssätze von nahe Null bis Anfang 2023 in Betracht zu ziehen. Auf Basis der aktuellen Prognosen für Inflation und Beschäftigung sei "der Beginn einer Normalisierung der Politik im Jahr 2023 (...) völlig im Einklang mit unserem neuen flexiblen durchschnittlichen Inflationsziel", so Clarida.

China schränkt wegen steigender Corona-Zahlen Auslandsreisen ein

Wegen steigender Corona-Zahlen schränkt China Auslandsreisen wieder stark ein. Wie die Einwanderungsbehörde in Peking am Mittwoch bekanntgab, werden vorübergehend keine normalen Reisepässe und "andere Ein- und Ausreisedokumente" für nicht unbedingt notwendige Auslandsreisen mehr ausgestellt. Anträge von Studierenden und Geschäftsreisenden, die dringend ins Ausland reisen müssen, werden aber weiter genehmigt, wie der Behördenvertreter Liu Haitao sagte.

Regierung: Ministerpräsidentenkonferenz tagt zu Corona und Fluthilfe

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länder werden bei der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) am kommenden Dienstag neben dem Thema Corona auch die Hochwasserhilfen erörtern. Der Termin um 12.30 finde statt, "um insbesondere über das Thema Impfungen zu sprechen, aber es werden auch die Fluthilfen noch gemeinsam besprochen", sagte Vize-Regierungssprecherin Ulrike Demmer.

Strombasierte Kraftstoffe könnten Arbeitsplätze in Deutschland schaffen

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) hat für die sogenannten Power-to-X-Technologien geworben: "Für die Entwicklung und Produktion von PtX-Technologien wird das gebündelte Knowhow von Forschern, Ingenieuren und technischen Fachkräften aus Deutschland gebraucht", erklärte Schulze am Mittwoch bei einer Fachkonferenz in ihrem Ministerium. Mit Power-to-X-Technologien werden aus erneuerbaren Energien ("Power") erst Wasserstoff und anschließend weitere Treib- und Kraftstoffe ("X") produziert.

Raketenbeschuss aus dem Libanon auf Israel

Die israelische Armee hat auf Raketenbeschuss aus dem Libanon mit Artilleriefeuer reagiert. Drei Raketen seien aus dem Libanon auf israelisches Staatsgebiet abgefeuert worden, teilte die Armee am Mittwoch mit. Eines der Geschosse sei noch vor der Grenze abgestürzt. In den nordisraelischen Orten Kirjat Schmona, Kfar Giladi und Tel Hai wurde Raketenalarm ausgelöst. Beschränkungen für die Bewohner der Region ordnete die Armee aber nicht an.

US-Rohöllagerbestände gestiegen

Die Rohöllagerbestände in den USA haben sich in der Woche zum 30. Juli ausgeweitet. Sie stiegen nach Angaben der staatlichen Energy Information Administration (EIA) um 3,637 Millionen Barrel gegenüber der Vorwoche. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten einen Rückgang um 2,7 Millionen Barrel vorhergesagt. In der Vorwoche hatten sich die Lagerbestände um 4,089 Millionen Barrel reduziert. Bei den bereits am Vortag veröffentlichten Daten des privaten American Petroleum Institute (API) war mit 0,879 Millionen Barrel eine Abnahme registriert worden.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/cbr

(END) Dow Jones Newswires

August 04, 2021 12:59 ET (16:59 GMT)

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