finanzen.net
25.03.2020 15:09

ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, -2-

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Die EU-Staats- und Regierungschefs wollen bei ihren Beratungen am Donnerstag zum Vorgehen gegen die Corona-Pandemie eine stärkere Krisenreaktionsfähigkeit Europas fordern. Es müssten "alle Lehren aus der derzeitigen Krise" gezogen werden, heißt es nach AFP-Informationen vom Mittwoch im Entwurf der Erklärung für den Gipfel. "Die Zeit ist gekommen, ein ehrgeizigeres und weitreichendes System für Krisenmanagement in der EU zu schaffen." Dazu gehöre "ein echtes europäisches Zentrum für Krisenmanagement".

Berenberg: ESM-Kreditlinie ermöglicht OMT-Käufe der EZB

Die Berenberg Bank weist darauf hin, dass die Eröffnung von Kreditlinien durch den Rettungsfonds ESM die Aussicht auf a priori unbegrenzte Anleihekäufe durch die Europäische Zentralbank (EZB) eröffnen würde. "Die EZB könnte selbst entscheiden, ob sie ihre OMT-Bazooka einsetzt", schreibt Chefvolkswirt Holger Schmieding in einem Kommentar. Bisher hat die EZB Outright Monetary Transactions (OMT), den gezielten Ankauf von Anleihen einzelner Euro-Länder mit Laufzeiten von bis zu drei Jahren, noch nie eingesetzt.

EZB teilt bei täglichem Dollar-Tender 17,267 Milliarden zu

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat bei ihrem täglichen Dollar-Tender mit einer Laufzeit von sieben Tagen 17,267 Milliarden US-Dollar an 19 Banken zugeteilt. Am Vortag hatten 7 Banken eine Summe von 4,115 Milliarden nachgefragt und erhalten. Der Tender hat einen Festzinssatz von 0,36 (zuvor: 0,38) Prozent.

EZB teilt bei 84-tägigem Dollar-Tender 27,810 Milliarden zu

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat bei ihrem wöchentlichen Dollar-Tender mit einer Laufzeit von 84 Tagen 27,810 Milliarden US-Dollar an 33 Banken zugeteilt. In der Vorwoche hatten 44 Banken eine Summe von 75,820 Milliarden nachgefragt und erhalten. Der Tender hat einen Festzinssatz von 0,35 (zuvor: 0,38) Prozent.

EZB teilt bei 91-tägigem Repo-Geschäft 0,624 Milliarden Euro zu

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat bei ihrem Refinanzierungsgeschäft mit einer Laufzeit von 91 Tagen 0,624 Milliarden Euro zugeteilt. Damit wurden die Gebote von acht Instituten voll bedient, wie die EZB mitteilte. Die Banken des Euroraums besorgten sich damit 1,658 Milliarden Euro weniger an Liquidität. Mit diesem neuen Tender wird ein im Dezember begebenes Refinanzierungsgeschäft abgelöst, das ein Volumen von 2,282 Milliarden Euro hatte.

RKI kann Wirksamkeit der Maßnahmen gegen Corona noch nicht einschätzen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) kann noch keine Einschätzung geben, ob die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus wirken. "Wir müssen weiter abwarten, um zu sehen, ob die Maßnahmen greifen", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler in Berlin. Im Moment sei es noch zu früh, um dies einzuschätzen.

Corona-Dunkelziffer soll mit repräsentativen Studien ermittelt werden

Das Robert-Koch-Institut (RKI) will die Dunkelziffer bei den Coronavirus-Infektionen mit Hilfe repräsentativer Studien ermitteln. Repräsentative Stichproben seien in Planung, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler in Berlin. Dazu seien Tests notwendig, die auch einen Antikörpernachweis lieferten. Derzeit lägen solche Tests aber nicht vor.

Commerzbank: Wirtschaftlicher Corona-Schaden könnte Umgang mit Virus ändern

Die Commerzbank sieht das Risiko, dass ein sehr hoher volkswirtschaftlicher Schaden durch das Coronavirus zu einem anderen gesellschaftlichen Umgang mit dem Virus führen könnte. Sollte Europas Wirtschaft anders als erhofft nicht spätestens nach dem Ende des zweiten Quartals wieder hochgefahren werden können, könnte das zu Diskussion darüber führen, ob man sich bei der Bekämpfung der Epidemie nicht auf den Schutz alter und chronisch kranker Menschen konzentrieren sollte, meint Chefvolkswirt Jörg Krämer.

Spanien verzeichnet mehr Corona-Todesopfer als China

Die Zahl der Corona-Todesopfer in Spanien hat die Opferzahlen Chinas überholt. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Madrid starben bislang 3.434 Menschen in Spanien an der durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Binnen eines Tages seien weitere 738 Todesopfer hinzugekommen. Trotz der vor elf Tagen verhängten strikten Ausgangssperre stieg die Zahl der Infizierten auf 47.610 an.

Prinz Charles positiv auf Coronavirus getestet

Der britische Thronfolger Prinz Charles hat sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Der älteste Sohn von Königin Elizabeth II. sei positiv auf den Erreger getestet worden, teilte seine Londoner Residenz Clarence House mit. Der 71-Jährige leidet demnach an leichten Symptomen der durch den Erreger ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19, ist aber ansonsten "wohlauf".

Seoul: Trump bittet Südkorea um Test-Kits für Coronavirus

US-Präsident Donald Trump hat Südkorea nach Angaben Seouls um die Lieferung von Test-Kits für das neuartige Coronavirus gebeten. Trump habe ihn in einem Telefongespräch um "die dringende Bereitstellung von Quarantäne-Produkten wie Test-Kits gebeten", erklärte der südkoreanische Präsident Moon Jae In. Moon sagte den USA größtmögliche Unterstützung zu, falls die Ausrüstung in Südkorea ausreiche. Ob das Material gespendet oder verkauft werden soll, war zunächst unklar.

Corona-Pandemie erreicht Bürgerkriegsland Libyen

Die Coronavirus-Pandemie ist nun auch im Bürgerkriegsland Libyen angekommen. Es sei "eine erste Ansteckung mit dem Coronavirus in Libyen" zu verzeichnen, teilte der Gesundheitsminister der von der UNO anerkannten Einheitsregierung in Tripolis, Ehmed Ben Omar, in einer kurzen Online-Erklärung mit. Die "notwendigen Maßnahmen" zur Behandlung des Patienten seien eingeleitet worden.

Coronavirus breitet sich in Südafrika weiter aus

In Südafrika ist die Zahl der Corona-Infektionen am Mittwoch auf 709 gestiegen. Am Vortag seien es noch 554 Infektionen gewesen, sagte Gesundheitsminister Zweli Mkhize dem Fernsehsender SABC. Bislang gibt es demnach keine Todesopfer, zwei Menschen würden aber auf der Intensivstation behandelt.

Abriegelung von Provinz Hubei weitgehend aufgehoben

In China ist die wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus verhängte Abriegelung der Provinz Hubei am Mittwoch weitgehend aufgehoben worden. Seit Mitternacht (Ortszeit) dürfen die meisten Bewohner von Hubei wieder aus der Provinz ausreisen. Voraussetzung ist, dass sie gesund sind. Die chinesischen Behörden meldeten keine neuen Coronavirus-Patienten, die sich innerhalb Chinas angesteckt haben.

+++ Konjunkturdaten +++

Schweden Feb Erzeugerpreise -0,6% gg Vormonat

Schweden Feb Erzeugerpreise -1,2% gg Vorjahr

US/MBA Market Index Woche per 20. März -29,4% auf 758,4 (Vorwoche: 1.073,6)

US/MBA Purchase Index Woche per 20. März -14,6% auf 237,4 (Vorwoche: 278,1)

US/MBA Refinance Index Woche per 20. März -33,8% auf 3.809,3 (Vorwoche: 5.751,0)

DJG/DJN/AFP/apo

(END) Dow Jones Newswires

March 25, 2020 08:30 ET (12:30 GMT)

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DIC Asset senkt wegen Corona-Krise Gewinnprognose. Nordex profitiert von hoher Nachfrage in Europa. Bundesregierung in Gesprächen mit Lufthansa über Staatsbeteiligung. RTL zieht Ausblick und Dividendenvorschlag zurück. H&M: Q1-Zahlen besser als erwartet. Ryanair hält Gewinn noch im Prognoserahmen.

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