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22.07.2019 13:33
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ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Bundesbank: Deutsches BIP sinkt im 2. Quartal

Die deutsche Wirtschaft ist nach Einschätzung der Bundesbank im zweiten Quartal 2019 nicht gewachsen. Sie begründet diese Prognose in ihrem aktuellen Monatsbericht mit dem Wegfall von Sondereffekten, die das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den Wintermonaten noch gestützt hätten. Für Exporte und Industrie sieht die Bundesbank weiterhin keine Besserungszeichen. "Die deutsche Wirtschaftsleistung dürfte sich im zweiten Vierteljahr 2019 leicht verringert haben", heißt in es in dem Bericht wörtlich.

Commerzbank: EZB senkt Einlagensatz um 20 Basispunkte

Die Commerzbank erwartet, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik am Donnerstag deutlich lockern wird. "Wir gehen davon aus, dass die EZB am kommenden Donnerstag die Märkte mit einer Zinssenkung um 20 Basispunkte überraschen wird", schreibt Volkswirt Ralph Solveen in seinem Ausblick auf die Ratssitzung. Solveen erwartet zudem, dass die EZB ein Staffelzinssystem einführen wird, um die Nebenwirkungen der wohl noch lange andauernden Negativzinsen zu mildern. Von der Ausgestaltung dieses Systems wird laut Solveen auch abhängen, wie viel Spielraum die EZB noch für weitere Zinssenkungen haben wird.

Nordea: Umfangreiche EZB-Lockerung im September

Nordea hofft darauf, dass EZB-Präsident Mario Draghi nach der EZB-Ratssitzung an diesem Donnerstag Hinweise auf die Art und das Ausmaß der geplanten geldpolitischen Maßnahmen geben wird. Volkswirtin Tuuli Koivu schreibt in ihrem Ausblick: "Die jüngsten Reden von EZB-Offiziellen stützen unsere Auffassung, dass es im September ein neues Stimuluspaket aus Einlagensatzsenkung, Nettoanleihekäufen und Forward Guidance geben wird." Der Übergang der EZB-Präsidentschaft von Draghi auf die frühere IWF-Chefin Christine Lagarde werde keine Änderung der geldpolitischen Haltung der EZB mit sich bringen.

Unicredit: EZB signalisiert Zinssenkung im September

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) wird nach seiner Sitzung an diesem Donnerstag nach Einschätzung von Unicredit eine Zinssenkung im September signalisieren. Volkswirt Marco Valli schreibt in seinem Ausblick: "Der nächste Kommunikationsschritt ist eine Änderung der Richtung der Forward Guidance in der Weise, dass die Zinsen für längere Zeit auf dem aktuellen Niveau bleiben bzw sogar gesenkt werden dürften." Valli erwartet, dass die Senkung des Einlagenzinses um 10 Basispunkte von Maßnahmen begleitet werden dürfte, die die nachteiligen Nebenwirkungen des noch negativeren Zinses für die Banken mildern sollten. Den Nettokauf von Anleihen dürfte die EZB laut Valli um die Jahreswende herum wieder aufnehmen.

ING: EZB ändert zumindest Zins-Guidance

ING erwartet, dass die Europäische Zentralbank (EZB) in dieser Woche eine Zinssenkung im September signalisieren wird. Angesichts der zuletzt sehr dovishen Äußerungen von EZB-Präsident Mario Draghi und fehlender Anzeichen für eine Besserung des Ausblicks dürfte es der EZB schwer fallen, am Donnerstag ausreichend dovish zu sein, ohne irgendetwas Konkretes zu liefern, schreibt die Bank in ihrem Ausblick auf die Ratssitzung. ING sieht angesichts der für Juli zu erwartenden Fed-Zinssenkung sogar ein gewisses Risiko, dass die EZB ihrerseits auch bereits im Juli handeln wird. "Das wird eine sehr knappe Sache, die sich erst in der Sitzung selbst entscheidet", prognostiziert ING.

Safra Sarasin: EZB-Anleihekäufe von 45 Mrd Euro möglich

Die Zentralbanken des Eurosystems könnten ihre Anleihebestände im Rahmen des Ankaufprogramms APP nach Aussage von Safra Sarasin erhöhen, ohne dabei die selbst auferlegten Regeln zu verletzen. Volkswirt Raphael Olszyna-Marzys schreibt in einem Ausblick auf die Ratssitzung in dieser Woche: "Würde die EZB ihre Bestände an öffentlichen Anleihen ab Januar monatlich um 30 Milliarden Euro erhöhen, könnte sie dieses Tempo mindestens bis Jahresende durchhalten, ohne dabei mehr als 33 Prozent der Papiere eines einzelnen Emittenten zu erwerben. Bei einem unveränderten Verhältnis von Staats- und Unternehmensanleihekäufen könnten sich die gesamten Nettokäufe auf bis zu 45 Milliarden Euro belaufen."

Rabobank erwartet vier EZB-Zinssenkungen

Die Rabobank erwartet, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Einlagensatz (derzeit minus 0,40 Prozent) insgesamt vier Mal senken wird. In ihrem Ausblick auf die EZB-Ratssitzung an diesem Donnerstag prognostiziert die Bank, dass die EZB in ihrer Forward Guidance zunächst die Bereitschaft zur Senkung der Zinsen signalisieren wird. Für September erwartet sie dann eine Senkung des Einlagenzinses um 10 Basispunkte, gefolgt von drei weiteren Schritten dieser Größe in den nächsten zwölf Monaten. Änderungen am Ankaufprogramm APP oder die diesbezügliche Forward Guidance prognostiziert die Rabobank nicht.

Angebliche CIA-Spione im Iran zum Tode und zu langen Haftstrafen verurteilt

Im Iran sind mehrere angebliche Spione des US-Geheimdienstes CIA zum Tode verurteilt worden. Seit der "erfolgreichen" Zerschlagung eines CIA-Spionagenetzwerks im Juni seien 17 Verdächtige festgenommen worden, sagte der Leiter der Spionageabwehr des iranischen Geheimdienstministeriums am Montag vor Journalisten in Teheran. Einige von ihnen seien inzwischen zum Tode und andere zu langen Gefängnisstrafen verurteilt worden.

Japans Regierungskoalition gewinnt Mehrheit bei Oberhauswahl

Die Regierungskoalition von Japans Ministerpräsident Shinzo Abe hat die Oberhauswahl gewonnen, die für Verfassungsänderungen nötige Zwei-Drittel-Mehrheit aber verpasst. Abes Liberaldemokratische Partei (LDP) und ihr Koalitionspartner Komeito erreichten dem offiziellen Wahlergebnis vom Montag zufolge 71 der 124 bei der Teilwahl neu vergebenen Sitze. Die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit für die von Abe angestrebte Verfassungsreform verfehlte die Regierungskoalition jedoch.

US-Präsident Trump setzt Attacken gegen Demokratinnen fort

US-Präsident Donald Trump hat seine Attacken gegen vier Politikerinnen der oppositionellen Demokraten fortgesetzt und von den Frauen eine Entschuldigung gefordert. "Ich glaube nicht, dass diese vier Kongressabgeordneten in der Lage sind, unser Land zu lieben", schrieb Trump am Sonntag (Ortszeit) im Onlinedienst Twitter. "Sie sollten sich bei Amerika (und Israel) für die schrecklichen (hasserfüllten) Dinge entschuldigen, die sie gesagt haben."

Platzeck fordert nach Ukraine-Wahl Signal von Russland

Der Vorsitzende des Deutsch-Russischen Forums, Matthias Platzeck, hat angesichts des Sieges von Präsident Wladimir Selenski bei der vorgezogenen Parlamentswahl in der Ukraine zu einem Entgegenkommen Moskaus und einem Abbau der gegenseitigen Spannungen aufgerufen. Russland solle nun die 24 ukrainischen Matrosen, die in der Meerenge von Kertsch festgesetzt worden waren, freilassen. Dies "wäre ein gutes Signal für die Präsidentschaft Selenskis", sagte Platzeck im ZDF-Morgenmagazin. Es sei wichtig, dass "die russische Seite mal über ihren Schatten springt" und die Chance für einen Neustart der Beziehungen mit der Ukraine nutze, so der frühere SPD-Chef.

Aktivisten: 19 Tote bei russischem Luftangriff auf Markt in Nordsyrien

Bei einem Angriff der russischen Luftwaffe im umkämpften Nordwesten Syriens sind laut Aktivisten am Montag auf einem Markt mindesten 19 Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien mindestens 16 Zivilisten, drei Tote seien noch nicht identifiziert, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Bei dem Luftangriff auf einen Gemüsegroßmarkt in der Stadt Maaret al-Numan seien zudem 45 Menschen verletzt worden.

Rakete zu Indiens erster Mondlandemission gestartet

Im zweiten Anlauf hat Indiens erste Mondlandemission begonnen: Die Rakete mit dem Orbiter Chandrayaan-2 startete am Montag planmäßig um 14.43 Uhr (Ortszeit, 11.13 Uhr MESZ) vom Weltraumbahnhof Satish Dhawan im südindischen Bundesstaat Andhra Pradesh, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP vor Ort berichteten. Vor eine Woche war der Start knapp eine Stunde vorher wegen eines technischen Problems abgesagt worden.

Chef der Internationalen Atomenergiebehörde ist gestorben

Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Yukiya Amano, ist tot. Das teilte die IAEA am Montag mit. Details zur Todesursache des 72-jährigen Japaners nannte die Behörde nicht. Amano stand seit 2009 an der Spitze der IAEA, die unter anderem die Einhaltung des internationalen Atomabkommens mit dem Iran überwacht.

Parteizentrale der Linken nach Bombendrohung geräumt

Die Parteizentrale der Linken ist am Montag wegen einer Bombendrohung geräumt worden. Anlass war der Eingang einer E-Mail, die einen rechtsextremen Hintergrund nahelegt, wie eine Sprecherin der Nachrichtenagentur AFP sagte. In dem Schreiben sei für Montag ein Anschlag angekündigt worden. Rund 40 Mitarbeiter des Karl-Liebknecht-Hauses im Bezirk Mitte mussten die Bundeszentrale der Partei verlassen, eine für Montag angesetzte Pressekonferenz wurde abgesagt. Das Gebäude wurde auf mögliche Bomben untersucht.

Deutscher Botschafter kehrt nach Venezuela zurück

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

July 22, 2019 07:34 ET (11:34 GMT)

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