finanzen.net
04.12.2019 13:29
Bewerten
(0)

ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Eurozone-Wirtschaft schafft nur Mini-Wachstum im November

Die Wirtschaft der Eurozone hat auch im November nur ein minimales Wachstum verzeichnet. Der Sammelindex für die Produktion der Privatwirtschaft der Eurozone, der Industrie und Dienstleistungen umfasst, verharrte bei 50,6 Punkten, wie das IHS Markit Institut bei einer zweiten Veröffentlichung berichtete. Damit lag das Konjunkturbarometer knapp oberhalb der Wachstumsschwelle von 50 Zählern.

Deutsche Dienstleister wachsen im November nur verhalten

Die gewerblichen Dienstleister in Deutschland haben im November nur ein verhaltenes Wachstum an den Tag gelegt. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Servicebereich stieg auf 51,7 Punkte von 51,6 im Vormonat, wie das IHS Markit Institut in einer zweiten Veröffentlichung berichtete. Im Rahmen des ersten Ausweises war indes ein Rückgang auf 51,3 Punkte berichtet worden. Volkswirte hatten eine Bestätigung des ersten Ausweises erwartet.

VDMA: Auftragslage der Maschinenbauer abermals eingetrübt

Die Auftragslage der Maschinenbauer in Deutschland hat sich erneut verschlechtert. Im Oktober lag der Auftragseingang wieder zweistellig um real 11 Prozent unter dem Vorjahrswert, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) berichtete. Im September hatte es mit einem Minus von 4 Prozent eine leichte Entspannung gegeben. "Die jüngsten Hoffnungszeichen auf ein Ende der konjunkturellen Talfahrt in der deutschen Industrie machen sich noch nicht in den Auftragsbüchern der Maschinenbauer bemerkbar", sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers.

ING: EZB ändert ihre Strategie nach eingehender Prüfung kaum

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird ihre geldpolitische Strategie nach Einschätzung der ING eingehend prüfen, am Ende aber wenig ändern. "Es ist sehr wahrscheinlich, dass EZB-Präsidentin Christine Lagarde bei der nächsten EZB-Ratssitzung den Beginn der Strategieprüfung ankündigen wird", schreibt ING-Diba-Chefvolkswirt Carsten Brzeski in einem Kommentar zu den Anhörungen von Lagarde und der deutschen EZB-Direktoriumskandidatin Isabel Schnabel im Europaparlament.

Commerzbank sieht dauerhaft niedrige US-Zinsen

Die Commerzbank erwartet, dass die laufende Prüfung der geldpolitischen Strategie der US-Notenbank zu andauernd niedrigen Zinsen beitragen wird. "Die Debatte wird keine grundlegende Änderung der Strategie bringen, wohl aber eine Betonung der Symmetrie des Inflationsziels und eine Schärfung der Instrumente", sagt Analyst Bernd Weidensteiner.

Maas kündigt Anti-Huawei-Gesetz an

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) will mit einem neuen Gesetz ein politisches Mitspracherecht bei der Beteiligung von Huawei am Ausbau des neuen Internetstandards 5G sichern. "Es wird bereits an einem neuen Katalog mit technischen Sicherheitsanforderungen gearbeitet. Ich bin aber der Meinung, dass es zwingend notwendig auch eine politische Vertrauensprüfung geben muss", sagt Maas der Wochenzeitung Die Zeit. Dazu sei eine Gesetzesänderung notwendig, ein entsprechender Entwurf solle "in den kommenden Wochen" auf den Weg gebracht werden.

Juso-Chef warnt vor vorschnellem Ende der großen Koalition

Der Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert hat die SPD vor den Folgen eines vorschnellen Ausstiegs aus der großen Koalition gewarnt. "Wer eine Koalition verlässt, gibt einen Teil der Kontrolle aus der Hand, das ist doch eine ganz nüchterne Feststellung", sagte er der Rheinischen Post. Das sollten die SPD-Delegierten bei ihrem Beschluss am Wochenende auf dem Parteitag in Berlin berücksichtigen.

SPD-Linke pochen auf Parteitagsvotum über Fortsetzung der GroKo

Vertreter des linken Flügels der SPD pochen auf einer Entscheidung auf dem bevorstehenden Bundesparteitag über den Fortbestand der großen Koalition. Der SPD-Abgeordnete Karl Lauterbach mahnte das neue Führungsduo der Partei, Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans, in der Stuttgarter Zeitung und den Stuttgarter Nachrichten, nicht hinter vorherigen Ankündigungen zurückzubleiben.

Deutschland weist russische Diplomaten aus

Deutschland hat zwei Mitarbeiter der russischen Botschaft ausgewiesen und die russischen Behörden zur Hilfe bei der Aufklärung des Mordes an einem georgischen Staatsbürger im Berliner Tiergarten aufgefordert. Eine Sprecherin sagte, das Auswärtige Amt habe die beiden Mitarbeiter zu "personae non gratae" erklärt.

Deutschland 2018 unter drei am stärksten von Extremwetter betroffenen Ländern

Deutschland ist einem neuen Klima-Bericht zufolge im vergangenen Jahr erstmals unter den drei am stärksten von Wetterextremen betroffenen Ländern der Welt gewesen. Durch die Hitzewelle im Jahr 2018 mit extremer Dürre kamen im Jahr 2018 mehr als 1.200 Menschen in Deutschland ums Leben, wie aus dem in Madrid vorgestellten Klima-Risiko-Index der Organisation Germanwatch hervorgeht. Nach Angaben der Organisation waren nur Japan und die Philippinen im vergangenen Jahr noch stärker von extremen Wetterlagen betroffen.

Union legt 7-Punkte-Plan für Wasserstoff-Strategie vor

Verkehrspolitiker der Unionsfraktion im Bundestag wollen Wasserstoff aus erneuerbaren Energien mit Förderprogrammen und Steuererleichterungen zum Markthochlauf verhelfen. "Wasserstoff ist das Öl der Zukunft und ein universeller Energieträger", heißt es in dem 7-Punkte-Plan, den die Arbeitsgruppe Verkehr und digitale Infrastruktur beschlossen hat und der der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires vorliegt.

Destatis: Städte-Boom steht Baustau gegenüber

Die wachsende Bevölkerung vor allem in den Großstädten hat seit 2008 den Druck auf den deutschen Wohnungsmarkt erhöht. Besonders die deutschen Großstädte Leipzig, Frankfurt und Berlin haben einen überproportional hohen Zuzug vor allem von jungen Menschen erlebt und damit den Bedarf an neuen Wohnungen befördert. Das ergab eine Untersuchung des Statischen Bundesamts (Destatis). Gleichzeitig kann die Bauindustrie mit dem Bau neuer Wohnungen nicht mithalten.

EU-Bericht: Europa wird Umweltziele für 2020 verfehlen

Die EU wird ihre Ziele in der Umwelt- und Klimapolitik voraussichtlich verfehlen. Das geht aus einem Bericht der in Kopenhagen ansässigen Europäischen Umweltagentur (EEA) hervor. Der Energieverbrauch stieg demnach zuletzt wieder, die Treibhausgasemissionen im Landwirtschafts- und Transportsektor gehen nicht zurück und der Verlust der Biodiversität setzt sich fort. Ein Erreichen der längerfristigen Ziele für 2030 und 2050 sei aber noch möglich.

Macron verteidigt bei Nato-Gipfel Kritik an fehlender Abstimmung im Bündnis

Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron hat zum Auftakt des zweiten Tages des Nato-Gipfels seine Kritik an einer fehlenden Abstimmung der Bündnispartner verteidigt. Es sei für ihn wichtig gewesen, auf "Unklarheiten" hinzuweisen, "die schädlich sein könnten", sagte Macron am Mittwoch in Watford bei London. Es sei nötig, "eine echte strategische Debatte zu führen". Er sei froh, dass diese nun begonnen habe.

China droht USA wegen Uiguren-Sanktionen mit Vergeltung

Wegen der Unterdrückung der muslimischen Minderheit der Uiguren in China droht eine neue Spirale von Sanktionen und Gegensanktionen zwischen Peking und Washington. Das US-Repräsentantenhaus beschloss mit großer Mehrheit einen Gesetzentwurf, in dem Sanktionen gegen ranghohe chinesische Regierungsvertreter wegen des Umgangs mit den Uiguren gefordert werden. Peking reagierte erzürnt und drohte, Washington werde einen "Preis zahlen müssen", ohne allerdings konkrete Maßnahmen zu benennen.

Ruhani: Iran zu Atomgesprächen bei Aufhebung von US-Sanktionen bereit

Der Iran ist nach den Worten von Staatschef Hassan Ruhani weiter zu Atomgesprächen im Falle einer Aufhebung der US-Sanktionen bereit. "Wenn sie bereit sind, die Sanktionen beiseite zu lassen, sind wir bereit zu reden und zu verhandeln, sogar auf der Ebene der Führer der 5+1-Länder", sagte Ruhani in Teheran in einer im Staatsfernsehen übertragenen Rede.

+++ Konjunkturdaten +++

Frankreich/Einkaufsmanagerindex Service Nov 52,2 (2. Veröff.)

Frankreich/Einkaufsmanagerindex Service Nov PROGNOSE: 52,9

Frankreich/Einkaufsmanagerindex Service Okt war 52,9

Italien/Einkaufsmanagerindex Service Nov 50,4

Italien/Einkaufsmanagerindex Service Nov PROGNOSE: 51,4

Italien/Einkaufsmanagerindex Service Okt bei 52,2

Schweden 3Q Leistungsbilanz Überschuss 68,8 Mrd SEK

US/MBA Market Index Woche per 29. Nov -9,2% auf 512,4 (Vorwoche: 564,1)

US/MBA Purchase Index Woche per 29. Nov +0,9% auf 269,4 (Vorwoche: 267,1)

US/MBA Refinance Index Woche per 29. Nov -15,6% auf 1.925,7 (Vorwoche: 2.282,2)

Brasilien Industrieproduktion Okt +1,0% gg Vorjahr - IBGE

Brasilien Industrieproduktion Okt +0,8% gg Vormonat - IBGE

DJG/DJN/AFP/apo

(END) Dow Jones Newswires

December 04, 2019 07:30 ET (12:30 GMT)

Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX schließt schwächer -- VW-Finanzsparte stellt Rekordgewinn in Aussicht -- Bayer vergibt Milliardenauftrag -- Siltronic, Nike, Varta, HUGO BOSS, Slack im Fokus

General Motors und LG Chem bauen E-Auto-Batteriefabrik. Aktien von Ölgigant Aramco sollen rund 8,50 US-Dollar kosten. Defekte Takata-Airbags verursachen weitere Rückrufwelle. Impeachment: Repräsentantenhaus entwirft Anklagepunkte gegen Trump. EU-Staaten behalten sich Recht auf Verbot von Libra und Co vor.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Diese Aktien hat Warren Buffett im Depot
Die Änderungen unter den Top-Positionen
Hohe Ausgaben
Die beliebtesten Weihnachtsgeschenke 2019
Das Schwarzbuch 2019
Wo 2019 sinnlos Steuern verbrannt wurden
Die wertvollsten Marken der Welt 2019
Diese Unternehmen sind vorne mit dabei
Die beliebtesten Arbeitgeber in Deutschland
Hier arbeiten die Deutschen am liebsten
mehr Top Rankings

Umfrage

Was wünschen Sie sich von der Großen Koalition?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
Varta AGA0TGJ5
Daimler AG710000
NEL ASAA0B733
Deutsche Bank AG514000
Microsoft Corp.870747
EVOTEC SE566480
Amazon906866
Apple Inc.865985
Ballard Power Inc.A0RENB
Deutsche Telekom AG555750
BASFBASF11
Allianz840400
BayerBAY001
Siemens AG723610