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25.03.2020 15:09

ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

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Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Ifo-Geschäftsklimaindex sinkt in zweiter Veröffentlichung weiter

Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft hat sich im März noch etwas deutlicher als bisher angenommen eingetrübt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank auf 86,1 (Februar: 96,0) Punkte, wie das Ifo-Institut in zweiter Veröffentlichung mitteilte. Das war der tiefste Stand seit Juli 2009. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten einen Stand von 87,4 Punkten prognostiziert. Vorläufig hatten die Münchner Konjunkturforscher am 19. März 87,7 Punkte gemeldet. "Die deutsche Wirtschaft steht unter Schock", kommentierte das Ifo-Institut die Entwicklung.

Commerzbank: Ifo-Index der letzten 10 Prozent bei nur 72 Punkten

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich nach Einschätzung der Commerzbank in der vergangenen Woche stark eingetrübt. Chefvolkswirt Jörg Krämer schließt das aus der zweiten Veröffentlichung des Ifo-Geschäftsklimaindex für März, an der sich 10 Prozent mehr Unternehmen beteiligten als an der vorläufigen Veröffentlichung am 19. März und in der der Index auf 86,1 (erste Veröffentlichung: 87,7) Punkte gesunken war. Daraus lässt sich laut Krämer ableiten, dass das Geschäftsklima bei den nachmeldenden Unternehmen nur bei rund 72 Punkten lag.

ING: Deutsches BIP sinkt 2020 mindestens um 4 Prozent

Deutschlands Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird nach Einschätzung der ING im laufenden Jahr selbst im günstigsten Szenario um über 4 Prozent sinken. "Je länger die Ausgangssperren dauern, desto mehr wird das Ausmaß der Schrumpfung Größenordnungen annehmen, die es normalerweise nur in Schwellenländern gibt", schreibt ING-Diba-Chefvolkswirt Carsten Brzeski in einem Kommentar zum unerwartet deutlichen Rückgang des Ifo-Geschäftsklimaindex im März.

Deutsche Bank: BIP-Rückgänge von 10 bis 25 Prozent im 2Q möglich

Die Deutsche Bank hält angesichts der um sich greifenden umfassenden Schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus für das zweite Quartal prozentual zweistellige BIP-Rückgänge in den europäischen Ländern für möglich. "Je nachdem wie strikt diese Maßnahmen ausfallen und wie lange sie andauern, können die Bruttoinlandsprodukte (BIP) der Länder im zweiten Quartal um 10 bis 25 Prozent fallen", schreiben die Volkswirte der Bank. Für das erste Quartal seien Rückgänge von 4 bis 6 Prozent zu erwarten.

Scholz: Krise ohne Vorbild in der Geschichte der Bundesrepublik

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat das von der Regierung wegen der Schuldenbremse geplante massive Maßnahmenpaket bei der Einbringung in den Bundestag als "gigantisch" qualifiziert und das Parlament um eine Aufhebung der Schuldenbremse wegen der außergewöhnlichen Notsituation ersucht. "Wir erleben derzeit eine Krise, die in der Geschichte der Bundesrepublik ohne Vorbild ist", sagte der Vizekanzler, der anstelle von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach, weil diese sich wegen des Kontaktes zu einem Corona-infizierten Arzt in häuslicher Quarantäne befindet.

Bundesrat hat keine Einwände gegen Corona-Nachtragshaushalt

Der Bundesrat hat keine Einwände gegen den vom Bundeskabinett Anfang der Woche beschlossenen Nachtragshaushalt über 156 Milliarden Euro, mit dem die Kosten der Corona-Krise bewältigt werden sollen. Das teilte die Länderkammer in Berlin mit.

Altmaier: Deutschland kann aus Krise wirtschaftlich gestärkt hervorgehen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sieht in der aktuellen Corona-Krise trotz der massiven Wachstumseinbußen auch Chancen für Deutschland. "Wenn wir jetzt richtig und besonnen handeln, werden wir auch wirtschaftlich stärker aus dieser Krise hervorgehen, als wir in diese Krise hineingegangen sind", sagte der CDU-Politiker im Deutschen Bundestag. "Unser Ziel muss darin bestehen, dass die Marktwirtschaft diese Bewährungsprobe mit Bravour besteht."

Brinkhaus: Jetzt ist Zeit des Handelns und der Solidarität

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus sieht jetzt die Zeit des Handelns und der Solidarität gekommen, um Deutschland durch die Corona-Krise zu bringen. "Wenn wir in den nächsten Wochen zusammenhalten, gemeinsam kämpfen, solidarisch sind, bin ich überzeugt, dass unser Land nach Corona ein besseres sein wird", erklärte der CDU-Politiker im Bundestag vor der Abstimmung über beispiellose Rettungspakete zur Stabilisierung der Wirtschaft und zu Hilfen für die Bevölkerung.

Lambrecht will Unternehmen notfalls verstaatlichen

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hat sich vor dem Hintergrund der Corona-Krise dafür ausgesprochen, Unternehmen notfalls komplett zu verstaatlichen. "Wir müssen in der Krise unbedingt die Wirtschaftsstruktur unseres Landes schützen und einen Ausverkauf oder eine Zerschlagung von wichtigen Unternehmen verhindern", sagte Lambrecht dem Handelsblatt. "Der Staat steht bereit, sich hierzu an Unternehmen auch teilweise oder ganz zu beteiligen, wenn dies erforderlich werden sollte."

Einreiseverbot für Saisonarbeiter und Erntehelfer nach Deutschland

Saisonarbeitskräfte und Erntehelfer sollen nach einer von der Bundesregierung erlassenen Regelung nur noch bis Mittwoch, 17.00 Uhr, nach Deutschland einreisen dürfen. "Wir sehen die Notwendigkeit, dass es weitere Einschränkungen geben muss", sagte der Sprecher des Bundesinnenministeriums, Steve Alter, bei einer Pressekonferenz in Berlin.

Spahn: Konzepte für Ausstieg aus Ausgangsbeschränkungen in Arbeit

Die Bundesregierung arbeitet nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) an Konzepten, die eine Lockerung der Ausgangsbeschränkungen ermöglichen sollen. Allerdings seien zunächst noch Einschnitte nötig, um Zeit für den Ausbau von Schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu gewinnen.

Lindner: Regierung muss wegen Corona andere Vorhaben überdenken

FDP-Chef Christian Lindner fordert von der Bundesregierung wegen der zusätzlichen Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Krise eine neue Bewertung von anderen geplanten Vorhaben. Jetzt sei die Stunde des Staats, um finanzielle Hilfen bereitzustellen, wo der Einzelne die wirtschaftlichen Folgen nicht bewältigen könne.

FDP-Chef fordert von Bundesregierung Exit-Strategie in Corona-Krise

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat eine "Exit-Strategie" in der Corona-Krise gefordert. Der Staat müsse sich möglichst bald und möglichst weitgehend aus den Bereichen zurückziehen, in die er jetzt eingegriffen hat, und das alte Maß von Eigenverantwortung wiederherstellen. "Wer über diese Krise ein System der Planwirtschaft oder des Sozialismus etablieren wollte, der würde die gleichen negativen Wirkungen erleben, die aus der Geschichte bekannt sind", sagte Lindner dem Kölner Stadt-Anzeiger.

Linke lehnt Forderung nach Hochfahren der Wirtschaft nach Ostern ab

Die Linke hat Forderungen von Unionsfraktionsvize Carsten Linnemann zurückgewiesen, dass die Wirtschaft nach Ostern schrittweise wieder hochgefahren werden sollte. Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch sagte im ZDF-Morgenmagazin, dass man bei der Entscheidung, wann die wegen der Corona-Pandemie verhängten Einschränkung des öffentlichen Lebens wieder gelockert werden, auf Gesundheitsexperten hören sollte und die gesundheitliche Gefährdung nicht noch erhöht werden dürfe.

Saar-Ministerpräsident Hans will CDU-Vorsitz erst im Dezember klären

Angesichts der Corona-Krise fordert der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU), die Entscheidung über den Parteivorsitz auf Dezember zu verschieben und CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer bis dahin im Amt zu halten. "Der Parteitag im Dezember wird ja definitiv stattfinden. Ich glaube, es reicht, wenn wir dort einen Vorsitzenden wählen", sagte Hans dem Spiegel.

Handel warnt vor Pleitewelle wegen der Corona-Krise

Mehrere deutsche Handelsverbände fordern in einer gemeinsamen Erklärung Nachbesserungen und mehr Tempo bei den geplanten Hilfsmaßnahmen in der Corona-Krise. Die Hilfe könnte ansonsten für viele Händler zu spät kommen, warnen sie. "Wir begrüßen die geplanten Hilfsmaßnahmen der Bundesregierung", sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Stefan Genth, in einer gemeinsamen Erklärung mit dem Volkswagen und Audi Partnerverband (VAPV).

Bauwirtschaft lobt Regierung für Aufrechterhaltung von Baumaßnahmen

Die deutsche Bauwirtschaft hat sich erleichtert gezeigt über Zusicherung der Bundesregierung, dass trotz der Corona-Krise Baumaßnahmen im Hochbau, Straßenbau und Wasserbau fortgeführt werden. "Die Weiterführung und Neuausschreibung von Infrastrukturbaustellen ist eine wesentliche Stütze der Binnenwirtschaft, die es aufrechtzuerhalten gilt", sagte Reinhard Quast, Präsident des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe.

Ohoven: Mittelstand braucht direkte Finanzspritzen statt Sterbeversicherung

Der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven, hat von der Bundesregierung zusätzlich zu deren Hilfsmaßnahmen wegen der Corona-Krise Finanzspritzen für den Mittelstand verlangt. "Das Hilfspaket der Bundesregierung verfehlt weitgehend den klassischen Mittelstand", erklärte er. "Unternehmen zwischen elf und 249 Beschäftigten fallen in eine Förderlücke."

EU-Gipfel will stärkere Krisenreaktionsfähigkeit der EU fordern

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

March 25, 2020 08:30 ET (12:30 GMT)

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