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26.03.2020 13:29

ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

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Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Fed-Chef Powell verspricht Wirtschaft ausreichende Kreditversorgung

Die US-Wirtschaft leidet nach Aussage von Fed-Chairman Jerome Powell unter einer Kreditverknappung, weshalb sich die Fed darum bemüht, eine "Kreditbrücke" zu schlagen. "Wo auch immer im Kapitalmarkt der Kreditfluss unterbrochen ist, können wir unter diesen einzigartigen Umständen vorübergehend eintreten und diese Kredite gewähren", sagte Powell in einem Interview mit NBC Today. Viele Sektoren des Kapitalmarkts, die normalerweise die Kreditvergabe an private Haushalte und Unternehmen unterstützen, hätten "ihre Arbeit eingestellt".

Bank of England hält nach Kriseneinsatz ihren Leitzins stabil

Die Bank of England (BoE) hat bei ihrer regulären Ratssitzung den Leitzins stabil gehalten. Der Beschluss der Notenbanker fiel einstimmig. Vor wenigen Tagen hatte die BoE bei zwei Sondersitzungen den Schlüsselzins in zwei Schritten auf das Rekordtief von 0,10 Prozent gesenkt. Außerdem wurde das Volumen ihrer Anleihekäufe um 200 Milliarden auf 645 Milliarden Pfund erhöht. Die Notenbank reagierte damit auf den durch die Pandemie verursachten Stillstand der Wirtschaft.

Diskussion um Exit-Plan bei Corona-Maßnahmen läuft heiß

In Deutschland hat sich die Debatte um eine Lockerung der wegen der Corona-Pandemie verhängten Kontaktbeschränkungen intensiviert. Wirtschaftsverbände mahnen die Politik zu baldigen Aufweichungen, weil bei zu langen Geschäftsschließungen und Kurzarbeit das Überleben vieler Firmen in Frage stände. Auch in der Politik wird eingeräumt, dass die massiven Eingriffe in das Leben von Millionen Menschen kein Dauerzustand sein könne. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Mittwoch bestätigt, dass die Regierung an Exit-Strategien arbeitet.

Seehofer gegen zu schnelles Lockern der Ausgangsbeschränkungen

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat Überlegungen eine Absage erteilt, aus ökonomischen Gründen die strengen Ausgangsbeschränkungen wegen des Coronavirus in Deutschland vorzeitig wieder zu lockern. "So lange das Virus so wütet, ist der Schutz der Menschen alternativlos", sagte Seehofer der Süddeutschen Zeitung. "Eine Exit-Strategie kann man aus meiner Sicht erst dann angehen, wenn man dieses schnelle und aggressive Verbreiten des Virus im Griff hat."

Bundesregierung geht von BIP-Schrumpfung um bis zu 6% aus - Bericht

Die Bundesregierung geht laut einem internen Lagebericht durch die Corona-Krise von einem starken Schrumpfen der Wirtschaft in diesem Jahr aus und befürchtet die Schließung aller Flughäfen auch für den Frachtverkehr. Das berichtet der Tagesspiegel mit Verweis auf einen internen "C-Bericht" des Bundeswirtschaftsministeriums. In dem Bericht heißt es laut Tagesspiegel, das Bundesfinanzministerium "hat als makroökonomische Grundlage für den Nachtragshaushalt einen realen BIP-Rückgang von minus 6,0 Prozent unterstellt".

Vertrauen der Bürger zur Union wächst deutlich in der Corona-Krise

Die Corona-Krise hat zu einem Vertrauensschub für die Union geführt. Eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Sender RTL und N-TV ergab, dass 40 Prozent der Deutschen an die Kompetenz von CDU/CSU glauben und ihnen am ehesten zutrauen, mit den Problemen in Deutschland fertig zu werden. Das ist ein Anstieg um 12 Prozentpunkte gegenüber der Vorwoche. Bereits in der Woche zuvor war das Vertrauen in die politische Kompetenz der Union um 8 Prozentpunkte gestiegen.

IW: BIP im schlimmsten Fall um 10 Prozent geringer

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) rechnet damit, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) dieses Jahr im schlimmsten Fall um 10 Prozent niedriger ausfallen könnte als ohne die Corona-Krise. "Die Corona-Pandemie ist zu einer massiven Bedrohung für die deutsche Wirtschaft geworden", erklärte das IW. Neue Berechnungen des Instituts zeigten, wie sehr das Wirtschaftswachstum unter der Krise leiden könnte.

IAB-Arbeitsmarktbarometer sinkt so stark wie nie

Das Arbeitsmarktbarometer des Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ist im März gegenüber dem Vormonat um 1,5 Punkte auf 100,4 Punkte gefallen. Das ist der stärkste Rückgang in einem Monat seit Bestehen dieses Frühindikators, wie das IAB mitteilte. "Dabei fand die dem IAB-Arbeitsmarktbarometer zugrundeliegende Befragung der Arbeitsagenturen noch überwiegend vor den einschneidenden Corona-Eindämmungsmaßnahmen statt", merkte das IAB in seiner Mitteilung an.

Umfrage: Coronavirus setzt transatlantische Wirtschaft unter Druck

Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus wird zu massive Umsatzeinbußen bei US-Unternehmen in Deutschland und deutschen Unternehmen in den USA führen. Das hat eine Blitzumfrage unter den 2.300 Mitgliedern von AmCham Germany ergeben. Mit Umsatzeinbrüchen rechnen 90 Prozent der befragten Unternehmen. Vor dem Ausbruch des Coronavirus in Europa und den USA war noch die Mehrheit der Unternehmen von einem Anstieg des Umsatzes 2020 ausgegangen.

Fratzscher: Normalisierung der Wirtschaft im Idealfall bis Jahresende

Selbst bei einem möglichen Wiederanlaufen der deutschen Wirtschaft "idealerweise im Mai" rechnet der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, nur mit einer schleppenden Wiederaufnahme der wirtschaftlichen Aktivitäten in Deutschland nach dem gegenwärtigen Stillstand. "Ich befürchte, eine Normalisierung bis zum Sommer ist extrem unrealistisch", sagte Fratzscher dem Nachrichtensender Welt. Klar sei, das Thema Gesundheit und Schutz des Menschenlebens habe Vorrang.

HDE: Über 90 Prozent befragter Unternehmen wollen Staatshilfen

Eine Umfrage des Handelsverbandes Deutschland (HDE) hat eine massive Inanspruchnahme der vom Bundestag beschlossenen staatlichen Hilfen ergeben. Über 90 Prozent der 600 befragten Unternehmen "werden nach eigenen Angaben staatliche Hilfen zur Bewältigung der Corona-Krise in Anspruch nehmen oder tun dies bereits", teilte der Verband in Berlin mit.

Tourismusbranche fordert Nachbesserung von Coronahilfe-Notpaket

Die deutsche Tourismuswirtschaft hat in einem Schreiben an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach eigenen Angaben "für die Branche notwendige Nachbesserungen am Nothilfefonds der Bundesregierung" verlangt. 29 Tourismus-Branchenverbände und Unternehmen hätten sich mit einem "energischen Appell" an die Bundeskanzlerin und die zuständigen Ressorts gewandt, teilte der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) in Berlin mit.

Universitäten arbeiten an zeithistorischem Archiv zur aktuellen Corona-Krise

Forscher deutscher Universitäten arbeiten am Aufbau eines zeithistorischen Archivs zur Corona-Pandemie. Mit der Unterstützung von Freiwilligen solle eine möglichst umfassende Sammlung von Dokumenten und Eindrücken des Lebens während der Krise angelegt werden, teilten die Organisatoren der Hochschulen Hamburg, Gießen und Bochum mit. Ziel des Projekts sei es, künftigen Expertengenerationen das Material zur Erforschung der Ereignisse des Jahres 2020 zu liefern.

BDI verlangt von EU-Gipfel "Zeichen des Aufbruchs"

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat ein entschlossenes Handeln der Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union (EU) bei ihrer für Donnerstag geplanten Gipfelkonferenz angemahnt. "Der EU-Gipfel muss ein Zeichen des Aufbruchs in Krisenzeiten senden", sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang. "Die Staats- und Regierungschefs müssen beweisen, dass Europa handlungsfähig ist in der größten Krise seit Beginn der europäischen Einigung vor mehr als 60 Jahren." Es gehe um Ernsthaftigkeit, Solidarität und Tempo.

WHO sieht "ermutigende Zeichen" bei Corona-Pandemie in Europa

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht bei der Entwicklung der Coronavirus-Pandemie in Europa "ermutigende Zeichen". "Während die Lage sehr ernst bleibt, beginnen wir, ein paar ermutigende Zeichen zu sehen", erklärte das WHO-Europa-Büro in Kopenhagen. So sei die Wachstumsrate der Infektionen im besonders stark betroffenen Italien leicht zurückgegangen. Allerdings sei es noch zu früh für die Feststellung, dass die Pandemie in Italien ihren Höhepunkt erreicht habe, hob der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge, bei der Pressekonferenz hervor.

In Spanien nun schon mehr als 4.000 Todesopfer durch Coronavirus

Die Zahl der Todesfälle durch das neuartige Coronavirus in Spanien ist nach offiziellen Angaben auf mehr als 4.000 gestiegen. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden seien 655 weitere Menschen an der durch das Virus verursachten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben, teilte das spanische Gesundheitsministerium mit. Damit stieg die Zahl der Todesfälle auf knapp 4.090.

Frankreich will Coronavirus-Tests deutlich ausweiten

Frankreich will die Tests auf das neuartige Coronavirus deutlich ausweiten: In rund zehn Tagen sollen bis zu 30.000 Tests pro Tag möglich sein, wie der Generaldirektor im Gesundheitsministerium, Jérôme Salomon, in Paris ankündigte. Das wären gut drei Mal so viele wie bisher.

Britischer Gesundheitsdienst beklagt "Tsunami" schwerkranker Corona-Patienten

Großbritanniens staatlicher Gesundheitsdienst NHS beklagt eine zunehmende Überlastung der Londoner Krankenhäuser wegen der Coronavirus-Pandemie. Die Kliniken der britischen Hauptstadt seien mit einem "ständigen Tsunami" schwer erkrankter Corona-Patienten konfrontiert, sagte der hochrangige NHS-Vertreter Chris Hopson dem Sender BBC Radio 4.

US-Infektiologe: Coronavirus könnte saisonal wiederkehren

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

March 26, 2020 08:30 ET (12:30 GMT)

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