finanzen.net
16.09.2020 13:29

ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Folgen
Werbung

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

OECD: Weltwirtschaft leidet weniger als erwartet an Covid

Die Weltwirtschaft leidet nach Aussage der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) weniger als bisher erwartet unter den Folgen der Covid-19-Pandemie. Allerdings gibt es regional starke Unterschiede. Wie aus dem aktualisierten Wirtschaftsausblick der OECD hervorgeht, rechnet die OECD für 2020 mit einem Rückgang des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) von nur noch 4,5 (bisher: 6,0) Prozent. Für 2021 wird ein Anstieg von 5,0 (5,2) Prozent erwartet.

Heil: Längere Kurzarbeit notwendige Brücke durch die Corona-Krise

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat die Verlängerung der Kurzarbeiterregelung gegen Kritik verteidigt und sie als "notwendige Brücke" für den Schutz von Arbeitsplätzen in der aktuellen Corona-Krise bezeichnet. Der SPD-Politiker sagte im ARD-Morgenmagazin, man könne in der akademischen Stube sehr theoretisch reden, dass man damit nicht überlebensfähige Unternehmen künstlich am Leben erhalte. Aber die Kritiker sollten sich vor Ort mit den Betrieben unterhalten.

Trump rechnet innerhalb von drei bis vier Wochen mit Coronavirus-Impfstoff

US-Präsident Donald Trump rechnet innerhalb von drei bis vier Wochen mit einem Coronavirus-Impfstoff. "Wir stehen kurz davor, einen Impfstoff zu haben", sagte Trump am Dienstag im Fernsehsender ABC News. "Wir könnten ihn innerhalb von Wochen haben - es könnte in drei Wochen, vier Wochen sein." Nur wenige Stunden zuvor hatte Trump im Sender Fox gesagt, er rechne innerhalb von vier bis acht Wochen mit einem Impfstoff.

Bundesregierung denkt über Verbesserung von Corona-Hilfen nach

Das Wirtschaftsministerium hat am Mittwoch bestätigt, dass die Bundesregierung über Nachbesserungen bei den Corona-Hilfen für strauchelnde Firmen nachdenkt. Eine Sprecherin wollte allerdings wegen der laufenden Abstimmung keine Details nennen.

EU-Kommission will bis 2030 mindestens 55 Prozent weniger CO2-Ausstoß

Die EU-Kommission will den CO2-Ausstoß in der EU bis 2030 um mindestens 55 Prozent reduzieren. "Unsere Folgeabschätzung hat klar gezeigt, dass unsere Wirtschaft und Industrie das verkraften kann", sagte Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Mittwoch in ihrer Rede zur Lage der EU im Brüsseler Europaparlament. Bis nächsten Sommer soll dafür demnach die gesamte Klima- und Energiegesetzgebung der EU überarbeitet werden.

Deutsche Wirtschaft skeptisch zu höheren Klimazielen

Die deutsche Wirtschaft hat mit Warnungen auf die Ankündigung erhöhter EU-Klimaziele reagiert. "Verschärfte Klimaziele stellen Wirtschaft und Gesellschaft inmitten der größten Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg vor enorme Herausforderungen mit ungewissem Ausgang", sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf.

Von der Leyen: Seenotrettung muss teil der EU-Migrationspolitik sein

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat gefordert, dass die Rettung von Flüchtlingen aus Seenot Teil der EU-Migrationspolitik sein müsse. Die Seenotrettung sei Pflicht und nicht optional, sagte von der Leyen am Mittwoch vor dem Europaparlament. Nach dem Brand im griechischen Flüchtlingslager Moria bekräftigte sie gleichzeitig den Plan, als Pilotprojekt auf der Insel Lesbos ein neues und von der EU mitverwaltetes Lager aufzubauen.

Integrationsbeauftragte aus Bundesländern wollen mehr Flüchtlinge aufnehmen

Neun Integrationsbeauftragte aus den Bundesländern sind unzufrieden mit dem Vorhaben der Bundesregierung, lediglich rund 1.500 Schutzbedürftige von den griechischen Inseln aufzunehmen. Es reiche nicht mehr, nur besonders Schutzbedürftige aufzunehmen, denn inzwischen seien dort alle gefährdet und schutzbedürftig, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung an Bundesinnenminister Horst Seehofer.

Von der Leyen kündigt Ernennung von Anti-Rassismusbeauftragtem der EU an

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat die Ernennung eines EU-Beauftragten für den Kampf gegen Rassismus angekündigt. So solle das Thema "ganz oben auf unserer Agenda gehalten werden", sagte von der Leyen in ihrer Rede zur Lage der EU am Mittwoch im Brüsseler Europaparlament. Brüssel werde gegen jegliche Art der Diskriminierung vorgehen, "egal ob wegen Rasse, Religion, Geschlecht oder Sexualität".

Von der Leyen warnt Türkei vor Einschüchterung von Nachbarn

Im Konflikt um Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die Türkei zur Zurückhaltung aufgerufen. Ankara sei für die EU zwar ein Schlüsselpartner, es gebe aber "keine Rechtfertigung für Versuche, Nachbarn einzuschüchtern", sagte von der Leyen am Mittwoch im Europaparlament.

Razzia gegen NRW-Polizisten wegen rechtsextremer Chatgruppen

Mehr als 200 Beamte der nordrhein-westfälischen Polizei sind am Mittwoch mit einer Razzia gegen Kollegen vorgegangen, die in Chatgruppen rechtsextremistische Hetze verbreitet haben sollen. Es seien insgesamt 34 Polizeidienststellen und Privatwohnungen durchsucht worden, sagte Landesinnenminister Herbert Reul (CDU) in Düsseldorf. In den Chatgruppen soll nach seinen Worten "übelste und widerwärtigste Hetze" betrieben worden sein.

Designierter FDP-Generalsekretär wirbt mit Steuersenkungen um Wähler

Die FDP soll nach dem Willen ihres designierten Generalsekretärs Volker Wissing im kommenden Jahr mit der Forderung nach umfassenden Steuersenkungen in den Bundestagswahlkampf ziehen. "Unsere Unternehmenssteuersätze sind international nicht mehr wettbewerbsfähig. Für den Mittelstand haben wir eine exorbitant hohe Steuerbelastung", sagte Wissing der Süddeutschen Zeitung.

Bundesregierung sieht deutliche Fortschritte seit Wiedervereinigung

30 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung haben die neuen Länder in wirtschaftlicher Hinsicht zu den strukturschwächeren Regionen im alten Bundesgebiet aufgeschlossen. Die Wirtschaftskraft der neuen Länder habe sich seit 1990 vervierfacht. Auch auf dem Arbeitsmarkt habe sich die Lage bis zu Beginn der Corona-Krise "grundlegend verbessert", so das Fazit des Jahresberichts der Bundesregierung zur Deutschen Einheit. Insgesamt gehe es dem Osten besser als manchen anderen EU-Regionen.

DGB: Gesetzgeber muss gegen unterschiedliche Ost-West-Löhne handeln

Angesichts weiterhin höchst unterschiedlicher Löhne im Westen und Osten Deutschlands fordert der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) den Gesetzgeber zum Handeln auf. DGB-Chef Reiner Hoffmann sagte der Neuen Osnabrücker Zeitung: "Der Gesetzgeber könnte es zum Beispiel erleichtern, Tarifverträge für allgemein verbindlich zu erklären. Auch könnte er vorschreiben, dass nur noch solche Unternehmen bei der öffentlichen Auftragsvergabe zum Zug kommen, die auch Tariflöhne zahlen. Das ist in vielen Bundesländern bereits der Fall, aber leider noch nicht in allen."

DIW: Ost und West trotz Angleichung noch nicht einheitlich

Erwerbstätigkeit und Renteneinkommen haben sich über drei Jahrzehnte zwischen Ost- und Westdeutschland angeglichen, sind aber noch immer nicht einheitlich. Das zeigt eine am Mittwoch veröffentlichte Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW).

Razzia gegen NRW-Polizisten wegen rechtsextremer Chatgruppen

Mehr als 200 Beamte der nordrhein-westfälischen Polizei sind am Mittwoch mit einer Razzia gegen Kollegen vorgegangen, die in Chatgruppen rechtsextremistische Hetze verbreitet haben sollen. Es seien insgesamt 34 Polizeidienststellen und Privatwohnungen durchsucht worden, sagte Landesinnenminister Herbert Reul (CDU) in Düsseldorf. In den Chatgruppen soll nach seinen Worten "übelste und widerwärtigste Hetze" betrieben worden sein.

Bericht: Wien soll Corona-Risikogebiet werden

Die deutsche Bundesregierung will Wien einem Bericht zufolge noch am Mittwoch zum Corona-Risikogebiet erklären. "Seit dem 5. September liegen deutlich mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner vor, daher sehen wir uns zum Handeln gezwungen", zitierte die österreichische Tageszeitung Der Standard deutsche Regierungskreise. Demnach soll Wien noch am Nachmittag zum Risikogebiet erklärt werden.

US-Hurrikan-Zentrum stuft "Sally" auf Kategorie 2 hoch

In den USA haben die Wetterbehörden vor lebensbedrohlichen Überschwemmungen durch den Hurrikan Sally gewarnt. Der sich mit 165 Stundenkilometern auf die US-Golfküste zubewegende Wirbelsturm wurde in der Nacht zum Mittwoch wieder zu einem Hurrikan der Kategorie 2 hochgestuft, wie das Nationale Hurrikan-Zentrum (NHC) mitteilte.

+++ Konjunkturdaten +++

EURORAUM

Handelsbilanz Juli Überschuss 27,9 Mrd EUR (Vj Überschuss 23,2 Mrd EUR)

USA

MBA Refinance Index Woche per 11. Sep -3,7% auf 3.289,4 (Vorwoche: 3.415,1)

MBA Market Index Woche per 11. Sep -2,5% auf 757,2 (Vorwoche: 776,7)

MBA Purchase Index Woche per 11. Sep -0,5% auf 316,2 (Vorwoche: 317,7)

DJG/DJN/AFP/hab

(END) Dow Jones Newswires

September 16, 2020 07:30 ET (11:30 GMT)

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!
Werbung

Heute im Fokus

DAX schließt über 12.600-Punkte-Marke -- Dow knickt ein -- Aurora Cannabis mit Milliardenverlust -- Tesla bestätigt Jahresziele -- Nike steigert Gewinn -- NIkola, Daimler, Siemens,Fresenius im Fokus

Twitter, Facebook & Co: US-Regierung legt Gesetz zu Regeln für Online-Plattformen vor. Zunehmende Nachfrage nach Corona-Tests bringt Centogene durch die Krise. Johnson & Johnson beginnt letzte Testphase mit COVID-19-Impfstoff. Streit über Stellenabbau bei MAN eskaliert. Deutsche Post und Verdi einigen sich auf Tarifvereinbarung. Palantir-IPO: Palantir startet am 30. September an der Börse.

Umfrage

Wie zufrieden sind Sie mit den staatlichen Corona-Schutzmaßnahmen?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
TeslaA1CX3T
NEL ASAA0B733
BioNTechA2PSR2
Apple Inc.865985
Amazon906866
Deutsche Bank AG514000
NikolaA2P4A9
Daimler AG710000
BayerBAY001
Allianz840400
Deutsche Telekom AG555750
XiaomiA2JNY1
BASFBASF11
Microsoft Corp.870747
Ballard Power Inc.A0RENB