ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

20.05.26 08:59 Uhr

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Erneuter Schub bei den Erzeugerpreisen im April

Die Erzeugerpreise in Deutschland sind im April gegenüber dem Vormonat um 1,2 Prozent gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, kletterten die Preise im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,7 Prozent. Dies stellt den höchsten Anstieg auf Jahressicht seit Mai 2023 dar, als ein Plus von 2,5 Prozent verzeichnet worden war. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten mit Steigerungsraten von 1,0 und 1,5 Prozent gerechnet. Der Anstieg der Erzeugerpreise gegenüber dem Vorjahresmonat ist vor allem auf gestiegene Preise von Vorleistungsgütern zurückzuführen. Die Preise für Energie sind ebenfalls gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen.

Auftragsbestand der deutschen Industrie steigt im März

Der Auftragsbestand der deutschen Industrie ist im März auf saison- und kalenderbereinigter Basis um 1,6 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. Die offenen Aufträge aus dem Inland erhöhten sich um 1,4 Prozent, der Bestand an Aufträgen aus dem Ausland stieg um 1,7 Prozent. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, stieg der Auftragsbestand im Vergleich zum Vorjahresmonat kalenderbereinigt um 8,4 Prozent.

Umsatz im Gastgewerbe sinkt im März

Das Gastgewerbe in Deutschland hat im März nach Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) kalender- und saisonbereinigt real 2,2 Prozent weniger umgesetzt als im Februar. Nominal sank der Umsatz um 1,3 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank der Umsatz real um 5,2 Prozent und stieg nominal um 2,5 Prozent.

Britische Inflation schwächt sich im April ab

Die Inflation in Großbritannien hat sich im April stärker als erwartet abgekühlt, da die im vergangenen Jahr angekündigten staatlichen Maßnahmen zur Senkung der Energiekosten für Haushalte Wirkung zeigten; es wird jedoch erwartet, dass sie aufgrund steigender Öl- und Gaspreise im Zusammenhang mit dem Konflikt im Iran wieder anziehen wird. Die Verbraucherpreise stiegen im April um 2,8 Prozent im Jahresvergleich, teilte das Amt für nationale Statistik mit. Im März hatte das Plus noch 3,3 Prozent betragen. Ökonomen hatten für April mit einer Rate von 3,0 Prozent gerechnet.

Vereinte Nationen senken Ausblick für Weltwirtschaftswachstum

Die Weltwirtschaft steht vor dem niedrigsten Wachstum seit Jahren. Die Vereinten Nationen haben ihren Wachstumsausblick gesenkt. Sie rechnen für dieses Jahr nun nur noch mit einem weltweiten BIP-Anstieg um 2,5 Prozent. nachdem im Januar noch 2,7 Prozent erwartet worden waren. 2020 war die Wirtschaftsleistung im Zuge der Ausbreitung der Corona-Pandemie gesunken. Ein Grund für die Senkung der Prognose ist der Krieg im Nahen Osten, der die Energiepreise in die Höhe treibt. Die Wirtschaft könnte sogar noch langsamer wachsen, wenn die Straße von Hormus geschlossen bleibt, so die Vereinten Nationen weiter.

Paulson: Brauchen vor Fed-Zinssenkungen Fortschritte bei Inflation

Die Präsidentin der Federal Reserve von Philadelphia hat sich für eine Beibehaltung der Zinsen ausgesprochen. "Ich glaube, die Geldpolitik ist jetzt an einem guten Punkt", sagte Anna Paulson laut dem veröffentlichten Manuskript einer Rede in Florida. "Die Zinssätze stabil zu halten, ermöglicht es uns, zu bewerten, wie sich die Wirtschaft entwickelt und welche Risiken sowohl für die Preisstabilität als auch für den Arbeitsmarkt bestehen." Sowohl die Zölle der Trump-Regierung als auch der Schock an den Energiemärkten durch den Iran-Krieg trieben die Preise in die Höhe, sagte Paulson.

US-Hausverkäufe und neue Angebote im April gestiegen

Die Verkäufe von Eigenheimen in den USA sind im April gestiegen, und im selben Monat haben die neu inserierten Immobilien die Nachfrage übertroffen, wie REMAX mitteilte. Die Hausverkäufe seien in dem Monat um 7,6 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen, während die neuen Angebote um 10,5 Prozent zugelegt hätten, teilte das Unternehmen mit. Der Median des Verkaufspreises sei ebenfalls auf 445.000 US-Dollar gestiegen, was den 34. Monat in Folge mit einem Preisanstieg im Jahresvergleich darstelle, fügte REMAX hinzu.

Chinas Notenbank hält LPR-Referenzzins für Bankkredite stabil

Die People's Bank of China (PBoC) hat ihren Referenzzins für Bankkredite (LPR) an Unternehmen und Haushalte unverändert belassen. Wie die Notenbank des Landes mitteilte, bleiben der einjährige Referenz-Zinssatz (Loan Prime Rate - LPR) bei 3,0 Prozent und der fünfjährige LPR bei 3,5 Prozent. Die Loan Prime Rate ist einer der Leitzinsen der PBoC. Sie hatte ihn im August 2019 reformiert und dient den Banken als Vorgabe für ihre Ausleihesätze. Beide Sätze sind seit Mai 2025 unverändert.

China und USA schließen Deal zu Boeing-Jets und Rindfleischimporten

Nach dem Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping haben sich die beiden Länder in bestimmten Handelsfragen geeinigt. China hat dem Kauf von 200 Boeing-Jets und der Wiederaufnahme von Importen einiger US-Rindfleischprodukte zugestimmt. Das chinesische Handelsministerium teilte mit, dass die Verhandler beider Länder in der vergangenen Woche eingehende Diskussionen über Zölle geführt und Vereinbarungen zu bilateralen Zollmaßnahmen getroffen hätten.

+++ Konjunkturdaten +++

Niederlande Inflationsrate Apr 2,8% - CBS

Niederlande Inflationsrate März war 2,7% - CBS

GB/Erzeugerpreise (Output) Apr +1,4% gg Vm; +4,1% gg Vj

GB/Erzeugerpreise (Input) Apr +2,4% gg Vm; +7,7% gg Vj

DJG/DJN/apo

(END) Dow Jones Newswires

May 20, 2026 03:00 ET (07:00 GMT)