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12.04.2019 19:47
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Umfrage: Deutsche-Bank-Mitarbeiter mehrheitlich gegen Fusion

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Eine große Mehrheit der Belegschaft der Deutschen Bank ist nach dem Ergebnis einer Betriebsratsumfrage gegen einen Zusammenschluss mit der Commerzbank. In der Umfrage beim größten deutschen Geldhaus antworteten knapp 69 Prozent der 7840 Teilnehmer mit "Nein" auf die Frage, ob die Deutsche Bank die Commerzbank übernehmen solle. Hinter die seit vier Wochen intensiv diskutierten Pläne einer Banken-Hochzeit stellten sich in der Erhebung 18,6 Prozent der Befragten. Die Ergebnisse liegen der Deutschen Presse-Agentur vor.

Fast 84 Prozent forderten, die Deutsche Bank solle zunächst die Integration der Postbank abschließen. Fast genauso viele (rund 83 Prozent) meinen jedoch, dass auch ohne Übernahme der Commerzbank in den nächsten drei Jahren viele Arbeitsplätze verloren gehen werden.

Kritiker befürchten, dass bei einem Zusammenschluss von Deutscher Bank und Commerzbank mindestens 30 000 Stellen in der neuen Großbank gefährdet wären. Bei der Deutschen Bank läuft bereits ein Abbauprogramm: Bis Ende 2019 will der Vorstand die Zahl der Vollzeitstellen auf "deutlich unter 90 000" verringern. Konzernchef Christian Sewing hatte Anfang Februar weitere Stellenstreichungen angekündigt. Klar sei, dass im Zuge der Integration der Postbank in den Deutsche-Bank-Konzern weitere Kapazitäten wegfallen würden. Dieser Prozess soll im Jahr 2022 abgeschlossen sein. Ende 2018 beschäftigte der Dax (DAX 30)-Konzern auf Vollzeitbasis gut 91 700 Mitarbeiter, ein Jahr zuvor waren es noch etwas mehr als 97 500.

Sollte es doch zu einem Zusammenschluss von Deutscher Bank und Commerzbank kommen, fordern die Mitarbeiter der Deutschen Bank mit großer Mehrheit (88 Prozent) einen Sozialplan mit Abfindungen und Vorruhestandsregelungen. Der Gesamtbetriebsrat hatte zu der Umfrage vom 8. bis 11. April etwa 28 000 Mitarbeiter von Deutscher Bank und Postbank aufgerufen.

Seit Mitte März loten Deutsche Bank und Commerzbank die Möglichkeit eines Zusammenschlusses aus. Noch im April wird mit einer Entscheidung gerechnet, wie es weitergeht.

dpa-AFX

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