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15.04.2019 17:29
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Amazon-Chef Bezos schickt mit Aktionärsbrief die eBay-Aktie auf Talfahrt

Umsatz durch Drittanbieter: Amazon-Chef Bezos schickt mit Aktionärsbrief die eBay-Aktie auf Talfahrt | Nachricht | finanzen.net
Umsatz durch Drittanbieter
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In seinem jährlichen Brief an Aktionäre ließ es sich Amazons-CEO Jeff Bezos nicht nehmen, den Konkurrenten eBay zu brüskieren - prompt fielen die eBay-Anteilsscheine fast 5 Prozent.
Kürzlich veröffentlichte Amazon den jährlichen Brief des Gründers und CEOs des E-Commerce-Giganten, Jeff Bezos. Darin informierte der Unternehmenschef über die aktuellen Entwicklungen und Projekte, die in der Vergangenheit zum Erfolg des Konzerns führten und darüber, was für die Zukunft geplant ist. Der Aktionärsbrief wurde wie jedes Jahr insbesondere vom Silicon Valley sehnsüchtig erwartet, da sich erhofft wurde, neue Einblicke in die Geschäftspraktiken des E-Handels-Riesen zu bekommen. Darüber hinaus stellte das Schreiben dieses Jahr eine Besonderheit im Vergleich zu vergangenen Jahren dar, da der Amazon-CEO zum ersten Mal in der Geschichte des Unternehmens über die Umsatzzahlen seiner Händler informierte.

Amazon informiert erstmals über Umsatzanteil durch Drittanbieter

So gab Bezos bekannt, dass der Anteil am Gesamtumsatz Amazons, der durch Drittanbieter erwirtschaftet wurde, seit 1999 von 3 Prozent auf 58 Prozent in 2018 gewachsen sei. So sei der Außenumsatz (Gross Merchandise Volume) in dem Zeitraum von 0,1 Milliarden USD auf 160 Milliarden USD gestiegen, was Bezos zufolge einer jährlichen Wachstumsrate von 52 Prozent entspreche. Der Eigenumsatz (First-Party Business) des ehemaligen Online-Buchhändlers sei im gleichen Zeitraum dagegen von 1,6 Milliarden USD auf 117 Milliarden USD gestiegen, was einem jährlichen Wachstum von 25 Prozent entspreche.

Seitenhieb auf eBay

Hier kommt nun auch der Seitenhieb auf den E-Handels-Konkurrenten eBay ins Spiel. Um das Ausmaß des Wachstums des Umsatzes von Drittanbietern bei Amazon zu unterstreichen, zog Bezos die Zahlen eBays zum Vergleich heran. Hier habe der Außenumsatz in dem Zeitraum von 19 Jahren lediglich mit einer Rate von 20 Prozent wachsen können, nämlich von 2,8 Milliarden USD auf 95 Milliarden USD. Das Gross Merchandise Volume sei demnach wesentlich geringer ausgefallen als bei Amazon.

Um den Unterschied noch weiter zu betonen, stellte Bezos in dem Brief folgende Fragen: "Warum konnten unabhängige Händler so viel mehr auf Amazon als auf eBay verkaufen? Und warum konnten die unabhängigen Händler so viel schneller wachsen, als Amazons eigene hochstrukturierte Organisation von Eigenverkäufen?". Im Anschluss legte der Unternehmenschef verschiedenste Gründe dar, die seiner Meinung nach zu Amazons Erfolg führten. Dabei nennt er insbesondere die Programme "Versand durch Amazon" und "Amazon Prime", die den Händlern die besten Möglichkeiten bieten würden, ihre Waren zu verkaufen. Des Weiteren betonte Bezos in seinem Brief an Aktionäre die Bereitschaft Amazons neue Dinge anzuprobieren, und dabei auch Risiken einzugehen, um so eventuellen Kundenwünschen zuvorzukommen.

eBay-Aktien auf Talfahrt

Jedoch war es wahrscheinlich der direkte Vergleich von Amazons und eBays Umsatzahlen, der dazu führte, dass Aktionäre ihre eBay-Aktien zum Verkauf anboten. So fielen die Anteilsscheine des Amazon-Konkurrenten in Anschluss an die Vorlage des Aktionärsbriefs im Tagestief um 4,55 Prozent auf 35,89 USD, während sie beim Start noch 37,60 USD gekostet hatten. Zum Handelsschluss blieb dann noch ein Minus von 3,71 Prozent an der Kurstafel stehen. Der Schlusskurs betrug demnach 36,32 USD (Stand: 11.04.2019).

Auch Amazon-Aktien etwas tiefer

Dazu muss gesagt werden, dass auch die Amazon-Aktien selbst nach Vorlage des Aktionärsbriefs mit einem leichten Abschlag von 0,18 Prozent auf 1.844,07 USD aus dem Handel gingen. Dies könnte eventuell daran liegen, dass die durch Bezos veröffentlichten Zahlen darauf hindeuten, dass sich das Umsatzwachstum Amazons, welches aus dem Einzelhandel erwirtschaftet wird, merklich verlangsame, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet.

eBay-CEO schießt zurück

Im Übrigen ließ eBay-Chef Devin Wenig mit einer Antwort auf die Provokation durch den Amazon-Chef nicht lange auf sich warten. So bedankte sich Wenig auf Twitter für die Aufmerksamkeit, die Bezos seinem Unternehmen zuteilen werden ließ, sagte aber, dass er sich in seinem eigenen nächsten Brief auf "Kunden, Ziel und Strategie" konzentrieren würde. Weiterhin fügte er hinzu, dass eBay nicht mit seinen Händlern "konkurrieren" würde und das sein Unternehmen nicht "endlose Dienste" bündeln würde, um "Hindernisse für den Wettbewerb" zu schaffen.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: jejim / Shutterstock.com, Paul Morigi/Getty Images

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