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15.08.2019 16:29
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Umweltbundesamt: Anteil der Erneuerbaren steigt auf 44 Prozent

BERLIN (Dow Jones)--Immer mehr Strom kommt aus erneuerbaren Energien. Im ersten Halbjahr lag der Ökoanteil beim Stromverbrauch nach vorläufigen Schätzungen bei etwa 44 Prozent, wie das Umweltbundesamt meldete. Es berief sich dabei auf Daten der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik, die im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums recherchiert. 2018 lag der Anteil noch bei 38 Prozent.

Damit hat die Bundesregierung ihre Zielmarken bis 2025 bereits jetzt übertroffen. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sieht einen Ökostromanteil von 35 Prozent im Jahr 2020 und einen Korridor von 40 bis 45 Prozent im Jahr 2025 vor. Insgesamt wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres etwa 129 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt und damit etwa 10 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2018 - ein Plus von 12 Milliarden Kilowattstunden.

Laut dem Umweltbundesamt spielte zwischen Januar und Juni die Windenergie eine entscheidende Rolle bei der Stromerzeugung. Nach den bereits überdurchschnittlichen Werten im Januar habe besonders der windstarke März für Rekorde gesorgt. Mit 16,6 Milliarden Kilowattstunden Strom haben Windenergieanlagen in diesem Monat erstmals mehr Strom erzeugt als Braun- und Steinkohlekraftwerke zusammen.

Allerdings habe sich der Zubau der Windenergie verlangsamt. Netto wurden nur etwa 275 Megawatt an neu installierter Leistung an Land gemeldet - ein Rückgang um über 80 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dies war der niedrigste Zubau seit etwa 20 Jahren.

Im Bereich der Photovoltaik lag der Zubau 2018 über dem avisierten Zielkorridor von 2.400 bis 2.600 Megawatt pro Jahr. Im ersten Halbjahr stieg die neu installierte Leistung um etwa 50 Prozent auf rund 2.127 Megawatt. Insgesamt lag die Stromerzeugung aus Photovoltaik-Anlagen 6 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

Kontakt zur Autorin: petra.sorge@wsj.com

DJG/pso/smh

(END) Dow Jones Newswires

August 15, 2019 10:30 ET (14:30 GMT)

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