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09.10.2019 16:38
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Umweltministerin will bessere Lebensmittelüberwachung

WIESBADEN (dpa-AFX) - Als Konsequenz aus dem Skandal um keimbelastete Wurst will Hessens Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) die Lebensmittelkontrolle verstärken. Es müsse effizientere Strukturen gegeben, die ein frühzeitigeres Eingreifen ermöglichen und dem Ministerium mehr Handlungsspielraum lassen, sagte die Ministerin am Mittwoch in Wiesbaden. "Wir brauchen eine besser aufgestellte Lebensmittelüberwachung, damit ein solcher Fall nicht wieder vorkommt."

Die Waren des nordhessischen Wurstherstellers Wilke werden mit zwei Todesfällen sowie 37 weiteren Krankheitsfällen wegen keimbelasteter Wurst in Verbindung gebracht. Die Staatsanwaltschaft Kassel ermittelt gegen den Geschäftsführer wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung sowie der fahrlässigen Körperverletzung und des Verstoßes gegen Lebensmittelrecht. Das Unternehmen hat inzwischen vorläufige Insolvenz angemeldet. Deshalb gebe es derzeit auch keinerlei Kooperation mit den Behörden, sagte Hinz.

Die für Lebensmittelkontrolle zuständigen kommunalen Behörden hätten noch keinen Abschlussbericht über die Vorgänge bei der Wilke Waldecker Fleisch- und Wurstwaren GmbH vorgelegt, erklärte die Grünen-Politikerin. Deshalb könne sie auch nicht abschließend sagen, ob Fehler bei den Kontrollen gemacht wurden. Das Ministerium habe nicht die Kompetenz gehabt, den Betrieb stillzulegen. Das Haus habe nur die Fachaufsicht und keine Anweisungen gegeben können./glb/DP/fba

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