US-Anleger vor Konjunkturdaten vorsichtig - Zoom gefragt

27.02.24 17:22 Uhr

Frankfurt (Reuters) - In Erwartung weiterer Hinweise auf die US-Geldpolitik haben sich Anleger mit Engagements an der Wall Street zurückgehalten.

Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 bröckelten zur Eröffnung am Dienstag um bis zu 0,3 Prozent ab.

"Anleger gewöhnen sich daran, dass die Fed die Zinsen nicht so bald senken wird", sagte Peter Andersen, Gründer des Vermögensverwalters Andersen Capital. Gleichzeitig hofften sie auf eine "weiche Landung" der Wirtschaft, bei der die US-Notenbank die Inflation eindämmt, ohne die Konjunktur abzuwürgen. Die am Donnerstag anstehenden Inflationsdaten dürften diese Einschätzung untermauern. Experten erwarten einen Anstieg des sogenannten PCE-Preisdeflators, des bevorzugten Inflationsbarometers der US-Notenbanker, um 0,4 Prozent im Monatsvergleich.

Bei den Unternehmen stach Zoom mit einem Plus von gut acht Prozent heraus. Der Anbieter von Videokonferenz-Software hatte ein Quartalsergebnis über Markterwartungen bekannt gegeben und einen 1,5 Milliarden Dollar schweren Aktienrückkauf angekündigt. Analyst Dan Romanoff vom Research-Haus Morningstar wies darauf hin, dass das Geschäft mit Firmenkunden überdurchschnittlich wachse. Das sei ein gutes Omen für die mittelfristigen Aussichten. Außerdem erwarte das Management nach dem zweiten Quartal ein wieder stärker anziehendes Wachstum.

(Bericht von Hakan Ersen. Redigiert von Olaf Brenner. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)