Aktien von Shell, BP, ExxonMobil & Co. im Aufwind: Eskalation um Straße von Hormus treibt Energiesektor an

Zum Auftakt der neuen Woche richtet sich der Blick der Investoren erneut auf den Energiesektor, nachdem US-Präsident Trump angekündigt hat, die Straße von Hormus zu blockieren.
Werte in diesem Artikel
• Angekündigte US-Seeblockade der Straße von Hormus treibt Ölpreis hoch
• Angebotsengpässe dürften sich weiter verschärfen
• Öl-Aktien profitieren von steigenden Preisen
Die erneute Verschärfung der geopolitischen Situation im Nahen Osten nach Donald Trumps Ankündigung, eine Seeblockade der Straße von Hormus durchzusetzen, sorgt einmal mehr für heftige Reaktionen am Rohstoffmarkt: So kletterte der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent in der Nacht zum Montag wieder über die Marke von 100 US-Dollar je Barrel - ein Niveau, das sich zum Wochenstart auch in den Aktienkursen der großen Ölkonzerne niederschlagen dürfte.
Somit stehen die Titel internationaler Energiekonzerne wie BP, Shell, Chevron und ExxonMobil am Montag einmal mehr besonders stark unter Beobachtung.
Strategische Meerenge als globaler Preistreiber
Die Straße von Hormus zählt zu den sensibelsten Nadelöhren des weltweiten Energiehandels. Ein erheblicher Anteil des globalen Öltransports passiert diese Route. Entsprechend empfindlich reagieren die Märkte auf jegliche Signale, die die wichtige Transportroute betreffen. Nachdem sich Anleger vor dem Wochenende angesichts der Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran noch Hoffnungen auf eine Öffnung der vom Iran blockierten Straße von Hormus gemacht hatten, was Öl-Aktien teilweise belastete, wurden diese nun wieder zerschlagen. Die neue, nun ausgerechnet von den USA angekündigte Blockade richtet sich nach Angaben des US-Militärs zwar insbesondere gegen Schiffsverbindungen mit Bezug zu iranischen Häfen, dürfte letztlich aber dazu beitragen, das weiterhin keine Öltanker die Meerenge passieren können.
Durch die Blockade der USA würden nun auch die verbleibenden iranischen Öllieferungen von bis zu zwei Millionen Barrel pro Tag durch die Meerenge gestoppt, warnte Saul Kavonic vom Analysehaus MST Marquee laut "WirtschaftsWoche". Somit dürften sich die ohnehin bestehenden Versorgungsengpässe weiter verstärken - und der Ölpreis weiter steigen.
Ölkonzerne profitieren kurzfristig von steigenden Preisen
Historisch betrachtet zählen steigende Ölpreise zu den wichtigsten Kurstreibern für integrierte Energiekonzerne. Höhere Rohstoffnotierungen verbessern unmittelbar die Margen im Upstream-Geschäft, während Raffinerie- und Handelsaktivitäten je nach Marktphase zusätzliche Ertragschancen eröffnen können.
Gleichzeitig bleibt die Lage jedoch ambivalent: Zwar erhöhen steigende Preise kurzfristig die Gewinnerwartungen vieler Energie-Unternehmen, doch geopolitische Risiken führen regelmäßig zu Bewertungsabschlägen am Gesamtmarkt.
Am Montag zeigte sich die Aktie von BP im Handel in London nun um 0,89 Prozent höher bei 5,79 Pfund, während Anteilsscheine von Shell um 1,48 Prozent auf 34,71 Pfund stiegen. Papiere der US-Energieriesen Chevron legen im NYSE-Handel zeitweise um 1,10 Prozent auf 190,62 US-Dollar zu, Exxon-Titel verlieren unterdessen 0,60 Prozent auf 151,59 US-Dollar.
Für Anleger ergibt sich nun ein klassisches Spannungsfeld: Während die weiter steigenden Ölpreise Rückenwind für Öl- und Gasaktien liefern, erhöht die geopolitische Unsicherheit gleichzeitig das Risiko abrupt wechselnder Marktstimmungen. Fest steht bereits jetzt: Zum Wochenstart gehört der Energiesektor zu den sensibelsten Indikatoren für die geopolitische Lage - und damit zu den am genauesten beobachteten Segmenten der globalen Aktienmärkte.
Carolin Ludwig, Bettina Schneider, Evelyn Schmal, Claudia Stephan, Redaktion finanzen.net
Übrigens: Chevron und andere US-Aktien sind bei finanzen.net ZERO sogar bis 23 Uhr handelbar (ohne Ordergebühren, zzgl. Spreads). Jetzt kostenlos Depot eröffnen und Neukunden-Bonus sichern!
Ausgewählte Hebelprodukte auf BP
Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf BP
Der Hebel muss zwischen 2 und 20 liegen
| Name | Hebel | KO | Emittent |
|---|
| Name | Hebel | KO | Emittent |
|---|
Weitere BP News
Bildquellen: FotograFFF / Shutterstock.com, Katherine Welles /Shutterstock.com
