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15.03.2019 07:39
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US-Börsenaufsicht verklagt VW wegen Betrugs

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NEW YORK (Dow Jones)--Die US-Börsenaufsicht SEC hat die Volkswagen AG, zwei ihrer Tochterfirmen und den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn wegen des Betruges von US-Anleiheinvestoren verklagt. Der deutsche Autohersteller habe mit Unternehmensanleihen und festverzinslichen Wertpapieren Milliarden von Dollar erlöst, während VW gleichzeitig eine Reihe irreführender Behauptungen über die Umweltbelastung durch seine "sauberen Diesel" machte, teilte die Securities and Exchange Commission (SEC) mit.

Volkswagen habe von April 2014 bis Mai 2015 an den US-Märkten Anleihen und besicherte Wertpapiere im Volumen von mehr als 13 Milliarden Dollar begeben. Zu dem Zeitpunkt hätten leitende Angestellte gewusst, dass mehr als 500.000 Fahrzeuge von VW in den USA die gesetzlichen Emissionsgrenzwerte für Fahrzeuge deutlich überschritten hätten.

Weil der Wolfsburger Konzern aber falsche und irreführende Aussagen gegenüber Investoren und Versicherern über Fahrzeugqualität, Umweltverträglichkeit und die finanzielle Situation von VW gemacht habe, konnte er seine Wertpapiere zu attraktiveren Konditionen für das Unternehmen begeben. Der Betrug habe VW mehrere hundert Millionen Dollar mehr eingebracht, hieß es in der in Kalifornien eingereichten Klage.

Die Börsenaufsicht beschuldigt VW, Winterkorn und die Tochtergesellschaften Volkswagen Group of America Finance LLC und VW Credit Inc der Verletzung der Betrugsbekämpfungsvorschriften der Bundeswertpapiergesetze. Sie fordert vor Gericht dauerhafte Unterlassungsverfügungen, die Rückforderung von "zu Unrecht erlangten Gewinnen" zuzüglich Zinsen und Zivilstrafen. Gegen Winterkorn fordert die Börsenaufsicht einen Ausschluss von allen künftigen Board-Ämtern.

VW kündigte am Freitag an, sich gegen die Klage der SEC zur Wehr zu setzen. "Die Klage der US-Börsenaufsicht weist erhebliche juristische und inhaltliche Mängel auf", so der DAX-Konzern. Die Maßnahme beziehe sich auf Wertpapiere, die "ausschließlich an erfahrene, institutionelle Großanleger" ausgegeben worden seien. "Diese Großanleger wurden in keiner Weise geschädigt und haben alle Zahlungen von Kapital- und Zinsbeträgen vollständig und fristgerecht erhalten", so VW. Der Konzern hatte vor gut zwei Jahren milliardenschwere Vergleichsabkommen mit dem US-Justizministerium, US-Bundesstaaten sowie Verbrauchern in den USA geschlossen. "Bedauerlicherweise versucht die SEC nun noch einmal draufzusatteln", so der Konzern.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/DJN/sha/kla/mgo

(END) Dow Jones Newswires

March 15, 2019 02:40 ET (06:40 GMT)

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