USA: Erzeugerpreise steigen weniger als erwartet

13.06.24 14:53 Uhr

WASHINGTON (dpa-AFX) - In den USA sind die Erzeugerpreise im Mai weniger als erwartet gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöhten sie sich um 2,2 Prozent, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten mit einem Anstieg um 2,5 Prozent gerechnet. Im April hatte der Anstieg bei revidiert 2,3 (zunächst 2,2 Prozent) Prozent gelegen.

Im Vergleich zum Vormonat fielen die Erzeugerpreise im Mai um 0,2 Prozent. Volkswirte hatten hingegen mit einem Anstieg um 0,1 Prozent gerechnet.

Der Kernindex ohne die Preise für Energie und Lebensmittel stieg im Jahresvergleich um 2,3 Prozent, während 2,5 Prozent erwartet worden waren. Im Vergleich zum Vormonat stagnierten die Kernverbraucherpreise. Die Kernrate ist weniger schwankungsanfällig und vermittelt daher nach Ansicht von Ökonomen ein unverfälschteres Bild der Preisentwicklung.

Die Erzeugerpreise beeinflussen auch die Verbraucherpreise, an denen die US-Notenbank Fed ihre Geldpolitik ausrichtet. Die US-Notenbank hatte am Mittwoch nur eine Leitzinssenkung in diesem Jahr signalisiert. Zuvor waren es noch drei gewesen. Grund für die Zurückhaltung ist die immer noch hartnäckige Inflation. Allerdings war im Mai die Inflationsrate gesunken./jsl/bgf/mis