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18.06.2019 07:32
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USA schicken nach Tanker-Angriffen 1000 weitere Soldaten nach Nahost

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Washington (Reuters) - Angesichts der zunehmenden Spannungen mit dem Iran nach dem Angriff auf zwei Öltanker entsenden die USA zusätzliche 1000 Soldaten in den Nahen Osten.

Die Verlegung geschehe aus defensiven Zwecken, teilte Verteidigungsminister Patrick Shanahan am Montag mit. Grund sei das feindliche Verhalten der iranischen Streitkräfte und ihrer Verbündeten, das durch die Angriffe auf die beiden Tanker in der vergangenen Woche belegt werde. Das US-Militär veröffentlichte kurz zuvor weiteres Bildmaterial, das zeigen soll, dass die iranischen Revolutionsgarden hinter den Angriffen stecken. Der Iran wies die Vorwürfe abermals zurück und drohte, sich in Kürze von Vorgaben des internationalen Atomabkommens zu verabschieden, aus dem die USA im vergangenen Jahr ausgestiegen sind. Mit dem Schritt erhöht die Führung in Teheran den Druck auf die europäischen Vertragsstaaten, die das Abkommen retten wollen.

Shanahan sagte in Washington, die iranischen Angriffe auf die beiden Tanker bekräftigten Geheimdienstinformationen über das feindliche Verhalten, das vom Iran und seinen Verbündeten ausgehe. Dadurch seien die Interessen der Vereinigten Staaten in der gesamten Region bedroht. Das US-Militär erklärte, die Videobilder zeigten, dass die Revolutionsgarden für die Angriffe verantwortlich seien. Denn die iranischen Eliteeinheiten hätten die nötige Kenntnis, um eine nicht-explodierte Haftmine von einem der Tanker schnell zu entfernen, was auf den Bildern zu sehen sei. Bei den zusätzlich US-Soldaten handelt es sich Regierungskreisen zufolge um Spezialisten für die Luftüberwachung und Aufklärungseinsätze.

Die US-Regierung hatte bereits im Mai nach Angriffen auf Öltanker, für die sie ebenfalls den Iran verantwortlich gemacht hatte, die Entsendung zusätzlicher 1500 Soldaten angekündigt. Zudem verlegte sie Anfang Mai einen Flugzeugträger und Bomber in die Nahost-Region. Die Spannungen zwischen beiden Seiten haben sich massiv verschärft, nachdem US-Präsident Donald Trump aus dem Atomabkommen mit dem Iran ausgestiegen war und neue Sanktionen gegen die Islamische Republik verhängt hatte. Er will die Führung in Teheran zu einem strengeren Abkommen über ihr Atomprogramm zwingen. Die Revolutionsgarden drohten deshalb im April mit einer Blockade der Straße von Hormus. Durch den strategisch wichtigen Seeweg, der den Persischen Golf mit dem Golf von Oman verbindet, werden etwa ein Fünftel des Erdöls weltweit exportiert.

IRAN: EUROPÄER KÖNNEN ATOMABKOMMEN NOCH RETTEN

Die europäischen Vertragsstaaten Deutschland, Frankreich und Großbritannien bemühen sich, das 2015 nach jahrelangen Verhandlungen geschlossene Atomabkommen bewahren. Der Iran erhöhte in diesem Zusammenhang den Druck auf die Europäer und drohte damit, schon bald die Vorgaben des Abkommens nicht mehr zu erfüllen. Die US-Regierung sprach daraufhin von einer "atomaren Erpressung" und forderte mehr Druck auf den Iran. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini erklärte allerdings, die Europäische Union werde nur dann reagieren, wenn die Internationale Atomenergiebehörde der Vereinten Nationen einen solchen formell festgestellt habe. Der Iran erinnerte daran, dass er den Europäern Anfang Mai eine zweimonatige Frist gesetzt hatte zur Umsetzung ihrer Zusagen, die Öl- und Bankensektoren des Iran vor US-Sanktionen zu schützen. Präsident Hassan Ruhani sagte, die Europäer hätten immer noch Zeit, das Atomabkommen zu retten.

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