26.10.2021 12:12

Verkauf von Siltronic muss bis Ende Januar in trockenen Tüchern sein

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München (Reuters) - Der Münchner Chip-Zulieferer Siltronic und sein taiwanischer Rivale GlobalWafers stehen unter großem Zeitdruck, um ihre Fusion noch unter Dach und Fach zu bringen.

Die 4,35 Milliarden Euro schwere Übernahme von Siltronic ließe sich nicht mehr retten, wenn die Behörden nicht mitspielten, sagte Finanzvorstand Rainer Irle am Dienstag. Bis Ende Januar müssten alle Kartell- und Exportkontroll-Behörden grünes Licht geben. "Wenn wir nicht bis dahin alle Genehmigungen haben, geht der Deal den Bach runter." Das Münchner Unternehmen hatte am Freitag gewarnt, die Freigaben würden wohl nicht mehr in diesem Jahr vorliegen.

GlobalWafers hatte sich dagegen zuversichtlich gezeigt, die Übernahme wie geplant bis zum Jahresende abschließen zu können. So stark unterschieden sich die Äußerungen nicht, sagte Siltronic-Chef Christoph von Plotho am Dienstag. Beide Seiten bemühten sich weiterhin gemeinsam nach Kräften. Zehn Monate nach der Ankündigung der Übernahme fehlen noch die Freigaben der Wettbewerbshüter aus China und Japan, auch die Genehmigung nach dem deutschen Außenwirtschaftsgesetz steht aus. Zwischen China und Taiwan - das die Regierung in Peking als abtrünnige Provinz sieht - hatten sich die Spannungen zuletzt verstärkt. Aus Japan kommt Shin-Etsu, der größte Rivale von GlobalWafers und von Siltronic auf dem Weltmarkt, zu dem die Taiwaner - bisher die Nummer drei - aufschließen wollen.

Operativ läuft es bei Siltronic derweil besser als gedacht. "Einerseits sehen wir Nachholeffekte aus dem Jahr 2020 und gleichzeitig hohe Investitionen in Digitalisierung. Zusätzlich steigt unser Marktanteil leicht", sagte von Plotho. Der Umsatz werde 2021 um gut 15 Prozent zulegen, präzisierte er. Bisher hatte Siltronic mehr als zehn Prozent Plus in Aussicht gestellt. Die Produktion sei voll ausgelastet - sonst könne Siltronic noch mehr Siliziumscheiben (Wafer) für die Chip-Produktion bauen. In den ersten neun Monaten wuchs der Umsatz um elf Prozent auf 1,03 Milliarden Euro.

Die operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) soll 2021 bei 32 Prozent liegen - das ist das obere Ende der bisherigen Prognose (30 bis 32 Prozent). Von Januar bis September legte das Ebitda um 22 Prozent auf 323 Millionen Euro zu, das entspricht einer Marge von 31,4 (Vorjahr: 28,7) Prozent.

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