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20.02.2020 22:15

E*TRADE-Aktie hebt ab: Morgan Stanley übernimmt Broker E*TRADE für 13 Milliarden Dollar

Vermögensverwaltungsgeschäft: E*TRADE-Aktie hebt ab: Morgan Stanley übernimmt Broker E*TRADE für 13 Milliarden Dollar | Nachricht | finanzen.net
Vermögensverwaltungsgeschäft
Die US-Großbank Morgan Stanley übernimmt den amerikanischen E*Trade für 13 Milliarden Dollar.
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Durch den Zukauf baue Morgan Stanley sein Vermögensverwaltungsgeschäft deutlich aus, begründete die Bank am Donnerstag den Zukauf. Zusammen verwalten die Unternehmen 3,1 Billionen Dollar an Kundengeldern und zählen 8,2 Millionen Privatkunden. Der Kaufpreis werde vollständig in Aktien gezahlt. Die E*TRADE-Anteilseigner sollen für jede ihrer Aktien 1,0432 Morgan-Stanley-Papiere erhalten.

Morgan Stanley greift nach E*TRADE - Anleger weniger erfreut

Die Stärkung des Privatkundengeschäfts mit der Übernahme des Online-Brokers E-Trade kommt am Donnerstag bei den Anlegern von Morgan Stanley nicht gut an. Während die Papiere des Übernahmeziels E*TRADE an der Nasdaq zuletzt 22,43 Prozent auf 55,01 Dollar in die Höhe schossen und sich der Offerte von 58,74 US-Dollar näherten, ging es für die Papiere der US-Investmentbank im NYSE-Handel um aktuell 4,36 Prozent bergab auf 53,86 Dollar. Sie waren damit unter den zehn größten Verlierern des breit aufgestellten S&P 500.

Mit der Milliardenübernahme und den über 5,2 Millionen Kunden des Online-Brokers setzt die Bank auf ein breiter aufgestelltes Geschäft mit der Vermögensverwaltung für Privatkunden. E-Trade stand seit November 2019 verstärkt unter Druck, seine Zukunft schien im harten Wettbewerb mit den US-Billigbroker Charles Schwab und TD Ameritrade offen.

Das gesamte Volumen liegt den Angaben zufolge bei 13 Milliarden US-Dollar, was den Deal zu einem der größten eines Wall-Street-Hauses seit der Finanzkrise macht. Die Aktionäre von E-Trade sollen für ihre Papiere 1,0432 Morgan-Stanley-Anteilscheine erhalten.

Analyst Gerard Cassidy von RBC Capital glaubt, dass der Zukauf Ausdruck der Bemühungen von Morgan Stanley ist, einen Übergang zu einem weniger bilanzintensiven Geschäftsmix mit beständigeren Erträgen zu schaffen. Er rechnete vor, dass die Geschäfte in den Bereichen Vermögensverwaltung und Investment-Management künftig mehr als die Hälfte des Vorsteuergewinns der US-Bank ausmachen werden. 2010 seien dies lediglich 10 Prozent gewesen.

Glenn Schorr von Evercore ISI sieht eine Menge strategische Möglichkeiten, die für Morgan Stanley erwachsen. Neben einer stabileren Ertragsquelle erweitere das Wall-Street-Haus sein Spektrum und schließe Lücken in seinem Angebot. Er betonte aber zugleich, dass jeder Deal auch Haken habe. In diesem Falle sieht er eine Verwässerung des materieller Buchwertes, Unsicherheit um künftige Aktienrückkäufe und ein vorhandenes Integrationsrisiko.

Während Morgan Stanley-Aktien im Handel an der NYSE 4,58 Prozent im Minus letztlich notierten bei 53,73 US-Dollar, zogen Papiere von E*TRADE an der Nasdaq um 21,81 Prozent an auf 54,73 US-Dollar.

Bangalore/Frankfurt (Reuters)

Bildquellen: Gordon Bell / Shutterstock.com

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02.04.2020Morgan Stanley neutralDeutsche Bank AG
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10.09.2018Morgan Stanley overweightJP Morgan Chase & Co.
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02.04.2020Morgan Stanley neutralDeutsche Bank AG
21.01.2020Morgan Stanley NeutralCitigroup Corp.
04.04.2019Morgan Stanley HoldHSBC
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