finanzen.net
Commerzbank Zertifikate ist jetzt Societe Generale Zertifikate. Mehr erfahren!-w-
25.03.2020 14:46

VIRUS/ROUNDUP 2: Einigung auf Billionen-Konjunkturpaket in USA

Werbung

(neu: mehr Details und Hintergrund)

WASHINGTON (dpa-AFX) - In den USA ist der Weg frei für ein gewaltiges Konjunkturpaket zur Linderung der verheerenden wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie. Republikaner und Demokraten einigten sich nach tagelangen Verhandlungen in der Nacht zu Mittwoch auf billionenschwere Hilfen, wie der republikanische Mehrheitsführer im US-Senat, Mitch McConnell, und der führende Demokrat in der Kammer, Chuck Schumer, am frühen Mittwochmorgen (Ortszeit) mitteilten. Der Senat wie auch das Repräsentantenhaus müssen das Paket noch verabschieden. Es soll nach US-Medienberichten einen Umfang von 2 Billionen US-Dollar haben.

Das Konjunkturpaket beinhaltet nach Angaben der Unterhändler unter anderem direkte Hilfszahlungen an US-Steuerzahler, eine Ausweitung von Arbeitslosenunterstützung, mehr Geld für Krankenhäuser und ein umfassendes Kreditprogramm für Unternehmen. Es soll die wirtschaftlichen Verwerfungen der Coronavirus-Epidemie abfedern.

Das genaue Ausmaß der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie ist noch nicht absehbar. Viele Analysten befürchten inzwischen aber einen dramatischen Einbruch im zweiten Quartal und eine Rezession aufs ganze Jahr betrachtet.

Viele Geschäfte sind derzeit geschlossen, Restaurants und Kinos bleiben leer, Veranstaltungen wurden abgesagt, Flüge massenhaft gestrichen. Erste Daten lassen auch angesichts der Ausgangsbeschränkungen in vielen Bundesstaaten einen rapiden Anstieg der Arbeitslosenzahlen befürchten.

Das Konjunkturpaket soll einem Einbruch der US-Wirtschaft entgegenwirken. Der genaue Text der Einigung war zunächst nicht öffentlich. Nach Angaben der "Washington Post" ist darin ein Kreditprogramm im Umfang von 367 Milliarden US-Dollar für kleine Firmen vorgesehen. Auch große Unternehmen, die von der Krise besonders betroffen sind, sollen milliardenschwere Hilfen erhalten. Steuerzahler mit einem gewissen Höchsteinkommen sollen demnach einen Scheck über 1200 US-Dollar bekommen, pro Kind soll es zusätzliches Geld geben. Allein 130 Milliarden US-Dollar seien als Finanzhilfe für Krankenhäuser vorgesehen.

Die Demokraten hatten sich in den Verhandlungen zuletzt unter anderem dafür eingesetzt, die vorgesehenen Kreditprogramme stärker zu kontrollieren. Zudem forderten sie mehr Geld für den Gesundheitssektor und den Ausbau der Arbeitslosenversicherung. Schumer zufolge sollen gekündigte Arbeitnehmer im Schnitt nun bis zu vier Monate lang ihr volles Gehalt bekommen.

Er sagte, es handele sich um das "größte Hilfspaket in der US-Geschichte". Wie es Kompromisse generell an sich hätten, sei auch dieses Paket keineswegs perfekt, räumte er ein. Die Demokraten hätten aber wichtige Verbesserungen ausgehandelt und eine "herausragende Vereinbarung" erreicht, um durch diese düsteren Zeiten zu leiten. "Ich sage allen Amerikanern: Hilfe ist unterwegs - große Hilfe und schnelle Hilfe."

McConnell sprach von einem "historischen Hilfspaket". Billionen US-Dollar würden in die Wirtschaft gepumpt, um Familien, Arbeitern und Firmen unter die Arme zu greifen. Nach den Worten McConnells sollte das Paket noch an Mittwoch im Senat verabschiedet werden. Danach muss noch das von den Demokraten kontrollierte Repräsentantenhaus zustimmen. Die Führung der Kammer war bereits an den Verhandlungen im Senat beteiligt.

Die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, erklärte, die Demokraten hätten in den Verhandlungen wichtige Verbesserungen für die amerikanische Arbeiterschaft durchgesetzt. Die Demokraten im Repräsentantenhaus würden nun die endgültigen Vereinbarungen des Textes prüfen, um das weitere Vorgehen festzulegen.

Der US-Kongress hatte in diesem Monat bereits zwei kleinere Pakete in Höhe von insgesamt gut 100 Milliarden US-Dollar beschlossen, mit dem die Folgen der Corona-Epidemie abgefedert werden sollen.

In den USA gibt es nach Zählungen der Johns-Hopkins-Universität inzwischen mehr als 55 000 bekannte Infektionen mit dem Coronavirus. Mehr als 800 Menschen in den Vereinigten Staaten sind demnach bislang an dem Virus gestorben. Die Zahlen stiegen in den vergangenen Tagen rasant an./jac/jbz/pos/DP/jha

Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

Dow über 22.000-Punkte-Marke -- DAX beendet Handel höher -- Commerzbank setzt Dividendenzahlung aus -- HelloFresh übertrifft Markterwartungen -- Disney, Johnson&Johnson, LEONI, GM, Bayer im Fokus

Dürr setzt Prognose aus - Ziele voraussichtlich nicht erreichbar. Abbott Laboratories: Corona-Schnelltest in den USA zugelassen. Bayer stellt eigene Kapazitäten für Covid-19-Tests zur Verfügung. adidas-Aktie abgestraft: adidas will doch Miete zahlen - Kurzarbeit soll beantragt werden. Johnson & Johnson testet ab September Covid-19-Impfstoff. INDUS rechnet mit deutlichem Umsatzrückgang.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die erfolgreichsten Kinofilme der letzten 25 Jahre
Welche Titel knackten die Milliardenmarke an den Kinokassen?
DAX: Die größten Verluste an nur einem Tag
An diesem Tagen verbuchte der DAX das höchste Minus
Diese Aktien und Anleihen hat George Soros im Depot (Q4 2019)
Änderungen im Portfolio
Welche Marken sind vorne mit dabei?
BrandZ-Ranking: Das sind die wertvollsten deutschen Marken
Die Länder mit den größten Goldreserven
Wer lagert das meiste Gold?
mehr Top Rankings

Umfrage

Welcher der folgenden Faktoren ist Ihnen bei der Auswahl eines Emittenten am wichtigsten?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Shell (Royal Dutch Shell) (A)A0D94M
Lufthansa AG823212
Wirecard AG747206
Daimler AG710000
Allianz840400
Infineon AG623100
BioNTech SE (spons. ADRs)A2PSR2
Amazon906866
Deutsche Bank AG514000
Microsoft Corp.870747
BayerBAY001
BASFBASF11
Airbus SE (ex EADS)938914
NEL ASAA0B733
Volkswagen (VW) AG Vz.766403