Millionenaufträge für Rheinmetall und RENK: Aktien indes tiefer - TKMS und HENSOLDT im Blick

Neue Millionenaufträge bei Rheinmetall und RENK rücken die Rüstungsbranche erneut in den Fokus. Trotz starker Nachrichtenlage zeigen sich die Aktien zuletzt mit Verlusten.
Werte in diesem Artikel
• Rheinmetall kooperiert mit Boeing bei Kampfdrohne mit Millionenpotenzial
• RENK sichert sich Großauftrag über 157 Millionen Euro von NATO-Kunde
• Aktien schwach trotz geopolitischer Spannungen und voller Auftragsbücher
Rheinmetall baut Drohnen-Offensive aus
Bereits in der vergangenen Woche hatte Rheinmetall eine strategische Partnerschaft mit Boeing Australia bekannt gegeben. Ziel ist es, die Kampfdrohne MQ-28 "Ghost Bat" als Lösung für die Bundeswehr bis 2029 anzubieten. Rheinmetall soll dabei als Systemintegrator auftreten und unter anderem Integration, Wartung und Weiterentwicklung verantworten.
Das Unternehmen sieht laut eigener Mitteilung ein Umsatzpotenzial im dreistelligen Millionenbereich. Auch politisch bekommt das Thema Rückenwind: Wie die Frankfurter Rundschau berichtet, prüft die Bundeswehr verstärkt den Einsatz unbemannter Systeme, während Deutschland seine militärischen Fähigkeiten im Bereich Drohnen und Weltraumüberwachung ausbauen will.
RENK sichert sich Großauftrag über 157 Millionen Euro
Ebenfalls aus der vergangenen Woche stammt eine Meldung von RENK: Der Antriebsspezialist erhält einen Auftrag eines NATO-Mitgliedstaates über rund 157 Millionen Euro. Geliefert werden sollen Panzergetriebe des Typs HSWL 295 inklusive Schulungs- und Ersatzteilpaket.
Die Auslieferung beginnt im dritten Quartal 2026 und soll bis 2033 laufen. Für RENK ist das Projekt Teil eines langfristigen Beschaffungsprogramms und stärkt die strategische Ausrichtung, den Defense-Anteil am Umsatz weiter auszubauen.
Möglicher NATO-Austritt der USA belastet weiterhin
Für Unsicherheit sorgt weiterhin die Debatte um einen möglichen NATO-Austritt der USA. Wie dpa-AFX berichtet, hatte US-Präsident Donald Trump zuletzt mit einem solchen Schritt gedroht und damit das Sentiment belastet. Obwohl die Sorgen zuletzt nachgelassen haben, weil das Thema in seiner Rede zur Lage der Nation nicht aufgegriffen wurde, scheinen Anleger dennoch vorsichtig zu agieren.
Rüstungsaktien nach starker Auftragslage im Fokus
Denn trotz der positiven Impulse durch neue Aufträge, anhaltende geopolitische Spannungen und neue Analystenkommentare zeigten sich die Aktien am Dienstag schwächer: Rheinmetall verlor via XETRA letztlich 2,52 Prozent auf 1.531,00 Euro, RENK gab 0,24 Prozent auf 53,76 Euro nach. HENSOLDT fiel um 2,82 Prozent auf 81,00 Euro, während TKMS mit einem Minus von 0,97 Prozent auf 87,00 Euro unter Druck stand.
Die Entwicklung zeigt: Selbst bei gut gefüllten Auftragsbüchern und strukturellem Rückenwind bleibt das Sentiment kurzfristig anfällig. Ungeachtet der aktuellen Kursschwäche bleibt der übergeordnete Trend jedoch intakt. Steigende Verteidigungsausgaben, neue NATO-Aufträge und technologische Entwicklungen wie Drohnen und KI-gestützte Systeme sorgen weiterhin für Wachstumsperspektiven in der Branche.
Benedict Kurschat, Evelyn Schmal, Martina Köhler, Julia Walter, Redaktion finanzen.net
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Bildquellen: RENK Group AG, Tobias Arhelger / Shutterstock.com
