VW-Rivale Toyota: Gewinnprognose enttäuscht den Markt - Aktie dreht ins Minus

Der weltgrößte Autobauer Toyota blickt wegen der Folgen des Iran-Kriegs vorsichtig auf das laufende Geschäftsjahr und rechnet mit einem weiteren Ergebnisrückgang.
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Der VW-Konkurrent geht davon aus, dass der operative Gewinn im Geschäftsjahr 2026/27 (31. März) um etwas mehr als ein Fünftel auf drei Billionen Yen (rund 16 Mrd Euro) fällt. Experten hatten mit einem deutlich höheren Gewinnziel für das laufende Geschäftsjahr gerechnet. Auch die Umsatzprognose von 51 Billionen Yen lag unter den Markterwartungen. Letztlich verlor die Aktie in Tokio 2,18 Prozent auf 2.913 Yen.
Toyota stellt sich auf höhere Rohstoffkosten infolge von Lieferengpässen durch den Iran-Krieg ein. Zulieferer des Konzerns hatten bereits in der vergangenen Woche vor Engpässen bei wichtigen Materialien gewarnt. Toyota bezifferte die negative Belastung durch den Krieg auf 670 Milliarden Yen und erklärte, es sei schwierig, diesen Effekt auszugleichen.
Die Fahrzeugverkäufe sind im März leicht gesunken, während die Produktion stieg. Dies deutet darauf hin, dass Toyota sich zunächst vor den gravierendsten unmittelbaren Folgen des Konflikts im Nahen Osten schützen konnte.
In den zwölf Monaten bis Ende März sank das operative Ergebnis wegen Belastungen durch US-Zölle um etwas mehr als ein Fünftel auf 3,8 Billionen Yen. Der Umsatz stieg indessen um 5,5 Prozent auf rund 50,7 Billionen Yen.
Mit dem erwarteten Rückgang des operativen Ergebnisses wäre Toyotas Gewinn bereits das dritte Jahr in Folge rückläufig. Dies spiegele die Schwierigkeiten des Konzerns wider, sich an den raschen Wandel der Branche anzupassen, sagte Finanzchef Yoichi Miyazaki. Die bisherigen Maßnahmen seien weitgehend auf kurzfristig umsetzbare Schritte beschränkt gewesen.
Die vorgelegten Geschäftszahlen sind die ersten unter dem neuen Konzernchef Kenta Kon. Der frühere Finanzchef und Vertraute von Aufsichtsratschef Akio Toyoda soll die Profitabilität des Konzerns verbessern.
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TOKIO (dpa-AFX)
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