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11.04.2019 07:52
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"Warnschuss" für Milliardendeal am Schweizer Telekommarkt

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Zürich (Reuters) - Eigentlich sollte es auf der Aktionärsversammlung des Schweizer Mobilfunkbetreibers Sunrise noch gar nicht um die milliardenschwere Übernahme des Kabelnetzbetreibers UPC Schweiz gehen.

Doch das Ringen um die Finanzierung für die 6,3 Milliarden-Franken-Transaktion überschattete das Eigentümertreffen am Mittwoch: Der deutsche Großaktionär Freenet blockierte einen Vorratsbeschluss für eine Kapitalerhöhung. Zwar ging es dabei noch nicht um die geplante 4,1 Milliarden Franken schwere Kapitalspritze, mit der Sunrise den Zukauf finanzieren will - über sie stimmen die Aktionäre erst später ab. Mit dem genehmigten Kapital hätte sich Sunrise jedoch bereits schon vor dieser großen Kapitalerhöhung Geld von den Aktionären holen können - wenn auch in deutlich kleinerem Umfang. Das ist nun erst mal nicht mehr möglich. Und zugleich ist der Schritt ein Warnschuss, dass der Zukauf von UPC Schweiz noch nicht in trockenen Tüchern ist.

Auf der Generalversammlung stimmten lediglich knapp 59,3 Prozent der anwesenden Aktionäre für den genehmigten Kapitalrahmen - und damit nicht die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit. Sunrise-Finanzchef Andre Krause sagte, das Unternehmen habe damit nun etwas weniger Handlungsspielraum. "Es hätte sein können, das wir gemeinsam mit Freenet zu der Auffassung kommen, dass es vor der Kapitalerhöhung Sinn macht, durch eine vorgezogene Kapitalerhöhung Druck von der großen Kapitalerhöhung zu nehmen. Das können wir jetzt nicht mehr. Freenet hat uns der Optionalität beraubt", sagte er zu Reuters.

FREENET IST NOCH UNENTSCHLOSSEN

Ob Freenet bei der späteren entscheidenden außerordentlichen Generalversammlung für oder gegen die Kapitalerhöhung stimmen werde, sei noch nicht entschieden, sagte Freenet-Chefjurist Alexander Borgwardt am Rande des Aktionärstreffens zu Reuters. Das Unternehmen hält etwa ein Viertel der Sunrise-Aktien und müsste damit rund eine Milliarde Franken zur Kapitalerhöhung beisteuern, um seinen Anteil zu halten. Unternimmt Freenet nichts, sinkt die Beteiligung automatisch - zumal die geplante Kapitalerhöhung mit 4,1 Milliarden Franken den Börsenwert von Sunrise übersteigt.

Um von den Aktionären grünes Licht für den Deal zu bekommen, benötigt Sunrise auf der kommenden außerordentlichen Generalversammlung eine einfache Mehrheit. Unter bestimmten Bedingungen kann dafür nach Einschätzung von Juristen jedoch eine Zwei-Drittel-Mehrheit nötig sein, wie Sunrise-Verwaltungsratschef Peter Kurer ausführte: Sollte der Verkäufer von UPC Schweiz, Liberty Global, zuvor Sunrise-Aktien kaufen, wären diese formellen Anforderungen erfüllt. Kurer selbst wollte sich darauf jedoch nicht festlegen.

In einem solchen Fall wäre es für Freenet mit einer Beteiligung von 24,5 Prozent vergleichsweise einfach, Beschlüsse zu blockieren. Denn auf den Aktionärsversammlungen sind meist nicht alle Eigentümer vertreten: Am Mittwoch lag die Präsenz bei knapp 62 Prozent.

Allerdings gibt es laut Krause keine Anhaltspunkte, dass Liberty einen solchen Schritt plant. "Liberty ist das bewusst und es ist keine ernstzunehmende Option, weil sie ein großes Interesse daran haben, dass die Transaktion stattfindet. Das ist eine theoretische Option", sagte der Finanzchef. Sie räume Liberty die Möglichkeit ein, bis zum Abschluss des Deals bis zu zehn Prozent der Sunrise-Aktien zu kaufen.

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