finanzen.net
11.10.2019 16:21
Bewerten
(0)

WDH/ROUNDUP: Kramp-Karrenbauer bekräftigt deutsches Interesse an Nord Stream 2

(Fehlendes Wort ergänzt sowie Beginn Teilnahme an Riga-Konferenz)

RIGA (dpa-AFX) - Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat bei ihrem Antrittsbesuch im Baltikum einem Stopp der umstrittenen Ostsee-Pipeline Nordstream 2 eine Absage erteilt. Die Bundesregierung setze aber alles daran, in den mit Russland geführten Verhandlungen Sicherheiten für die Staaten in Osteuropa einzubauen, sagte die CDU-Chefin am Freitag in Riga bei einem Treffen mit ihrem lettischen Amtskollegen Artis Pabriks. Russland habe sich in diesen Fragen als verlässlicher Vertragspartner erwiesen.

"Nord Stream 2 ist ein schwieriges Projekt. Das ist mir sehr bewusst", sagte Kramp-Karrenbauer. Es sei in der nationalen Energiepolitik Deutschlands ein wichtiges Projekt für einen Energiemix und die Sicherung der Versorgung. "Es wäre allerdings unredlich den Eindruck zu erwecken, dass beim Fortgang und bei der Vertragslage Nord Stream 2 noch gestoppt werden könnte", sagte sie.

Pabriks bekräftigte, seine Regierung lehne das Projekt der Pipeline zwischen Russland und Deutschland ab und fordere Einigkeit im Vorgehen der EU. Zur Frage der Energiesicherheit sagte er: "Wir können auch fünf Pipelines ausbauen, aber wenn der Zulieferer derselbe ist, dann ist das keine zusätzliche Sicherheit."

Den Planungen zufolge soll die etwa 1200 Kilometer lange Ostsee-Pipeline Ende des Jahres betriebsbereit sein. Doch die USA und einige europäische Staaten kritisieren den Bau, unter anderem weil sie eine zu große Abhängigkeit von russischem Gas befürchten und bisherige Transportwege umgangen werden.

Sicherheitspolitisch sagte Kramp-Karrenbauer dem Nato-Verbündeten Lettland weitere Unterstützung zu. "Wir stehen als Alliierte, als Bündnispartner innerhalb der Nato zusammen", sagte sie. "Auf Deutschland als Verbündeten kann Lettland sich zu 100 Prozent verlassen." Am Freitag nahm sie an der sicherheitspolitischen Riga-Konferenz.

Die eigenen Gelder reichten für den Schutz des lettischen Staates nicht aus, sagte Pabriks. Er nannte Unterstützung der Nato-Partner auch bei Luftverteidigung und dem militärischen Schutz der Küsten.

Die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen sind trotz scharfer Kritik aus Moskau im März 2004 der Nato beigetreten. Die Mitgliedschaft im westlichen Militärbündnis gilt in den drei früheren Sowjetrepubliken als wichtigste Sicherheitsgarantie vor ihrem mächtigen Nachbarn Russland. Besonders die Ukrainekrise sorgte in den seit 1991 wieder unabhängigen Staaten im Nordosten Europas für neue Besorgnis.

Estland und Lettland haben starke russische Minderheiten und im Osten eine gemeinsame Grenze mit Russland, Litauen grenzt im Westen an die russische Ostsee-Exklave Kaliningrad. Dort hat Moskau nuklear bestückbare Iskander-Mittelstreckenraketen stationiert. Mit einer Reichweite von 500 Kilometern könnten russische Streitkräfte Ziele in ganz Polen erreichen und sogar Berlin treffen. Auch Antischiffsraketen vom Typ Bastion (Nato Code: SSC-5 "Stooge") wurden ins westlichste Gebiet Russlands rund um das frühere Königsberg verlegt.

Wegen ihrer Lage gelten die drei Baltenstaaten als Achillesferse der Nato-Ostflanke. Im Ernstfall wären sie vom restlichen Nato-Gebiet leicht abzutrennen. Der Grund dafür ist die sogenannte "Suwalki-Lücke". Gemeint ist damit ein rund 100 Kilometer breiter Landstreifen zwischen Polen und Litauen, der von Kaliningrad im Westen bis Weißrussland im Osten reicht. Der geografische Flaschenhals ist die einzige Landverbindung zwischen den drei Baltenstaaten und den anderen Nato-Mitgliedern./cn/DP/edh

Marktausblick

TV-Börsenexperte Markus Koch und die Wertpapierprofis von DJE Kapital nehmen am Donnerstag um 18 Uhr die Kapitalmärkte unter die Lupe. Sie verraten Ihnen, wie Sie sich als Anleger jetzt positionieren sollten. Hier kostenlos anmelden
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

Asiens Börsen mehrheitlich stärker -- Daimler wieder mit Gewinn -- Gewinneinbruch bei BASF -- Tesla überzeugt mit mehr Umsatz -- Dialog Semiconductor, KION, Siltronic, eBay, Microsoft im Fokus

PayPal-Aktie reagiert auf Umsatzsteigerung mit nachbörslichem Kursfeuerwerk. Reckitt Benckiser zahlt hunderte Millionen Dollar in Opioid-Vergleich. Empfindlicher Rückschlag für den BVB nach Derby. Ceconomy optimistischer für Gesamtjahr. Ford muss erneuten Gewinneinbruch verkraften. TAKKT wird pessimistischer.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Das sind die reichsten Länder Welt 2019
Deutschland gerade noch in den Top 20
Die Performance der DAX 30-Werte in Q3 2019.
Welche Aktie macht das Rennen?
Hohe Gehälter:
Welche Arbeitgeber am meisten zahlen
Die wertvollsten Fußballvereine der Welt 2019
Welcher Club ist am wertvollsten?
Die 12 toten Topverdiener 2019
Diese Legenden sind die bestbezahlten Toten der Welt
mehr Top Rankings

Umfrage

Die Bundesregierung erlaubt anscheinend Huawei-Technik bei Aufbau des 5G-Netzes. Was halten Sie davon?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
CommerzbankCBK100
BASFBASF11
Deutsche Telekom AG555750
Microsoft Corp.870747
NEL ASAA0B733
Infineon AG623100
Apple Inc.865985
Amazon906866
Ballard Power Inc.A0RENB
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
BayerBAY001
TeslaA1CX3T