finanzen.net
04.01.2018 14:27
Bewerten
(0)

Wer mit dem Teufel spielt ... / Kreditkartenfirmen, die illegales Glücksspiel unterstützen, bleiben oft auf ihren Forderungen sitzen

DRUCKEN
Hamburg (ots) - "Die rechtlichen Rahmenbedingungen der Glücksspielregulierung müssen an die Veränderungen im digitalen Zeitalter angepasst werden", fordern Michael Heinrich und Torsten Meinberg, Federführer des Deutschen Lotto- und Totoblocks (DLTB).

Trotz Verbots boomen illegale Online-Glücksspiele in Deutschland und immer mehr Verbraucher verzocken ihr Geld beim illegalen Glücksspiel im Internet. Den Behörden fehlen geeignete Instrumente im Kampf gegen Onlinekasinos und Schwarzlotterien - oder die Mittel, die Verbote durchzusetzen. Glücksspielkonzerne betreiben ihre Angebote zwar auf deutschsprachigen Websites, haben ihren Sitz aber in Steueroasen wie Gibraltar, Malta, Isle of Man oder in der Karibik und entziehen sich so ihrem Zugriff.

Welch groteske Folgen dies hat, zeigt ein Bericht des Nachrichtenmagazins SPIEGEL (Nr. 1/2018 vom 30.12.2017, Alles auf die Kreditkarte, Onlinelink: http://ots.de/JBtnS ) Banken und Kreditkartenfirmen, die trotz Verbots den Zahlungsverkehr für illegale Onlinekasinos abwickeln, bleiben nun selbst immer öfter auf ihren Forderungen sitzen, wenn Spieler, die im Internet ihr Geld verloren haben, danach das verbotene Geschäft für nichtig erklären und nicht zahlen.

Wie der SPIEGEL schreibt, verzichten Finanzinstitute vielfach darauf, ihre Forderungen gegenüber Spielern einzutreiben - wohl wissend, dass es verboten ist, Zahlungen für unerlaubtes Glücksspiel abzuwickeln.

Bereits die "Paradise Papers" haben ein grelles Licht auf einige deutsche Banken geworfen, denen vorgeworfen wird, durch Geschäfte mit ausländischen Internet-Glücksspielanbietern gegen deutsches Glücksspielrecht verstoßen zu haben. Der DLTB fordert Politik und Regulierungsbehörden auf, diese jahrelange Praxis zu unterbinden:

"Illegales Online-Glücksspiel wird offenbar von verschiedenen Banken und Kreditkartenfirmen durch das Transferieren von Geldern unterstützt. Das ist nach dem deutschen Glücksspielstaatsvertrag eindeutig verboten. Ein solches Vorgehen muss unterbunden werden", so Michael Heinrich, Federführer des DLTB.

Eine im Internet einsehbare gemeinsame "Whitelist" der deutschen Glücksspielaufsichtsbehörden ermöglicht es Verbrauchern und Wirtschaftsteilnehmern (also auch Banken) zu erkennen, welche Glücksspiel-Anbieter in Deutschland legal arbeiten. Anbieter, die hier nicht aufgeführt sind, haben keine Erlaubnis in Deutschland. Der

Link zur Whitelist: http://ots.de/KrJ5T

Der zweite Glückspieländerungsstaatsvertrag, der zum 01.01.2018 in Kraft treten sollte, hatte das Thema "payment-blocking" aufgegriffen. Zudem sollte durch die Gründung einer Anstalt in Nordrhein-Westfalen der Vollzug gegen die illegalen Online-Angebote gestärkt werden. Doch die Umsetzung der Gesetze, die diese wichtige Verbesserung festschreiben, waren am Widerstand Schleswig-Holsteins gescheitert. Somit gilt der bestehende Glücksspielstaatsvertrag unverändert weiter. Der DLTB appelliert daher an die Länder, die nötigen Änderungen am GlüStV zügig umzusetzen und den Vollzug gegen die illegalen Anbieter zu stärken.

"Der Kampf gegen illegale Glücksspielanbieter muss verstärkt werden", fordern Michael Heinrich und Torsten Meinberg, Federführer des DLTB, und erläutern: "Wir sehen, wie wichtig es ist, dass die Ministerpräsidenten auf ihrer nächsten Konferenz im Februar 2018 endlich eine Lösung finden, mit der die geplanten Änderungen realisiert werden können, damit die Machenschaften illegaler Online-Glücksspielanbieter unterbunden werden können. Die Aufsichtsbehörden brauchen Klarheit im Rechtsrahmen, um konsequent gegen die illegalen Online-Casinos und Schwarzlotterien vorgehen zu können".

Sie betonen: "Glücksspiel ist kein Produkt wie jedes andere, sondern ein besonderes Gut, weil es Gefahren wie Spielsucht, Geldwäsche und Begleitkriminalität mit sich bringt. Gerade deshalb ist es wichtig, dass der Staat Glücksspiel streng reglementiert."

Über den DLTB:

Der Deutsche Lotto- und Totoblock (DLTB) ist die Gemeinschaft der 16 selbstständigen Lotteriegesellschaften in den Bundesländern. LOTTO steht für Glück auf der Basis von Verantwortung. Unser vorrangiges Ziel ist es, das Spiel mit dem Glück zu ermöglichen, gleichzeitig aber präventiv die Entstehung von Spielsucht zu verhindern. Im staatlichen Auftrag orientiert sich unser Handeln nicht am Gewinnstreben, sondern ist vorrangig an der Förderung des Gemeinwohls ausgerichtet. Die Einsätze der Spielteilnehmer fließen zum weit überwiegenden Teil an die Allgemeinheit zurück und finanzieren zahlreiche Projekte in den Bereichen Soziales, Kultur und Sport.

OTS: Deutscher Lotto- und Totoblock (DLTB) newsroom: http://www.presseportal.de/nr/53260 newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_53260.rss2

Für Rückfragen: Madeleine Göhring, Deutscher Lotto- und Totoblock (DLTB), Pressesprecherin, E-Mail: pressestelle@lotto-hh.de, Telefon: +49 (0)40 6 32 05 -241

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Fünf deutsche Internet-Aktien, die Sie kennen sollten!

Das Gute liegt oft so nah. Heimische Internet-Unternehmen rollen den Markt auf. Im neuen Anlegermagazin erwartet Sie ein Special über deutsche Internet-Aktien, die Sie kennen sollten.
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX schließt in Rot -- US-Börsen schließen fester -- IBM übertrifft Markterwartung -- Chinesischer Investor steigt bei Heideldruck ein -- Deutsche Bank, Ahold, RWE, Deutsche Börse im Fokus

Energiekonzern EnBW offen für Partnerschaften bei US-Windenergie. Sony verlegt aus Sorge um Brexit Europasitz. Shutdown könnte Wachstum auf Null drücken. Volkswagen investiert in US-Start-up für Batterieforschung. Klöckner & Co nach Kursrutsch wieder chancenreich. S&T wächst 2018 stark. Südzucker-Aktie: Warburg warnt vor Gewinnflaute. Rückschlag für Chipwerte nach enttäuschendem ASML-Ausblick.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Erster Job
Wo Absolventen am meisten Geld verdienen
Abschlüsse der DAX-Chefs
Diese Studiengänge haben die DAX-Chefs absolviert
Die Performance der DAX 30-Werte in 2018.
Welche Aktie macht das Rennen?
Das sind die reichsten Länder Welt 2018
USA nicht mal in den Top 10
Die Performance der Rohstoffe in in 2018.
Welcher Rohstoff macht das Rennen?
mehr Top Rankings

Umfrage

Glauben Sie, dass es noch zu einem geordneten Brexit kommen wird?

finanzen.net Brokerage

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Wirecard AG747206
Daimler AG710000
Amazon906866
CommerzbankCBK100
TeslaA1CX3T
Apple Inc.865985
BASFBASF11
Aurora Cannabis IncA12GS7
Heidelberger Druckmaschinen AG731400
EVOTEC AG566480
Allianz840400
Deutsche Telekom AG555750
Siemens AG723610
Infineon AG623100