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14.08.2019 21:57
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Westdeutsche Zeitung: Exklusiv: Stamp-Ministerium zieht ins RWI4

Düsseldorf (ots) - Das bisherige Hauptgebäude an der Haroldstraße wird saniert. Der Umbau wird Jahre in Anspruch nehmen.

Von Ekkehard Rüger

Düsseldorf. Das NRW-Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (MKFFI) von Minister Joachim Stamp (FDP) wird sein Verwaltungsgebäude in der Düsseldorfer Haroldstraße für mehrere Jahre verlassen. Das bestätigte ein Ministeriumssprecher dieser Zeitung. Die Mitarbeiter werden in der Zeit im Bürogebäude RWI4 an der Völklinger Straße untergebracht. Der Umzug wird notwendig, weil das bisherige Ministeriumsgebäude von Grund auf saniert wird.

Die 350 Mitarbeiter erfuhren via Intranet am Mittwoch von dem bevorstehenden Gebäudewechsel. Betroffen sind auch Teile des Wirtschaftsministeriums, das derzeit rund 180 Mitarbeiter im MKFFI untergebracht hat, und des Kultur- und Wissenschaftsministeriums, das dort mit insgesamt rund 50 Mitarbeitern und unter anderem der Landeszentrale für politische Bildung vertreten ist. Das Wirtschaftsministerium prüft aber derzeit noch, welche der ausgelagerten Abteilungen auch in das eigene Hauptgebäude im einstigen Mannesmann-Hochhaus am Rheinufer geholt werden können.

Das Land wird Hauptmieter

in dem Bürokomplex in Unterbilk

In den RWI4-Zwillingstürmen in Unterbilk wird das Land als Hauptmieter einziehen. Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) hat dafür gut 15 000 Quadratmeter Bürofläche angemietet, das ist etwa ein Drittel der gesamten Nutzfläche in den ehemaligen Siemens-Gebäuden. Mit ausschlaggebend für die Entscheidung war die Nähe zum Landtag. "Die Kriterien zur Auswahl einer Ersatzunterbringung waren, dass das Gebäude groß genug sein muss, um alle Bediensteten unterzubringen, es soll im Regierungsviertel und damit gut erreichbar liegen und es muss zu vertretbaren Mietkosten anzumieten sein", teilte MKFFI-Sprecher Henning Severin mit. Eine schrittweise Sanierung des Ministeriums an der Haroldstraße über Jahre ohne einen zwischenzeitlichen Auszug sei den Mitarbeitern nicht zuzumuten gewesen.

Nach der Sanierung wird das MKFFI wieder an die Haroldstraße zurückkehren. Wann das sein wird, dazu machte das Ministerium keine genauen Angaben. Die Rede war von "einigen Jahren". Weil es in den Etagen des RWI4 noch einige Umbauten geben muss, um den Bedürfnissen des Landes Rechnung zu tragen, wird mit einem Umzug nicht vor dem Sommer kommenden Jahres gerechnet.

Zunächst keine Angaben zu den Kosten für Sanierung und Miete

Offen blieb zunächst auch, welche Kosten mit Sanierung und Umzug verbunden sind. Federführend ist der BLB, dem praktisch alle Liegenschaften des Landes gehören. Weder wurden Zahlen zum Sanierungsaufwand an der Haroldstraße genannt noch zu den Mietaufwendungen für die zwischenzeitliche Unterbringung in Unterbilk. Es handele sich aber um "die wirtschaftlichste Lösung", so Sprecher Severin.

Aber auch für das RWI4 ist der neue Mieter eine Erfolgsmeldung. Noch vor zwei Jahren verzeichnete die Edel-Immobilie Leerstände von rund 20 Prozent. Ein Jahr später verkaufte die Assetando Real Estate GmbH den Gebäudekomplex an die Berliner Immobilienfirma Intown. Insider staunten über die sehr rasche Abwicklung des Verkaufs, bei dem knapp 130 Millionen Euro geflossen sein sollen.

Die beiden Silbertürme mit ihren 14 Etagen zählen zu den höchsten Gebäuden Düsseldorfs. Entworfen wurden sie einst vom renommierten Düsseldorfer Architekturbüro HPP. Laut der Internetseite von RWI4 verfügt der Gebäudekomplex gleich über drei Kindertagesstätten, ein Café und ein Restaurant.

OTS: Westdeutsche Zeitung newsroom: http://www.presseportal.de/nr/62556 newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_62556.rss2

Pressekontakt: Westdeutsche Zeitung Nachrichtenredaktion Telefon: 0211/ 8382-0 politik@wz-plus.de www.wz.de

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