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26.03.2020 18:53

Windstromauktion erneut unterzeichnet - Branche schlägt Alarm

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BERLIN (Dow Jones)--Die Ausschreibung für Windkraftanlagen an Land ist erneut massiv unterzeichnet gewesen. Ausgeschrieben wurden Projekte im Umfang von 300 Megawatt Leistung, aber nur für die Hälfte (150,9 Megawatt) wurde ein Zuschlag erteilt, wie die Bundesnetzagentur unter Berufung auf die Ergebnisse der Auktion vom 1. März mitteilte. Davon lagen 56 Megawatt in Gebieten wie Norddeutschland, in denen bereits Netzengpässe bestehen und nur bis zu einer bestimmte Obergrenze noch Windkraftanlagen zugebaut werden dürfen. Der durchschnittliche Zuschlagswert lag bei 6,07 Cent pro Kilowattstunde.

Der Bundesverband Windenergie (BWE) sprach von einem "Alarmläuten in Richtung Bundesregierung". Die Aufgabenliste, die Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) für die Lösung der Ausbauprobleme bereits im Oktober 2019 vorgelegt habe, verstaube zusehends, kritisierte BWE-Präsident Hermann Albers. "Die Corona-Krise darf nicht über den politischen Stillstand, mit dem sich die Branche seit langem herumschlägt und die industrie-, beschäftigungs- und klimapolitisch immer tiefer in die Sackgasse führt, hinwegtäuschen." Die Windbranche brauche für einen neuen Aufbruch "kein Geld, sondern lediglich administrative Unterstützung", betonte Albers.

Kontakt zur Autorin: petra.sorge@wsj.com

DJG/pso/mgo

(END) Dow Jones Newswires

March 26, 2020 13:53 ET (17:53 GMT)

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