finanzen.net
11.02.2019 14:00
Bewerten
(0)

Wirtschaft fordert Ausweitung von Bexit-Regelungen auf Neugeschäft

DRUCKEN

BERLIN (Dow Jones)--Die deutsche Wirtschaft hat für den Fall eines harten Brexit noch weitergehende Regelungen verlangt, als sie die Regierung derzeit plant. So müssten in dem Brexit-Steuerbegleitgesetz vorgesehene Übergangsbestimmungen "auch das Neugeschäft abdecken", forderte der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) in einer gemeinsamen Stellungnahme mit dem Deutschen Aktieninstitut für eine Anhörung zu den Gesetzesplänen der Regierung im Bundestags-Finanzausschuss.

Zwar sollten im Vereinigten Königreich ansässige Banken und Finanzdienstleister nach den Plänen über einen Zeitraum von 21 Monaten nach dem Brexit im Wege des grenzüberschreitenden Dienstleistungsverkehrs Bankgeschäfte betreiben oder Finanzdienstleistungen erbringen können. Die Finanzaufsicht Bafin solle entsprechende zeitlich limitierte Anordnungen erlassen können - hiervon seien jedoch bislang nur vor dem Brexit abgeschlossene Verträge und direkt verbundenes Geschäft, aber kein Neugeschäft erfasst.

"Damit können britische Finanzdienstleister bei einem harten Brexit keine neuen Finanzdienstleistungen gegenüber ihren deutschen Kunden erbringen", warnten DIHK und Aktieninstitut. Diese Regelung greife zu kurz, denn die Verlagerung von Neu- und Bestandsgeschäft insbesondere im Derivatebereich stelle deutsche Unternehmen vor erhebliche Herausforderungen. Es sei "nahezu ausgeschlossen, dass sie den Abschluss von jeglichem Neugeschäft rechtzeitig auf in der EU27 ansässige Finanzdienstleister umstellen können".

Die deutsche Kreditwirtschaft plädierte mit Blick auf die der Bafin eingeräumten Befugnisse zur Sicherstellung der Vertragskontinuität ihrerseits für die Einführung einer "begrenzten Verlängerungsmöglichkeit", da nicht abzusehen sei, "wie sich der Austritt vollziehen wird und ob nicht gegebenenfalls zumindest in bestimmten Sonderkonstellationen eine über diesen Zeitraum reichende längerfristige Anpassungsphase erforderlich werden könnte".

Die Gewerkschaften warnten in der Anhörung unterdessen davor, den Kündigungsschutz für bestimmte Spitzenbanker anzutasten, um eine Ansiedlung am deutschen Finanzplatz zu erleichtern. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) bezeichnete diesen Vorschlag als "verfassungsrechtlich bedenklich, finanzpolitisch überflüssig, sozialpolitisch schädlich und damit insgesamt nicht zu rechtfertigen". Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi schloss sich den Argumenten des DGB an.

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX fester -- Asiens Börsen schließen im Plus -- Fresenius-Dividende steigt kräftig -- FMC erhöht Dividende und kauft Aktien zurück -- O2, Vapiano im Fokus

Vapiano prüft für mehr Profitabilität auch Standortschließungen. Telefonica Deutschland kommt operativ voran. Palladiumpreis steigt auf Rekordhoch - Goldpreis auf neuem 10-Monatshoch. Senvion-Aktien brechen ein: Prognose wegen Lieferschwierigkeiten gekappt. Glencore verdient weniger und kündigt weiteren Aktienrückkauf an. MTU übertrifft 2018 eigene Prognosen.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Das sind die reichsten Länder Welt 2018
USA nicht mal in den Top 10
Abschlüsse der DAX-Chefs
Diese Studiengänge haben die DAX-Chefs absolviert
Erster Job
Wo Absolventen am meisten Geld verdienen
Die weltweit größten Smartphone-Hersteller
Der Worldwide Quarterly Mobile Phone Tracker
StepStone Gehaltsreport 2019
So viel verdienen die Deutschen in diesen Branchen
mehr Top Rankings

Umfrage

Sind Sie in Cannabis-Aktien investiert?

finanzen.net Brokerage

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
CommerzbankCBK100
Amazon906866
Apple Inc.865985
Aurora Cannabis IncA12GS7
Fresenius SE & Co. KGaA (St.)578560
Allianz840400
SteinhoffA14XB9
Deutsche Telekom AG555750
BASFBASF11
TUI AGTUAG00
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
NEL ASAA0B733