05.06.2018 13:34
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Wirtschaftsminister Altmaier will Druck beim Netzausbau machen

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BERLIN (Dow Jones)--Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will dem lahmenden Ausbau der Stromleitungen in Deutschland mehr Tempo verleihen. "Ich werde ein Netzausbau-Beschleunigungsgesetz vorlegen", sagte der CDU-Politiker bei einer Fachkonferenz zur Energiewende in Berlin. Bis zur parlamentarischen Sommerpause plant er außerdem, die Bundesnetzagentur zu besuchen, um sich ein klares Bild über die Staustellen geben zu lassen.

Fehlende Stromtrassen zwischen den Windparks im Norden Deutschlands zu den Großverbrauchern der Industrie im Süden der Republik haben sich zum Flaschenhals der Energiewende entwickelt. Der fehlende Abtransport des grünen Stroms sorgte vergangenes Jahr für Zusatzkosten von über 1 Milliarde Euro, weil Windmüller für das Abstellen der Rotoren von den Stromkunden entschädigt werden müssen (Redispatch). Altmaier erneuerte sein Versprechen, sich alle Engstellen beim Leitungsbau persönlich anschauen zu wollen. "Ich werde das tun", betonte er.

Der Ausbau der drei großen Stromautobahnen kommt indes nur in Kriechgeschwindigkeit voran. Sie sollen bis 2025 fertig gestellt werden und damit drei Jahre später als ursprünglich geplant. In den ersten drei Monaten dieses Jahres wurden lediglich 11 Kilometer gebaut.

Auch bei einer anderen Baustelle der Energiewende geht es nur ruckartig voran. Nach einem heftigen internen Gezerre soll das Kabinett nun am Mittwoch die Kohlekommission beschließen. Sie soll bis Jahresende einen klaren Fahrplan liefern, wann in Deutschland Kohlekraftwerke zum Klimaschutz vom Netz gehen müssen und wie neue Arbeitsplätze in den Braunkohlerevieren geschaffen werden können. Hinter vorgehaltener Hand halten viele Mitglieder der Kommission den Zeitplan für eine Illusion.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/chg/brb

(END) Dow Jones Newswires

June 05, 2018 07:35 ET (11:35 GMT)

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