finanzen.net
16.09.2018 17:29
Bewerten
(0)

WOCHENENDÜBERBLICK/15. und 16. September 2018

DRUCKEN

Trump steht kurz vor Verhängung weiterer Strafzölle - Kreise

Im Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und China droht die nächste Eskalationsstufe. Wie mit der Situation vertraute Personen sagten, plane die Trump-Administration innerhalb weniger Tage neue Zölle auf chinesische Importe im Wert von 200 Milliarden Dollar anzukündigen. Damit soll Peking vor den anstehenden Handelsgesprächen weiter unter Druck gesetzt werden. Die Führung in Peking hatte bereits angekündigt, in diesem Fall mit Gegenmaßnahmen zu reagieren.

Bürgermeister von London will neues Brexit-Referendum

Sadiq Khan, Bürgermeister von London, hat ein neues Referendum über die EU-Mitgliedschaft Großbritanniens gefordert. In einem Gastbeitrag für die Zeitung The Observer schreibt Khan, dass den Bürgern die Möglichkeit gegeben werden müsse, einen Brexit-Deal abzulehnen, der schlecht für die Wirtschaft, die Arbeitsplätze und das Gesundheitssystem sei. Angesichts der geringen verbleibenden Verhandlungszeit gibt es für ihn nur zwei mögliche Ergebnisse: Ein "schlechtes" Abkommen für Großbritannien oder "kein Abkommen", das noch schlimmer sein dürfte. "Sie sind beide unglaublich riskant, und ich glaube nicht, dass Theresa May das Mandat hat, so offensiv mit der britischen Wirtschaft und den Lebensgrundlagen der Menschen zu spielen", so Khan.

Arbeitsagentur-Chef sieht sinkende Arbeitslosigkeit bis 2019

Der Chef der Bundesagentur für Arbeit rechnet mit einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit bis Ende 2019. Die Arbeitslosenquote werde weiter sinken, sagte Detlef Scheele der Bild am Sonntag. "Wir sehen am Arbeitsmarkt bis Ende des nächsten Jahres keine Trendwende."

AfD wird in Umfrage stärkste Partei im Osten

Die AfD ist nach einer Umfrage die stärkste Partei im Osten. Im "Sonntagstrend" des Instituts Emnid für die Bild am Sonntag gewinnt die Partei einen Prozentpunkt hinzu und kommt nun auf 25 Prozent. Damit überholte die AfD die CDU, die in dieser Woche in Ostdeutschland einen Punkt verliert und auf 24 Prozent fällt. Drittstärkste Partei im Osten bleibt die Linke mit 18 Prozent, es folgt die SPD mit 14 Prozent. Auf die FDP entfallen 7 Prozent, Grüne und sonstige Parteien kommen jeweils auf sechs Prozent.

CDU, SPD und Grüne erhöhen bei Diesel-Nachrüstung Druck auf Scheuer

CDU, SPD und Grüne haben Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) aufgefordert, die Automobilindustrie an den Kosten für die mögliche Nachrüstung von Diesel-Fahrzeugen zu beteiligen. Das Bundesverkehrsministerium müsse "umgehend" die rechtlichen Voraussetzungen für die Zulassung der technischen Nachrüstung schaffen, sagte der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Sören Bartol, dem Handelsblatt. "Die Kosten muss die Automobilindustrie übernehmen." Der Grünen-Fraktionsvorsitzende Toni Hofreiter sagte, Hardware-Nachrüstungen seien das einzige Mittel, um Fahrverbote zu verhindern und das halbwegs schnell und preiswert.

SPD beharrt vor Krisentreffen weiter auf Entlassung Maaßens

Kurz vor dem Krisentreffen der Koalitionsspitzen beharrt die SPD auf der Entlassung von Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen. "Herr Maaßen muss gehen und ich sage euch, er wird gehen", sagte Parteichefin Andrea Nahles am Samstag. Nach den Worten von Parteivize Malu Dreyer ist für die Sozialdemokraten "ganz klar, dass Maaßen nicht mehr der richtige Mann für dieses wichtige Amt ist". Auch CDU-Politiker gingen auf Distanz zu Maaßen. Bundeskanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel, CSU-Chef Horst Seehofer und Nahles beraten am Dienstagnachmittag erneut über den Fall Maaßen.

BMW/Fröhlich: Selbstfahrender BMW iNext nicht teurer als ein X5

Der selbstfahrende BMW iNext, der 2021 in den Handel kommt, soll nicht mehr kosten als ein X5. "Das kein Nischenauto", sagte BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Deswegen orientiere sich der Preis an dem eines herkömmlichen BMW. ""Der X5 kostet je nach Modell zwischen 70.000 und 130.000 Euro - in diesem Preisband wird sich auch der iNext bewegen." Das Spitzenmodell, das in vier Sekunden von Null auf 100 beschleunige und es auf mehr als 600 Kilometer Reichweite bringt, soll aber über dem Einstiegsmodell liegen.

Daimler peilt 400 verkaufte E-Busse für 2019 als Ziel an

Der Autobauer Daimler trifft nach Aussage von Nutzfahrzeuge-Vorstand Martin Daum mit seinen Elektrobussen auf ein großes Interesse der Städte. "In Berlin, Hamburg und weiteren Städten haben wir nur wenige Woche nach der Produktvorstellung rund 50 Bestellungen", sagte Daum der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Das Geschäft wachse sukzessive. "400 verkaufte E-Busse für 2019 sind unser Ziel, danach kommen wir relativ schnell in den vierstelligen Bereich", so der Manager weiter. Dabei kosteten die Elektrobusse bis zum Doppelten eines herkömmlichen Modells.

Reisekonzern Tui sieht sich mittelfristig durchfinanziert

Der scheidende Tui-Finanzvorstand Horst Baier hinterlässt seiner Nachfolgerin Birgit Conix ein bestelltes Haus. Nach der Ende Juni vollzogenen Platzierung des Schuldscheindarlehens über 425 Mill. Euro sei der Touristikkonzern "mittelfristig durchfinanziert", sagte der Manager, der seinen Posten nun am 30. September und damit einige Wochen vor Vertragsablauf übergibt, im Interview der Börsen-Zeitung in der Samstagausgabe.

Dax-Neuling Wirecard bietet Kleinstkredite an

Der Zahlungsverkehrsabwickler Wirecard will künftig auch Kleinstkredite anbieten. "Angenommen, Sie sind Pizzabäcker, kooperieren in der Zahlungsabwicklung mit Wirecard und brauchen einen neuen Ofen. Dann können Sie den Kredit dafür über unsere App kriegen", sagte Wirecard-Chef Markus Braun in der aktuellen Ausgabe des Magazins Spiegel.

Kohleausstieg für RWE bis Ende der 30er Jahre nicht akzeptabel

Der Stromkonzern RWE lehnt das sich in der Kohlekommission abzeichnende Datum für ein Ende der Energieerzeugung aus Kohle ab. "Das heute in den Medien genannte Enddatum für den Betrieb von Kohlekraftwerken zwischen 2035 und 2038 kann aus Sicht von RWE allerdings nicht Bestandteil einer solchen Lösung sein", teilte das Unternehmen mit. Der Zeitraum sei für RWE "nicht akzeptabel".

Klimaexperte von Munich Re warnt vor Hurrikan-Saison

Der Klimaexperte des Rückversicherer Munich Re hat vor einer möglicherweise heftigen Hurrikan-Saison gewarnt. "Bis Ende August sah es nach einem ruhigen Verlauf aus", sagte Eberhard Faust der Euro am Sonntag. Doch dann sei die Sturmaktivität im tropischen Nordatlantik Anfang September plötzlich angesprungen. Mit dem Hurrikan Florence hätten sich binnen weniger Tage drei weitere Stürme gebildet. Der Index der durch Sturmwind freigesetzten Energie (ACE-Index) habe bis 10. September bereits 110 Prozent des langfristigen Durchschnittswerts erreicht (bis Ende August: 57 Prozent).

Telefonica-Chef sieht kein flächendeckendes Handynetz in Deutschland

Mobiles Telefonieren an jedem Ort in Deutschland wird es laut dem Mobilfunkanbieter Telefonica auch künftig nicht geben. "Wir werden wahrscheinlich keine hundertprozentige Flächenabdeckung in Deutschland erreichen können", sagte Markus Haas, Chef der Telefonica Deutschland, im Gespräch mit der Welt am Sonntag. Für eine komplette Abdeckung fehlten ein paar tausend Antennen in Deutschland. Auch die Versteigerung der Mobilfunkfrequenzen für die nächste fünfte Netzgeneration (5G) werde daran nichts ändern.

DJG/cbr

(END) Dow Jones Newswires

September 16, 2018 11:30 ET (15:30 GMT)

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Fünf deutsche Internet-Aktien, die Sie kennen sollten!

Das Gute liegt oft so nah. Heimische Internet-Unternehmen rollen den Markt auf. Im neuen Anlegermagazin erwartet Sie ein Special über deutsche Internet-Aktien, die Sie kennen sollten.
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX schließt mit Gewinnen -- Dow im Plus -- Zalando veröffentlicht Umsatz- und Gewinnwarnung -- Trump verhängt neue Milliardenzölle -- Tesla, Lufthansa, OSRAM, Nestlé, Oracle, FedEx im Fokus

Springer-Chef kommt in Netflix-Verwaltungsrat. HUGO BOSS-Aktien fallen nach Zalando-Warnung auf neues Tief. Patentstreit von Apple und Qualcomm geht in Deutschland weiter. EU-Kommission geht Kartellverdacht bei BMW, Daimler und VW-Konzern nach. Handelsstreit erschwert Ausblick auf Bayer-Agrargeschäft.

Umfrage

Die Parteien in Deutschland streiten sich um einen möglichen Militäreinsatz in Syrien. Was halten Sie davon?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Apple Inc.865985
TeslaA1CX3T
Facebook Inc.A1JWVX
Netflix Inc.552484
Alphabet A (ex Google)A14Y6F
TwitterA1W6XZ
Intel Corp.855681
GoProA1XE7G
Aurora Cannabis IncA12GS7
Deutsche Bank AG514000
Steinhoff International N.V.A14XB9
Amazon906866
EVOTEC AG566480
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Daimler AG710000