XETRA-SCHLUSS/DAX fast am Allzeithoch - Infineon plus 13 Prozent

07.05.24 17:58 Uhr

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Von Herbert Rude

FRANKFURT (Dow Jones)--Weiter aufwärts ist es am Dienstag mit den Kursen am deutschen Aktienmarkt gegangen. Der DAX gewann 1,4 Prozent auf 18.430 Punkte und markierte den höchsten Stand seit knapp fünf Wochen, zum Allzeithoch fehlte nur noch knapp 1 Prozent. "Für den Moment sieht mal alles wieder nach einer der besten Börsenwelten aus", so Marktstratege Jürgen Molnar von Robomarkets: In der Eurozone und Deutschland zeigten die Einkaufsmanagerindizes eine zunehmend bessere Stimmung in den Chefetagen der Unternehmen an, während in den USA die schwächeren Daten in die gewünschte geldpolitische Richtung zeigten. Im DAX ragten Infineon mit einem Plus von 12,9 Prozent heraus. Aber auch sonst sorgten viele überzeugende Zwischenberichte für gute Laune und regelrechte Kurssprünge.

Infineon hat zwar die Prognose erneut leicht gesenkt. Der derzeit niedrige Aktienkurs bietet laut Warburg dennoch eine Einstiegsgelegenheit, weil die schlechten Nachrichten nun ausgestanden seien und das vergangene Quartal die Talsohle im aktuellen Konjunkturzyklus markiert haben dürfte. Gute Zahlen der UBS und vom Unicredit beflügelten die Bankenbranche. Im DAX stiegen Deutsche Bank um 2,8 Prozent und Commerzbank um 2,5 Prozent.

Auch Zalando sehr fest - Siemens Healthineers enttäuschen

Zeitgrößter DAX-Gewinner hinter Infineon waren allerdings Zalando, der Kurs schoss um über 8 Prozent nach oben. Das Bruttowarenvolumen (GMV) und die Umsätze entsprächen den Erwartungen, aber das bereinigte EBIT habe sich im Jahresvergleich verbessert und sei besser als befürchtet ausgefallen, urteilten die Analysten von Baader. Zalando plane zudem, zum Wachstum zurückzukehren und die Rentabilität weiter zu steigern.

Siemens Healthineers fielen hingegen um 0,9 Prozent. Die Marge ist schwächer als erwartet ausgefallen. Die EBIT-Marge lag bei 15,1 Prozent, der Konsens der Analysten bewegte sich mit 15,3 Prozent leicht darüber. Der Jahresausblick wurde aber bestätigt.

Auch die Deutsche Post, oder DHL, wie sie sich nun nennt, hat den Markt mit ihren Quartalszahlen nicht restlos überzeugt. Der Kurs dreht aber nach schwachem Start ins Plus und legte schließlich um 0,4 Prozent zu.

Schaeffler nach Zahlen 13 Prozent im Plus

Eine Zahlenflut gab es auch der zweiten Reihe. Für eine klare positive Überraschung sorgten Schaeffler mit ihren Zahlen. "Von einem Autozulieferer hätte man das gerade jetzt nicht erwartet", sagte ein Händler mit Blick auf die jüngst negative Berichterstattung über E-Autos bis hin zu den Massenentlassungen bei Tesla. Schaeffler konnte nun mit 7,9 Prozent eine deutlich über den Erwartungen liegende EBIT-Marge und damit höhere Gewinne vermelden. Die Aktien gewannen 13,7 Prozent. Sie zogen wegen des fest stehenden Übernahmeverhältnisses auch Vitesco entsprechend mit nach oben.

Dagegen verloren Fresenius Medical Care 5,5 Prozent. Der operative Gewinn ging auf 246 Millionen Euro zurück, verglichen mit 261 Millionen ersten Quartal des vergangenen Jahres. Auch Jungheinrich gaben nach ihren Zahlen deutlich um 3,6 Prozent nach. Teamviewer brachen um 8,1 Prozent ein: Der TecDAX-Konzern hat die Prognosen nur knapp erreicht, die faktorierten Umsätze haben sie deutlich verfehlt.

Im SDAX verloren Salzgitter 9,4 Prozent, nachdem der Stahlkonzern den Ausblick heruntergenommen hatte. Dagegen stiegen Elmos Semiconductor nach guten Zahlen um 7,9 Prozent. Zudem hat Elmos nun Pfeiffer Vacuum als besten Aufstiegskandidaten für den TecDAX überholt.

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INDEX zuletzt +/- % +/- % YTD

DAX 18.430,05 +1,4% +10,07%

DAX-Future 18.583,00 +1,4% +8,02%

XDAX 18.433,98 +1,2% +9,93%

MDAX 26.549,58 -0,1% -2,17%

TecDAX 3.359,07 +2,0% +0,65%

SDAX 14.772,46 +1,7% +5,82%

zuletzt +/- Ticks

Bund-Future 131,83 +40

YTD - bezogen auf Schlusskurs Vortag

Index Gewinner Verlierer unv. Umsatz Mio Euro Mio Aktien Vortag

DAX 32 8 0 4.281,2 87,4 47,3

MDAX 31 18 1 622,8 36,7 20,8

TecDAX 18 11 0 1.205,4 33,6 15,1

SDAX 54 10 6 139,7 12,3 5,6

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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May 07, 2024 11:58 ET (15:58 GMT)

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