XETRA-SCHLUSS/DAX mit Stabilisierungsansatz - Adidas unter Druck

17.06.24 17:44 Uhr

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FRANKFURT (Dow Jones)--Nach dem jüngsten Ausverkauf ist der deutsche Aktienmarkt mit kleinen Gewinnen in die neue Woche gestartet. Der DAX gewann 0,4 Prozent auf 18.068. Die Lage bleibt indes fragil. "Die veritable 'Staatskrise' in Frankreich dürfte mindestens bis zum ersten Wahlgang am 30. Juni, aber wahrscheinlich bis zum zweiten am 7. Juli wie ein Damoklesschwert über Europas Börsen schweben und größere Engagements der Investoren verhindern", heißt es bei CMC Markets. Neue Umfragen zu Frankreich sehen den rechten Rassemblement National mit etwa 32 Prozent vor dem Linksbündnis mit 25 bis 28 Prozent. Das Bündnis der Mitte kommt auf lediglich 15 bis 18 Prozent, die Konservativen erreichen 5 bis 7 Prozent.

Im DAX standen Adidas im Fokus. Der Sportartikelhersteller untersucht nach einem Bericht der Financial Times Korruptionsvorwürfe gegen hochrangige Mitarbeiter in China. Auslöser soll ein Schreiben von Mitarbeitern von Adidas China sein. Darin werden Angestellte des Sportartikelherstellers namentlich beschuldigt, mehrere Millionen Euro veruntreut zu haben, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen der Zeitung sagten. Der Brief der Mitarbeiter soll zeitweilig auf der chinesischen Onlineplattform Xiaohongshu zu finden gewesen sein, schreibt die Financial Times. Adidas gaben 2,6 Prozent nach.

Für Bayer ging es 3,5 Prozent nach unten. "Fast keine Adresse möchte Bayer höher gewichten, wegen der juristischen Risiken", so ein Händler. Damit sei es schwierig, Blöcke überhaupt am Markt unterzubrigen. "Sobald ein größerer Verkaufsauftrag an den Markt kommt, gibt der Kurs deutlich nach", sagte er.

United Internet mit nicht-cashwirksamer Abschreibung

United Internet verloren 1,8 Prozent. Die Gesellschaft nimmt eine außerplanmäßige, nicht-cashwirksame Wertminderung auf ihre Tele-Columbus-Beteiligung von rund 185 Millionen Euro im Halbjahresbericht vor. Die Schätzungen für die Gewinn- und Verlustrechnung dürften entsprechend sinken, während die Schätzungen zum freien Cashflow unverändert bleiben, schlussfolgert die DZ Bank.

Eine Überraschung gibt es im SDAX. Statt Thyssenkrupp Nucera (+0,5%) scheiden Pfeiffer Vacuum (-0,9%) am 24. Juni aus dem Nebenwerteindex aus, weil die Anforderung "fristgerechte Veröffentlichung des Quartalsfinanzberichts" nicht erfüllt wurde, wie der Indexbetreiber Stoxx mitteilte. Evotec brachen nach einer Verkaufsempfehlung gleich um 9,5 Prozent ein. Neue Mittelfristziele verhalfen Qiagen hingegen zu einem Kursplus von 1,8 Prozent.

Carl Zeiss Meditec fielen mit einer Gewinn- und Umsatzwarnung um massive 20,5 Prozent zurück und markierten neue Jahrestiefs. Der Konzern erwartet im laufenden Geschäftsjahr nur noch 2 Milliarden Umsatz statt 2,1 bis 2,15 Milliarden und ein EBIT zwischen 215 und 265 Millionen Euro statt 348 Millionen. SAF-Holland machten dagegen einen Satz von 8,3 Prozent nach oben. Das Unternehmen geht nun davon aus, dass die bereinigte EBIT-Marge für das Geschäftsjahr 2024 bei rund 10 Prozent liegen wird. Bislang hatte SAF-Holland 9 bis 9,5 Prozent angestrebt. Die Marktprognose liegt bei 9,3 Prozent.

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INDEX zuletzt +/- % +/- % YTD

DAX 18.068,21 +0,4% +7,89%

DAX-Future 18.083,00 +0,3% +5,12%

XDAX 18.072,96 +0,4% +7,78%

MDAX 25.507,27 -0,8% -6,01%

TecDAX 3.325,74 -0,8% -0,35%

SDAX 14.479,71 +0,8% +3,72%

zuletzt +/- Ticks

Bund-Future 132,39 -66

YTD - bezogen auf Schlusskurs Vortag

Index Gewinner Verlierer unv. Umsatz Mio Euro Mio Aktien Vortag

DAX 24 16 0 3.025,6 59,9 94,9

MDAX 23 23 4 471,5 25,3 31,7

TecDAX 15 14 0 778,2 20,1 25,3

SDAX 44 18 8 84,6 6,2 10,1

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/cln

(END) Dow Jones Newswires

June 17, 2024 11:45 ET (15:45 GMT)

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