17.08.2022 17:45

XETRA-SCHLUSS/Sehr schwach - Risikoscheu kehrt zurück

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FRANKFURT (Dow Jones)--Am deutschen Aktienmarkt ist es am Mittwoch deutlich nach unten gegangen. Ohne Anzeichen einer größeren Gegenwehr trippelte das Börsenbarometer DAX nach unten, am Ende schloss der Index 2 Prozent tiefer bei 13.627 Punkten. Die Umsätze waren urlaubszeitbedingt weiter dünn. Während in den vergangenen Tagen und Wochen die Käufer mehrheitlich in der Überzahl waren, übernahmen heute die Bären das Zepter. Am Morgen überraschte zunächst die hohe Inflation aus Großbritannien, die per Juli auf 10,1 Prozent stieg und damit auf den höchsten Stand seit 40 Jahren.

Die Volkswirte der Berenberg Bank gehen davon aus, dass dort die Inflation im Oktober bei rund 12 Prozent ihren Höhepunkt sieht. Auch für Deutschland wird erst für den Herbst mit den höchsten Raten gerechnet. Fast reflexartig wurden Anleihen verkauft, da die Notenbanken die Zinsen wohl deutlicher anheben, auch wenn sie die Inflationstreiber wie die Energiepreise wohl kaum in den Griff bekommen. In Deutschland stieg die Rendite der Bundesanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren um 11 Basispunkte auf 1,085 Prozent.

Anleger werden vorsichtiger

Der Blick auf die Gewinner und Verlierer am deutschen Aktienmarkt zeigt, dass sich die Anleger auf stürmische Zeiten am Aktienmarkt vorbereiten. Die Aktien defensiver Unternehmen wie Henkel, Symrise, Deutsche Börse oder Beiersdorf hielten sich gut, dagegen stellten Zalando und Hellofresh die größten Verlierer. Aber auch zyklische Werte wie Infineon oder Continental gaben überdurchschnittlich ab.

In der zweiten Reihe am deutschen Aktienmarkt brachen Uniper um rund 11 Prozent ein. Wie befürchtet schrieb das Unternehmen im ersten Halbjahr einen Verlust in Milliardenhöhe. Die Verluste von Uniper als Ergebnis der Beschränkung der Liefermenge von russischem Gas beliefen sich laut der Analysten von Metzler für die erste Jahreshälfte auf rund 400 Millionen Euro. Per 17. August lägen sie bereits bei 3,8 Milliarden Euro. Aktuell fielen infolge der Lieferbeschränkungen täglich Verluste von 100 Millionen Euro an. Für 2023 erwarte das Unternehmen ebenfalls einen Verlust auf Ebene des Gesamtunternehmens, der jedoch deutlich geringer als 2022 ausfallen dürfte. 2024 rechne Uniper damit, wieder schwarze Zahlen zu schreiben.

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INDEX zuletzt +/- % +/- % YTD

DAX 13.626,71 -2,0% -14,22%

DAX-Future 13.623,00 -2,1% -13,89%

XDAX 13.627,52 -2,1% -14,01%

MDAX 27.543,16 -2,0% -21,58%

TecDAX 3.134,03 -1,4% -20,05%

SDAX 12.907,01 -2,3% -21,37%

zuletzt +/- Ticks

Bund-Future 154,14 -179

Index Gewinner Verlierer unv. Umsatz Mio Euro Mio Aktien Vortag

DAX 4 36 0 2.571,0 57,7 51,4

MDAX 5 45 0 568,0 37,2 32,6

TecDAX 5 25 0 551,1 19,4 17,9

SDAX 9 61 0 136,5 8,3 8,0

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Kontakt zum Autor: thomas.leppert@wsj.com

DJG/thl/cln

(END) Dow Jones Newswires

August 17, 2022 11:46 ET (15:46 GMT)

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05.10.2022Infineon KaufenDZ BANK
05.10.2022Infineon BuyGoldman Sachs Group Inc.
05.10.2022Infineon BuyWarburg Research
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03.10.2022Infineon OutperformBernstein Research
05.10.2022Infineon KaufenDZ BANK
05.10.2022Infineon BuyGoldman Sachs Group Inc.
05.10.2022Infineon BuyWarburg Research
03.10.2022Infineon OutperformBernstein Research
16.09.2022Infineon BuyJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
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04.08.2022Infineon NeutralJP Morgan Chase & Co.
03.08.2022Infineon NeutralJP Morgan Chase & Co.
28.07.2022Infineon NeutralJP Morgan Chase & Co.
04.07.2022Infineon NeutralJP Morgan Chase & Co.
05.10.2022Infineon UnderperformJefferies & Company Inc.
18.08.2022Infineon UnderperformJefferies & Company Inc.
03.08.2022Infineon UnderperformJefferies & Company Inc.
07.07.2022Infineon UnderperformJefferies & Company Inc.
25.05.2022Infineon UnderperformJefferies & Company Inc.

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